Mit seinem Album III veröffentlicht der aus Chicago stammende Songwriter, Produzent und Multi-Instrumentalist C.W. Franz ein musikalisches Werk, welches man als akustisches Abenteuer bezeichnen kann. Das Ganze kommt mit einem echten Democharakter und zeigt erstmal jeder Bombast Produktion den Finger. Doch dies hat seinen gewissen Charme. Musikalisch zwischen Folk und Country angesiedelt, aber auch mit Ambient und Jazz sowie World Music experimentierend, ist C.W. Franz‘ musikalische Bandbreite breitgefächert und verwischt die Grenzen der populären Musik.  Den Grundstein für seine musikalische Laufbahn legte C.W. Franz im Jahr 2015 mit Veröffentlichung des extended Players Marital Abuse and Other Sunshine Scenarios oder auch kurz Felix. Auf diese Veröffentlichung folgten extended Player, Singles und Alben wie zum Beispiel Tunnels, die Sophie EP oder auch das Album Peloponnesian Grove welches in diesem Jahr das Licht der Welt erblickt hat. Auf diesen ruhte sich C.W. Franz nicht aus und präsentiert Nut mit C.W. Franz III noch im selben Jahr sein neustes Opus um welches es in der heutigen Rezension geht.

Stilistisch gesehen ist die Dargebotene akustische Form der Kunst auf diesem Werk, eine handgemachte und ehrliche Form des Indie Folk, Freak Folk, Unplugged und mit einer Prise des Folktronica. Doch widmen wir uns nun dem musikalischen Inhalt. Am Anfang von III macht C.W. Franz eine akustische Hommage an Schneider’s Restaraunt und meint inhaltlich damit genau die Sorte der amerikanischen Diner’s und Restaurants in welchem man sich so wiederfindet, wenn man frühstückt oder auch ein Fernfahrer ist. Musikalisch kommt das Ganze wohl bewusst chaotisch und anarchisch rüber und auf akustischen Rhythmusgitarren kommen Banjosounds zum Einsatz, welche den Gesang von C.W. Franz unterstreichen und ein wenig hat man das Bild von einem einsamen Cowboy im Kopf, welcher hier ein Ständchen gibt. Ursprünglich als Tribut an einen Liebhaber gedacht, schrieb C.W. Franz den Song um als Tribut an ein Restaurant, wovon in der ganzen USA im vergangen Jahr einige schließen mussten. Kulinarisch geht es dann mit dem zweiten Song Namens Henry Hamburgers weiter. Und danke, lieber C.W. der geneigte Rezensent hat jetzt voll Appetit auf einen Burger ;). Stilistisch geht es genau da weiter, wo es vorher aufgehört hat. Das ganze wirkt fast wie eine Umpro-Session, welche hier mit Orgelsounds geziert wird und Banjo, sowie Ukulele Sounds beinhaltet. Erneut ist das Hauptaugenmerk der nachdenkliche Gesang des C.W. Franz dank welchem der Rezensent nun Hunger hat. Wer hier erwartet eine high-budget Produktion zu erhalten, der wird enttäuscht werden, doch dies macht absolut nichts! Wie eingangs schon erwähnt hat C.W. Franz hier eine charmante Produktion zum Besten gegeben. C.W. Franz liefert hier musikalisches Liedgut der Handgemachten Art und das mit Charme. Charme hat auch die kulinarische Thematisierung. Wer also jetzt Hunger verspürt, der darf sich bei C.W. Franz gerne beschweren.

Stilistisch sind die Songs geziert durch ihre Wohnzimmer-Low-Budget Qualität doch schon Kunstwerke des Singer Songwriters und wie bereits eingangs schon erwähnt, hat das alles seinen Charme. Als nächstes geht es Stilistisch Identisch mit den Songs wie New York Sushi/Okinawan Surprise weiter und bei diesen setzt der Künstler erneut sein Liedermacher Gefühl ein. Neben den fantastischen Leadgitarren sind auch warme Orgelsounds in das Arrangement eingebettet und inhaltlich geht es um Sushi und California Rolls. Doch dies nur oberflächlich betrachtet. Man sollte den Text hierbei schon auf sich wirken lassen. Gegen Ende des Songs werden elektronische Ambient Einleihen in das Arrangement eingebettet bevor es dann in das Walzer getaktete nächste Stück Corner Bakery übergeht. Mit dem nächsten Song Bob Evans wird es dann divers und unter Begleitung eines Schlagzeugs und einer bluesigen leadgitarre, wird hier ein Jazz-lastiger Titel Vorgetragen, dessen Leadstimme die bluesige Gitarre ist und gänzlich Instrumental ist. Hierbei wird das Ganze eingängig gehalten, auch wenn es manchmal wirr aus dem Takt heraus passiert. Der $4.99 Blues ist der nächste Titel, welcher genau danach klingt, wie er heißt. Einer Produktion die sicher kaum fünf Dollar gekostet hat, mit mächtig Blues und erneut zeichnet sich der Song durch die anarchische Folk und Country Melange aus. An und für sich handelt es sich bei III von C.W. Franz um ein rustikales Album mit Charme.

Fazit 7 von 10: Liebhaber der Handgemachten Singer & Songwriter Kunst dürfen gerne mal ein Ohr bei diesem charmanten Werk riskieren. Wer hier jedoch eine Luxus Produktion erwartet, wird enttäuscht werden. Dennoch setzt hier ein fähiger Komponist und Sänger, sowie Songwriter durchaus ein akustisches Statement.

Mehr zu C.W. Franz im Netz:

C.W. Franz bei Bandcamp:
https://cwfranz.bandcamp.com/

C.W: Franz bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/c-w-franz/1571981417

C.W. Franz bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/35Q81rYNISxDS9OMBR6sT9

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