Demon Mine ist ein interessantes Musikprojekt eines Solokünstlers, der mit seinem neuen Album Flamefarmer ein Konzeptuell interessantes Werk zwischen Electro, EBM und leichten Anleihen des Ambient erschafft. Zu seinen Einflüssen zählen unter anderem Trent Renzor bka. Nine Inch Nails und dies hört man auch deutlich bei der musikalischen Darbietung, welche Demon Mine auf seinem neuen Werk Flamefarmer kreiert heraus! Hierbei ist der Mann hinter dem Projekt für alles komplett im Alleingang verantwortlich und komponiert, sowie produziert die Songs gänzlich im Alleingang. Dies gilt selbstverständlich auch für das Sounddesign der einzelnen Titel. Das Wörtchen Songs ist hierbei jedoch ein wenig weitgegriffen, denn bei Flamefarmer handelt es sich um eine rein Instrumentale Odyssee in die Unterwelt. Ab und an werden einmal ein paar gekonnte Sprachsamples verwendet. An Flamefarmer begann Demon Mine in diesem Jahr zu arbeiten. Hören wir uns also nun dieses Opus mal etwas genauer an. 

Den Einstand zum neuen Demon Mine Opus Flamefarmer gibt der Track Cactus Wind, doch mit klassischem Texas Sound hat das dargebotene musikalische Ergebnis wenig zu tun! Eins ist sicher: Flamefarmer ist eine Odyssee, ein Album welches die volle Aufmerksamkeit des Konsumenten verlangt und diese auch verdient hat. Mit dem Ethnogenre nahen Drumbeats und leicht orientalischen Elementen, die mit düsterer Elektronik gekreuzt werden, kreiert Demon Mine einen Sound, der sich nicht nur durch ein klasse Soundkonzept- bzw. Sounddesign auszeichnet, sondern auch melodisch und kompositorisch überzeugt. Der kurze Track ist eine akustische Reise, welche direkt spaß macht gehört zu werden und dem Genre Goa nahekommt, ohne sich in seiner individuellen Essenz zu sehr darauf zu beschränken. Demon Mine legt auf seinem Album alles mit großer Sorgfalt an und so gleicht kein Titel dem anderen. Die meist kurzen Tracks bieten einen Facettenreichtum und einen starken Abwechslungsreichtum. So ist Twist Top, welches mit einer Spielzeit von unter zwei Minuten doch recht kurz bemessen ist mit einer düsteren und rein elektronischen musikalischen Darbietung ausgelegt, die mit Rhythmischen Dance Beats zwischen EDM und House aus den Boxen kommt seine Rhythmische Grundvorgabe erhält und durch 8-Bit bzw. Bitcrushing Leadsynthesizern überzeugt, die tanzbar aus den Boxen kommen. In seiner Klangkulisse ist dieses tanzbare und kurze Intermezzo eher düster gehalten und weißt Elemente des Industrial auf. Auch hier macht Demon Mine keine Gefangenen und präsentiert einen Track, der zwar in seinen Rhythmuspoarts etwas eingängig ist, dafür aber mit einem tanzbaren Groove überzeugt.

