Österreich birgt eine große Kultur in sich. Das Land des Wiener Schnitzels, Herkunft von Arnold Schwarzenegger und ja auch Lang der Musik. Kein anderes deutschsprachiges Land hat in den letzten Zeit so sehr mit einer musikalischen Vielfalt geglänzt, wie Österreich. In den verschiedensten Genres kommen hierbei ständig einige musikalischen Perlen zum Vorschein. Man mag sich nun Denken: Na und? In Deutschland under Schweiz auch! Nun, das mag sein, aber erstens reden wir hier über die Independentszene und zweitens geht es um eine gewisse Diversität und einen musikalischen Charme, welchen die Künstler von Good ól Austria versprühen. Ein Beispiel für diese Vielfalt stellt das dynamische Guitarpop Duo Benso & I dar. Die aus dem österreichischen Voralberg stammende Formation mit Teils österreichischen und teils amerikanischen Wurzeln, wurden von Joe Benso und Christian Surala gegründet, kommen mit einer modernen und zugleich zeitlosen Indie-Kunst daher, die sich durch ehrliche, gut klingende Handarbeit auszeichnet. Beim anhören des extended Players On The Run habe ich Benso & I zunächst als die Simon & Garfunkel Österreichs bezeichnet, nur das ihr Sound natürlich entsprechend moderner klingt.

Aliens eröffnet das Minialbum On The Run und klingt dabei tatsächlich wie eine Mischung aus Art Garfunkel und Paul Simon meets Coldplay. Harmonisches Songwriting trifft bei Aliens auf einen mittleren Drumbeat, der das Spiel eines treibenden Bass auszeichnet und durch cleane Gitarren geziert wird. Diese sind etwas im Hintergrund gehalten, wobei der Bass deutlich Dominiert und den Gesang der beiden Künstler Benso & I perfekt zum tragen bringt. Mit Viel Gefühl und Leidenschaft lassen die beiden Musiker ihre Songs erklingen und liefern ein hitverdächtiges Songwriting, welches sich von der ersten bis hin zur letzten Sekunde der Produktion, wie ein Roter Faden durch On The Run zieht. So gelingt es den beiden Musikkünstlern den Musikhörer in ihren Bann zu ziehen und somit dafür sorgen, dass diese Zuhörer, alles um sich herum vergessen. Was braucht ein guter Song? Er braucht Melodie – Check √, er braucht Harmonie – Check √, er braucht Feinfühligkeit beim Umgang mit dem Instrument und er braucht stimmliches, songwriterisches und kompositorisches Talent sowie Fingerspitzengefühl Check √,Check √,Check √ und Check √. All dies vereinen die Singer und Songwriter Benso & I auf ihrem On The Run extended Player. Hat der Opener hierfür bereits ein fantastisches Zeugnis abgeliefert, setzt das rockig angehauchte Answer Me einen drauf und präsentiert zunächst im Kanon das harmonisch und warme spiel der Akustikgitarre mit einer leicht verzerrten Gitarre, welche den Gesang gekonnt im zügigen Tempo begleiten. Bezeichnend ist hierbei auch die eingesetzte Orgel, die zur sphärischen Untermalung dient und dem Song im Zusammenspiel mit den anderen Elementen einen gewissen Brit-Pop Flair verleiht.

Mit Fingerspitzengefühl und kompositorischem Geschick und fantastischer Ausdrucksweiße, bringen Benso & I ihre Instrumente zum erklingen. Eins steht fest, die beiden Musiker verstehen ihr Handwerk mehr als perfekt und erschaffen Songs, welche die Seele berühren. Einfach nach dem Schema F passiert bei Benso & I nichts, in jedem einzelnen Song, merkt man die harte Arbeit welche das dynamische Duo in ihre Musik einfließen lässt. Dies merkt man bei der „Hommage“ If Bob Dylan Were Alive die so klingt, als würden sie sich um diesen Helden sehnen, welcher den Menschen ein klein Wenig Vernunft mit seinen Songs in die Birne hämmert. Erneut machen Benso & I keine Gefangenen und packen den Hörer mit seinem Song. Eine absolute Diversität ist ebenfalls in der Musik von Benso & I auszumachen. So überraschen sie auf Passersby mit einem Song, der durch ein treibendes Duo aus Drum und E-Bass sein gestandenes Fundament bekommt. im mittleren Tempo gehalten, leitet der Song mit einer Pianoakkordfolge ein und begleitet die zarte Stimme des Frontmanns auf gekonnte Art und Weiße. Das sich zwischen Piano und Gitarre abwechselnde Arrangement der Riffings innerhalb der Rhythmusfraktion, kommt gekonnt aus den Boxen und wird gar um einem klassisch zeitlosen Moogsynthesizer Sound ergänzt. Hierbei wird der Gesang erstrahlt, der mal wieder perfekt auf die Musik abgestimmt ist, oder wurde die Musik auf den Gesang abgestimmt? Zum Abschluss gibt es dann noch die fröhlich stimmende und nicht minder Gefühlvolle Ballade I’m Alright von Benso & I auf die Ohren. Mit einem hohen C an der Akustikgitarre, begleitet von Organkeyboard Flächen begleitend, wird der Gesang hier direkt zu Beginn gekonnt getragen. Mit Streichersynthesizern machen Benso & I mächtig Fülle im Arrangement, dass diesmal eher dem Songwriter Genre zuzuordnen ist. Auf ein Schlagzeug wird hierbei verzichtet. Dies macht jedoch nichts, wenn man bedenkt, wie gekonnt der Song vorgetragen wird und mit welch musikalischem Genie Benzo & I ihre On The Run EP ausklingen lassen.

Als Bonus gibt es hier noch ein gelungenes Cover und zwar Fiery Eyes, welcher im Original von Prinz Grizzley Interpretiert, beweißen die beiden Jungs ebenfalls, dass sie als Covermusiker ebenfalls bestehen können.

Fazit 8 von 10: Ein Ambitioniertes Singer / Songwriter Projekt zwischen Pop, und Rock, dass sich durch musikalische Handarbeit beweist. Genial! Freunde des Folk bzw. Unplugged Genres sind hier GOLDRICHTIG!

Mehr zu Benso & I im Netz:

Benso & I bei Facebook:
https://www.facebook.com/bensoandi

Benso & I bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/benso-i/1445775352

Benso & I bei Spotify anhören:
https://music.apple.com/artist/benso-i/1445775352

 

 

 

Reviews