Heute überrascht uns eine deutsche Produktion auf ganzer Linie! Das neue Album des im hessischen Hanau lebenden Sängers und Songwriters Andreas Berndt, hört auf den Namen Discordia und ist gewisserweiße ein Konzeptalbum, welches lyrisch in deutscher Sprache gehalten ist und sich stilistisch zwischen New Prog und Rock bewegt. Hinsichttlich des Entstehungsprozess hat hierbei die Legende Mike Oldfield Pate gestanden: Denn Andreas Berndt, welcher seit seinem fünften Lebensjahr musikalisch Aktiv ist, komponiert, arrangiert und schreibt die Stücke nicht nur komplett im Alleingang, sondern spielt auch sämtliche Instrumente selbst. Für die Thematik hat der singende, songschreibende Multiinstrumentalist Andreas Berndt sich die kleinen und großen, dunklen Momente des Lebens und diese Erfahrungen als Thematik für Discordia gewählt, welche ihn selbst betreffen, oder die ihn beeindrucken.

Auf dem Konzeptalbum Discordia (Zu deutsch Zwietracht) beschreibt Andreas Berndt somit die Schattenseiten des Lebens und die sinistre Seite der Gesellschaft und erfasst diese Gesellschaftskritische Sicht in insgesamt zwölf Titeln zusammen. Wenn man sich den Opener Düster, Düster anhört, könnte man meinen man hat es hier mit einem hervorragenden Hörbuch zu tun, denn mit seiner einvernehmenden Stimme hat der Musiker auch das Zeug zur Vertonung eben selbiger. Die Phrase Nein Zwietracht kommt und holt auch dich, bringt das ganze auf den Punkt: Hinterlistige Menschen, die dir vornerum gut Freund sind und hintenrum das Messer in den Rücken rammt, kennen wir doch alle. Als er dann mit dem eigentlichen Opener Discordia loslegt, hat er einem direkt schon in den ersten Takten in seinen Bann gezogen: Andreas Berndt spielt einen unglaublich nach Perfektionismus strebend‘ komponierten und progressive Anmutenden Rock, welcher zunächst am Anfang des Titelstücks alle müden Geister mit einem beeindruckenden Sounddesign und Komposing wachrüttelt. Gesanglich macht Andreas Berndt auf Discordia eine gute Figur, seine helle Stimme wird von dem dargebotenen, progressiven Rocksound perfekt getragen und nicht nur lyrisch ist er ein Meister seines Faches, sondern auch die aufwendigen Kompositionen der einzelnen Stücke, könnte man fast schon als musikalischen Perfektionismus umschreiben.

Mit progressivem Flair und einer Meisterleistung hinsichtlich der Fingerfertigkeit, sorgt Andreas Berndt dafür, dass kein einziger seiner Songs sich in der Langweiligkeit und einer Belanglosigkeit verliert. In der Tat varriert sein Spiel derart, dass man meinen könnte, er habe Ewig an der instrumentalen Konzeption des Albums Discordia gearbeitet. Andreas Berndt lässt seine Stimme auf den Songs, welche Discordia ausmachen von einer atemberaubenden Melodieführung und einem Vielseitigen und doch zusammenhängenden Sounddesign zum tragen bringen. Auch als Dichter erweißt Andreas sich: Denn die Lyrics sind das absolute Gegenteil von Plakativ und kommen in tiefgründiger, gut durchdachter Erzählung um aus den Boxen. Dies merkt man auch mit Dreizehn . Eingebettet auf Pianoakkordfolgen wird ein ernsthaftes und schockierendes Thema zur Sprache gebracht, dass andere nicht einmal mit der Kneifzange anfassen würden, wobei Andreas Berndt hierbei die Wahrheit ausspricht. Es ist wirklich selten, dass ein Album in seiner Gesamtheit ungeschönt von meiner Wenigkeit in den Himmel gelobt wird, jedoch macht der Rockmusiker hier einen genialen Job den man nur hervorheben kann! Die Synthesizer welche er verwendet, die druckvollen Bässen und Gitarren welche in den Songs auf Discordia gespielt werden, zeugen nicht nur von einer grundsoliden Handarbeit, sondern sind auch ordentlich gepfeffert und transportieren die Messange der Titel perfekt zum Publikum, quasi als Beflügelung der weichen und hellen Stimme von Mastermind Andreas Berndt, welcher sich auf dem gesamten Album Discordia nicht nur als bewanderter Songwriter und Musiker, sowie Komponist outet, sondern auch ein fantastischer Sounddesigner ist.

Fazit 10 von 10: Ein Rundum tolles Album des deutschsprachigen Rock, welches mit den Missständen der Welt und den Abgründen der menschlichen Psyche aufräumt. Freunde die es progressiv, leidenschaftlich und künstlerisch anspruchsvoll mögen, sind bei Discordia von Andreas Berndt goldrichtig! Ein Album, welches man sich gerade in der heutigen Zeit durchaus einmal zu gemüte führen sollte!

Mehr zu Andreas Berndt im Netz:

Die offizielle Webseite von Andreas Berndt:
https://discordia.andreas-berndt.com/

Andreas Berndt bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/album/discordia/1521287974

Andreas Berndt bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/24GVUoM0AlrHX8TniFUcI9

Andreas Berndt bei Youtube:
https://www.youtube.com/channel/UC2DMGVWpP_vMt7SmY2Cd1xg/

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