Was kommt dabei heraus, wenn ein Metalhead elektronische Musik fabriziert? Ob diese Frage häufig gestellt wird, kann man so sicher nicht beantworten. Fakt ist jedoch, dass das Album Emo Vibes Only des amerikanischen Musikers Black Malachite eine mögliche Antwort auf dies Frage darstellt. Hinter dem Projekt Steckt der Kreativkopf Dalton DuBois, welcher seine musikalischen Anfänge im zarten Alter von 15 im Metal begonnen hat. Der vielseitige Musiker aus Kalifornien entdeckt Jahre später das Facettenreichtum der elektronischen Musik und beginnt fortan seine Musik als Solokünstler unter das Volk zu mischen.

Sein neustes Output ist hierbei das Album Emo Vibes Only, bei welchem direkt auffällt, dass es sich hierbei um ein höchst interessantes und vielschichtiges Projekt handelt. Insgesamt 11 Tracks sind es, welche Black Malachite für Emo Vibes Only zusammengetragen hat, deren individuelles Konzept sich wie ein Bindeglied durch die ganze Albumproduktion zieht. Mit dem ersten Titel You Are The Light, gibt Mastermind Dalton DuBois seinem Publikum die Ehre und erschafft einen Titel zwischen Elektronik, Ambient und Lounge. Psychedelische Pianoklänge unter die düstere Keyboards gelegt werden, empfangen im Zusammenspiel mit weiblichen Vocals den Hörer auf You Are The Light, welcher ziemlich seicht einleitet. Ab einer Minute Spielzeit unter Zuhilfenahme von künstlichem Vinylknistern, spielt Black Malachite einen chilligen Ambienttrack aus den Boxen, welcher sich vor allem durch Pianoklänge auszeichnet und im gemäßigten Tempo bewegt. Interessant ist hierbei die einwandfreie Komposition und das Zusammenspiel der einzelnen Elemente, wobei Black Malachite aka. Dalton Dubois noch einen draufsetzt und mit Hopeless Romantic erst recht loslegt. Das verträumte Arrangement aus im Hintergrund leicht aktiven Sphären, liebevollen e-Pianosounds, in den Triolen betonenden Bässen und elektronischen Drums, ist nicht nur auf die Melodie bezogen ein gutes Stück zwischen avantgardistischer Elektronik, sondern macht auch mit seinem Sounddesign eine gute Figur. Auf seine spezielle Art, wirkt es wie eine Fortsetzung des Openers. Night Drive ist ein derart vereinnehmender Song, dass man ihn besser nicht auf einer solchen anhören sollte, da sonst die Gefahr läuft, dass man abschaltet und sich voll und ganz auf die Musik konzentriert. Auch hier wieder im Ambient gehalten, wirkt das Leadsynthriff hier fast maschinell und besteht aus einem in die Länge gezogenen E-Piano-Riff. Die Drums erinnern vom Sound teilweise an Hip Hop und geben hier eine gewisse Fusion preis, welche deutlich im Drum ‚N‘ Bass angesiedelt ist. Stay With Me,

Just Until We Feel Again wirkt auf eine positive Art leicht chaotisch. mit dem durchgängig selben Riff getraffen, dessen hypnotisches Ambiente sich seinen Weg in die Ohrmuscheln bahnt, kommen Maschinelle Drums zum Einsatz, sowie sphärische Bässe, die hier einen gewissen Druck unter einem leichten Riffing aufbauen. Auf Knapp drei Minuten Spielzeit, hat Black Malachite hier das ganze Riff mehrmals geloopt und sorgt dafür, dass dieser düstere Titel eher wie ein Filler klingt. Dafür geht es aber mit Washed Out Frames in der experimentellen Avantgarde-Welt weiter: Drums die teilweise an Industrial erinnern, weibliche Vocal Samples, E-Piano Leads und weitere Sphären erzeugen hierbei ein hell schimmerndes Klangbild, dass zwischendurch mit einigen delayed Synthesizer Effekten aufgelockert wird. Mit Neon Downpour geht es dann direkt in die nächste Runde, bei der eine Synth-Gitarre zum Beginn den Lead Part übernimmt und auf einer interessanten Synthesizer Klanglandschaft aufbaut, ehe nach einem Break das ganze stark an die New Wave Musik der 1980er Jahre erinnert. Tb-808 Drums, typische Synthesizer im Lead und im Hintergrund nehmen den Konsumenten mit auf eine Zeitreise in die Achtziger und erzeugen ein äußerst ansprechendes Konzept, das sich nicht nur durch ein ausgewogenes Arrangement, sondern auch durch tadellose Melodien in den einzelnen Segmenten äußert. 

Mit einem Dancebass leitet BlackLight ein und entpuppt sich auch als eben ein solcher electronic Dance Track im düsteren Jargon. Eingängige Beats treffen hierbei auf fette Bässe und elektronische Orgelsounds, wie man sie aus dem electronic Dance Bereich kennt und wie es einmal mehr die Variation aufzeigt, mit der Black Malachite an sein Album Emo Vibes Only rangegangen ist. Interessante Variationen und klangtechnische Verspieltheit sind auch hier wieder die grundlegende Einstellung, welche sich durch den Titel zieht. Dies trifft auch auf das psychedelische Depths zu, dessen ruhiges Arrangement eine Symbiose aus Dark Electro, Ambient, Drum ‚N‘ Bass und Lounge darstellt und dessen spezieller Aufbau  den Soundtrack hervorstechen lassen. Der Titel Eyeliner Full Of Regret lässt zunächst etwas schmunzeln, ist jedoch eine Mischung aus Lounge und Trip-Hop, der seine experimentelle Wirkung frei entfaltet. Liebevolle Pianoklänge eröffnen dann Shadows einen Song, dessen liebevolles Kleid aus Klangfarben wie der Morgen nach einer äußerst stürmischen und finstren Nacht erscheint. Die Vorletzte Runde ist ein fantastisches, instrumentales Pianospiel das einfach nur nach Klassik schreit.  Fast Nahtlos geht der Track in den nächsten und letzten über. Mit liebevoller Pianoästethik verabschiedet Dalton DuBois mit dem Titel Lights von seinem Hörer und gibt abermals sein Können als Pianist zum besten. Die liebevolle Klassikeinlage zeigt einmal mehr das kompositorische Talent und die Fingerfertigkeit des Black Malachite Masterminds

Fazit 8 von 10: Black Malachite hat mit Emo Vibes Only ein Album erschaffen, dass Fans von guter elektronischer und Avantagrdistischer Musik ansprechend finden werden. Das weitgehend instrumentale Opus besticht durch ein interessantes Soundkonzept und eine Vielseitigkeit an Genre’s, welche hier auf ziemlich gute Art zusammengetragen werden.

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Experimental Music

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