Bevor wir mit dem heutigen Artikel beginnen, wollen wir euch fragen: ,,Seid ihr bereit euch so richtig triggern zu lassen?“ Eine berechtigte Frage, wenn man an das neue Album Träger Warning der us-amerikanischen Comedian Emily Misura herangeht. Die Künstlerin aus Toronto hat dieses Werk vor rund einer Woche veröffentlicht und nimmt kontroverse Themen und die Art, wie Menschen damit umgehen auf’s Korn. Doch aufgepasst, das Album ist natürlich ironisch gemeint. Hierbei wird sich in einer Spielzeit von rund fünfundvierzig Minuten alles vorgeknöpft von diversen Triggern, das kritisieren der sexuellen Vorlieben fremder Menschen, Mensa, die 2016er US-Wahl, Bommers und Millennials gleichermaßen, Dick Pius, die Soziale Medien, Body Positivity, die neumodische Cancel Culture und natürlich den weltbekannten Pastor Joel Osteen.  Als komödiantischer-, musikalischer Shitpost konzipiert, hat Trigger Warning so einiges zu bieten. Ein Album, welches einem sicher mehr als nur ein schmunzeln entlocken wird.

So kommt schon der Titeltrack mit dem Titel Trigger Warning einfach nur lustig aus den Boxen und präsentiert eine komödiantische Variante des us-amerikanischen, female Hip Hop, der sich wie in der Einleitung schon deutlich damit befasst hat, auf humorvolle Art mit allen Missständen Auseinandersetzt. Get Off The Fucking Internet heißt es im Text des Songs und das wäre mal eine Empfehlung für beide Gruppen: Jene die sich triggern lassen und jene die meinen triggern zu können. Hierbei legt Emily Misura technisch gute Kunst ab, die nicht nur durch ihre musikalische Aufmachung auszeichnet, sondern auch durch den dargebotenen, lyrischen Inhalt Emily Misura überzeugt neben dem lyrischen Inhalt, auch mit der stimmlichen Technik und Fähigkeit, welche sie auf diesem Album an den Tag legt. Hierbei sollte man sich unbedingt die Songs anhören und diese unbedingt mit einem zwinkernden Auge verstehen.

Wer von uns hat keine Achillesferse? Diese Frage stellt man sich beim lesen des nächsten Titels Achilles Toe erneut mit lustigen Inhalten, die mich einfach zum lachen brachten, handelt es sich bei diesem Stück um einen Titel, welcher eher der elektronischen Tanzmusik zuzuordnen wäre. Emily Misura bringt hier erneut auf musikalisch vernünftig produziertes Musikmaterial erneut unterhaltsame lyrische Inhalte, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Mit dem soften Popsong Moist wird es kuschelig und erneut urkomisch köstlich. Vor allem wird das Ganze dann auch noch so trocken vorgetragen, dass man glauben könnte zu dem Inhalt wird automatisch eine Schnulzenpop Sängerin einfach gekonnt auf’s Korn genommen. Die Klaviergeschwängerte Ballade Body Positively Toxic besingt unteranderem die Fat-Ass-Bitch und dies in Begleitung von orchestralen Elementen, welche dem urkomischen Text eine ironische Portion Leidenschaft und Melancholie verleiht. Operettenhaft und erneut mit klassischer Instrumentalisierung aus Piano und Violinen kommt dann The Millenial Vote aus den Boxen und alleine der Sound lässt herzhaft lachen. Traurig klingend und sich inhaltlich dann auch noch mit dem Thema auseinandersetzen, dass Millenials zu faul oder zu deppat zum Wählen sind. Emily Misura schafft es auf dem Ganzen Album einfach konstant für gute Laune zu sorgen und macht aus einer traurigen Melodie ein urkomisches Projekt. Zu geil einfach!

Fazit 10 von 10: Gekonnte Kost einer talentierten Komikerin, welcher die aktuelle Weltlage perfekt verballhornt und dies stets mit einem Augenzwinkern. Unbedingt anhören und die Stimmung erheitern lassen!

Mehr zu Emily Misura im Netz:

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