Blown Open kommt mit einer Lo-Fi mäßigen Kulisse der Synthesizer um die Ecke und entfaltet seine Wirkung auch durch einen komplexen, progressiven Drumbeat der sich Komplex aus den Boxen bewegt. Somit ein wenig dem Drum N Bass angesiedelt, setzt Demon Mine hier ebenfalls finstre Töne und erschafft tieftönige Kunst, die düster aus den Lautsprechern kommt. Höchst Experimentell und dennoch mit einem festen Soundkonzept, kann Demon Mine auch hier wieder überzeugen und erschafft auf Flamefarmer (Der Wohl die Seelen der unheiligen erntet) ein Gesamtspektakel, bei dem man zuhören muss um zu verstehen. Hier wird ein absolut stimmiges Konzept dargeboten, dass zu keiner Sekunde eine Art des rumdümpelns, oder gar der Langeweile zulässt. You Wanne Go Outside! präsentiert sich in einem leicht industrial angehauchten Flair und kommt nach einem – nennen wir es mal dämonischen – Intro, dass klingt als wäre Die Mutter der Unterweltskinder zu ihren gehörnten, dämonischen Sprösslingen besonders fürsorglich und schickt sie aus dem Haus.  In einem mid-tempo-drumbeat im 4/4 Takt aus den Lautsprechern, dessen melodisches Grundgerüst im Wesentlichen aus einem Arp-Synthesizer besteht und ein paar Variationen zulässt. Dies kommt tanzbar aus den Boxen. Box Jelly zeigt sich erneut von der ethno-drum-schiene, welche den 4/4 getakteten Drumbeat begleiten, welche druckvolle, wummernde Bässe, sowie ein düsteres „Glockenspiel“ antreiben. Tubular Bells auf Albtraum getrimmt? Könnt ihr haben! Fließend lässt Flamefarmer das Arrangement ineinander übergehen und erzeugt eine schaurig schöne, unheilvolle Stimmung. Nach einer kurzen Einleitung geht es mit dem EBM-lastigen Track Cleft Behind mächtig zur Sache! Schnelle drumbeats, Akkordeonsounds wie aus einem Horrorfilm treffen hierbei auf wobernde saw Bässe, die ein Arrangement preisgeben, dass aufgestückelt wirkt und sich perfekt in die übrigen Titel einreiht.

Extra Life eröffnet mit einem Sampel eines Telefonates, welches sich anhört wie ein Notruf welcher in mächtig Echo untergeht, bevor auch dieser Soundtrack losgeht und eine Art surreale Stimmung aufkommen lässt. Mit verzerrten Sounds einer Gitarre und Orgelsounds wird im langsamen Tempo ein unheilvoller Electrotrack aus den Boxen geschleudert, bei dem das Motto in der Kürze liegt die Würze wohl Pate gestanden hat. Wie bereits an anderer Stelle schon erwähnt, erschafft Demon Mine auf Flamefarmer eine akustische Kunstdarbietung, dessen einzelnen Etappen (Songs) greifend ineinanderübergehen und dennoch kein einziger dem anderen gleicht. 

Mr Midnight zudem es auch gleich eine entsprechend passend geile Videoproduktion gibt, hat Ähnlichkeiten mit dem vorherigen Konzept und verbindet 8-Bit LoFi Sounds, mit Horrormäßigen Glocken- und Orgelsounds, die somit einen gewissen Gruselfaktor aufkommen lassen und leichte Elemente des Noise, sowie des Dark Electro miteinander kombinieren. Auch hier legt Demon Mine wieder ein Kompositorisches Kunststück hin, dass fließend durch den Titel gezogen wird und besonders durch sein Sounddesign glänzt. Das Industrial – EBM lastige Under The Track ist da auch keine Ausnahme und bietet mit druckvollen Bässen und einer satten Palette an Sounds einen im gemäßigten Tempo dargebotenen Horrortrip der besondern Art. Mit Tartarian Templer schließt Demon Mine sein schaurig schönes Album Flamefarmer an und präsentiert erneut im Kontrast zum simplen Bassriffing ein akustisches Leadspektakel, das von langsamen Drumbeats angetrieben wird. Der Soundtrack für einen Satanstempel? Hier haben wir eine mögliche Version!. Die insgesamt zehn Tracks auf Flamefarmer leben durch eine soundtechnische Verspieltheit, intelligentes Composing und ein interessantes Konzept.

Fazit 7 von 10: Dunkler Electro für Fans des EBM, Dark Ambient und Dark Electro! Demon Mine liefert mit dem instrumentalen Konzeptalbum Flamefarmer den Soundtrack für schaurig schöne elektronische Horrorevents. Unbedingt mal reinpfeiffen das gute Stück!

Demon Mine im Netz:

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https://music.apple.com/artist/demon-mine/1515421977

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