Eine stilistische Fusion aus Punk, Garage und Ska gefälligt? Könnt ihr haben und zwar mit Bullet dem neusten Studiooutput der italienischen Formation Dalyrium Bay. Die Band wie bereits angedeutet eine Fusion aus den Genres Punk, Garage, Folk, Ska, Latin und Surf und klingt dabei extrem eigenwillig. Quasi etwas ganz besonderes, was die Jungs mit ihrem Bullet Album präsentieren und das klingt dann auch noch musikalisch einfach geil umgesetzt! Zum festen Line-Up von Dalyrium gehören die Mitglieder Giovanni Leone (Gesang), Giovanni Sabot, welcher Nebengründer von Dalyrium ist (Gitarre), Julian Galindo (Gitarre), Mattia Zampa (Bass), Gabriel Pino (An der Trompete) und Giacomo Biasutti, welcher der Bandleader ist (Drums). Auf Bullet befinden sich insgesamt 6 Songs, die mit ihrem eigenwilligen Stilmix äußerst interessant sind und auch wenn Dalyrium das Rad nicht neu erfinden, stechen sie doch in der Flut der Veröffentlichungen direkt raus.

Mit dem Opener Afterwave legen Dalyrium Bay direkt los und leiten den Song zunächst mit einer bedrückenden Gitarrenpartitur ein, die jedoch perfekt eingezimmert ist und den Hörer direkt auf das einstellt, was ihn erwartet. Hierbei erinnert die Band echt an eine Mischung aus The Adicts und den Red Hot Chillpeppers. im Funkigen Sound von Afterwave ist stets eine Punkattitüde zu erkennen, die dazu noch gekonnt mit Ska-Elementen aus der Trompete von Gabriel Pino geschwängert wird und dabei klingt, wie eine spanische Stierkampfansage. Ich denke manch einer müsste diese Klischees kennen. Angetrieben von Mastermind Giacomo Biasutti, der mit seinem vielschichtigen Drumming zu keiner Sekunde die Contenance verliert, legen sich Bassist Gabriel und die beiden Gitarristen Julian und Matta ins Zeug und bilden eine musikalische Grundlage, die zum einen Eingängig und zum anderen Anspruchsvoll aus den Boxen tönt und sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Titel zieht. Sänger Giovanni Leone passt wie die Faust auf’s Auge zu den Muskanten und liefert auch eine nicht zu verachtende Leistung ab. Thematisch singt er eine gekonnt getextete Gesellschaftskritik im Opener nieder.

Der Song Motherfuncky ist eine Ska-lastige Nummer mit humorvollem Titel, die eine Mischung aus Ska, Latin und Funk-Rock darstellt. Hierbei spielen Dalyrium Bay eine hammer Nummer, welche das musikalische Können der Band perfekt in den Fokus stellt und erneut von lyrischer Genialität geschwängert ist. Kompositorisch haben Dalyrium Bay einiges auf dem Kärbholz und lassen ihre Songs in verschiedenen Stilausschweifungen erklingen, ohne dabei ihr Grundkonzept zu sehr aus den Augen zu verlieren. Der Garage-Punk-lastige Song Children of The River kommt einem vor, wie der Soundtrack zum Party machen. Hierbei legen sich Dalyrium Bay mächtig ins Zeug und liefern Songmaterial ab, dass zügig aus den Boxen kommt und durch eine gekonnte Komposition der Tonfolgen lebt. Hierbei erwischt man sich den Lautstärkeregler immer weiter nach Rechts zu drehen und mächtig tanzen zu wollen. Wenn man sich den Text zu Gemüte führt und dann daran denkt, wie fröhlich der Song gehalten ist, ist die Ironie welche Dalyrium Bay hier an den Tag legen gradezu perfekt und man kommt quasi aus dem Lachen nicht mehr raus.

Diese Band weiß zu überzeugen und dies tut sie sowohl in musikalischer Perfektion, als auch in lyrischer Ironie. Waltz Der Toten ist ein Titel in deutscher Sprache und ist weitgehend instrumental gehalten. Hierbei zeigt die Band mal was sie instrumental auf dem Kasten hat und spielt einen ordentlichen Rocker im Waltzertakt und mittleren Tempo. Bullet Weight liefert dann wieder ein fröhliches spanisches Feeling aus der präzise gespielten Saiteninstrumenten und der Trompete und erneut zeigen Dalyrium Bay was sie taugen. Perfekt eingespielt und beweist, dass sie eingespielte Profis sind. Zum krönenden Abschluss gibt es dann das tanzbare Stück Ridere im mittleren Tempo auf die Ohren, bei welchem Dalyrium Bay in spanischer Sprache und leicht maxikanischem Sounddesign einen gelungenen Abschluss darbieten. Auch Produktionstechnisch kann Bullet überzeugen und so gibt die Band einen wilden Stilmix aus Garage Rock, Punk, Ska, Latin und Rock ‚N‘ Roll zum Besten, den man nicht alle Tage hört.

Fazit 10 von 10: Spannendes Album der Genreübergreifenden Kunst mit punkigem Flair! – Sollte man gehört haben!

Mehr zu Dalyrium Bay im Netz:

Dalyrium Bay – Die offizielle Webseite:
https://www.dalyriumbay.com/

Dalyrium Bay bei Facebook:
https://it-it.facebook.com/dalyriumbay/

Dalyrium Bay bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/2Zz92P95DfuurxjcOMPcCE

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