Weihnachten ist vorbei und Silvester steht vor der Tür und diesen Jahreswechsel könnt ihr an dieser Stelle mit etwas ganz besonderem Feiern: Dem Album Calitap des Hamburger Musikers Definitely Not Luke der mit diesem Album eine gestandene Mischung aus Indie- und Poppunk präsentiert. In deutscher spräche gehalten, ist Calitap ein kompromisslos rockendes Werk mit lyrischen Inhalten, die authentisch aus dem Leben gegriffen sind und nicht nur auf musikalischer Art überzeugen, sondern auch auf lyrischer- inhaltlicher Art und Calitap zu einem Rundumschlag des starken Indie Rock und Punk macht. Nach den In seiner Muttersprache englisch gehaltenen, bisherigen Songs Without You, Keep Me On, Maybe-, sowie der EP Canteleu meldet sich dieser dynamische Performer, Songwriter und Musiker nun mit seinem ganzheitlichen Werk zurück. Zu seinen Einflüssen zählen unter anderem die legendären Blink 182 und dies hört man den Songs auch durchaus an.

So ist der Opener Wenn Ich Dich Seh direkt >>Straight Forward<< der um die Ohren gehauen wird. Hierbei beschreibt Definitely Not Luke eine toxische Liebesbeziehung und dies macht er auf tiefgründige Art und Weiße. Diese wird derart gekonnt musikalisch umgesetzt, dass sie den Zuhörer direkt mitreißt. Hierbei könnte man das Lied als emotionale Abhängigkeit von einer geliebten Person interpretieren, die dem darin-, in der ich-Perspektive-, beschriebene Individuum nicht gut tut. Getragen von fantastischen punkigen Gitarrenriffs, die von unbändigen Drumbeats zum Tragen gebracht werden, handelt es sich bei Wenn Ich Dich Seh um einen kompromisslosen Punkrock, der sich nicht nur durch seinen Sound auszeichnet, sondern auch durch das Songwriting und den kompromisslosen Punkrock, welcher Luke uns hier serviert. Poppunk per Excellence eben, welcher direkt Spaß macht und den Zuhörer in seinen Bann zieht: Im Wechselbad aus mittleren- und ungezügelten BPM Bereich getakteten Drums und einer Mischung aus seichteren Pop- und Punkinsrumentalisierung könnte man die Musik von Definitely Not Luke als Cro meets Green Day oder Blink bezeichnen.

Doch Moment mal! Der liebe Luke veröffentlicht auf diesem sechs Titel umfassenden Minialbum gleich direkt einen Song mit stark poppiger Attitüde und zwar mit dem Song Immer ohne hierbei den rockigen Aspekt ganz zu vernachlässigen. Angetrieben von Drumbeats der Marke Roland TR-808 im tanzbaren Tempo kreuzt Definitely Not Luke hierbei einfach Pop Rock mit Retroelektronik und dies kommt verdammt geil aus den Boxen! Gut strukturierte Instrumentalisierung, gezügelte Gitarren vermählen sich mit Klängen der Drummachine und locker aufgetragenen Synthesizern zu einem Mix aus New Wave und Indie Pop. Hierbei ist der Refrain erneut ein absoluter Ohrwurm, der direkt im Gedächtnis hängen bleibt. Es geht um eine Art der inneren Zerrissenheit eines Individuums und auch hier erweist sich Luke abermals nicht nur als fähiger Musiker, der auch Ambitionen beim Sounddesign seiner Songs zeigt, sondern auch als talentierter Songwriter. Als Kompliment gedacht ist hierbei auch der Vergleich mit dem Künstler mit der Pandamaske Cro, denn stimmlich erinnert Luke verdammt an ihn.

Kompromisslos zwischen Indie und Punk ist dann der Rocker Keep Me On. Der englische Titel, ist trotz seines Namens in deutscher Sprache gehalten und hierbei erinnert Luke stark an die Herren DeLongeBarker und Hoppus. Doch Definitely Not Luke ist mehr als die Emulation seiner Vorbilder! Luke überzeugt mit gekonntem Songwriting und interessanten Kompositionen, welche die Ganze EP Calitap zu einem regelrechten Dauerbrenner macht, den man sich gut und gerne auf Repeat anhören kann, ohne dabei Ermüdungserscheinungen zu erleiden, im Gegenteil! Hier macht ein Musiker keine Gefangenen und zielt direkt auf den Nerv des Publikums ab. Waren die vorherigen Songs etwas von Negativität geprägt, ist Bei Dir ein fröhlicher Pop Punkrock Song, welcher nur so von Optimismus strotzt und dem Zuhörer ein gutes Gefühl vermittelt, wobei Luke ein absolut gutes Händchen in jeder Beziehung hat: Songwriting – Herausragend, Komposition – Packend und spannend und Sounddesign – Divers und Ansprechend. Dreampop gibt es dann direkt mit der Einleitung von Gleichgewicht. 

Luke zeigt hierbei was möglich ist und präsentiert ein Potpourri aus traumhaften Synthesizern, treibenden Drumbeats und druckvollen, weichen Bassriffs eine Melange aus traumhafter Musik und einem wunderbaren lyrischen Inhalt. Tiefgründigkeit trifft bei diesem Song auf einen Sound der Traumhaft schön ist und zusammen mit der etwas gemäßigteren Version des Songs im Anschluss auf die klassische den runden, gelungenen Abschluss eines Vielseitigen Albums bietet, dass sich nicht in ein stilistisches Korsett schnüren lässt, aber mit einem prächtigen Klangfarbenkleid-, lyrischer Finesse und einem überzeugenden Sound besticht. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass die gelungene Produktion-, der Mix und das Master dem Ganzen noch die Krone aufsetzt.

Fazit 10 von 10: Herausragender Indie zwischen Punk, Pop und Dream mit lyrischer Hochwertigkeit

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