1996 also vor nun 24 Jahren, war die italienische Electrokünstlerin Gala mit dem Song Freed From Desire international in den Clubs und den Charts vertreten. Den bis dato erfolgreichsten Hit, hat sich nun der Metalmusiker Ludovic Cutinho aus Frankreich vorgenommen und unter dem Banner seines Soloprojektes Eleandre veröffentlicht. Inspiriert von Industrial Metal Acts wie Nine Inch Nails oder auch Marylin Manson, Rammstein oder den Nu Metallern von Korn, ist sein Sound weitgehend von der Popmusik der 1990er Jahre geprägt. Seinen Töchtern Eleanore & Cassandre gewidmet, ist die Musik von Eleandre üblicherweiße von Psychoanalytischer, symbolischer oder Gnostizismus geprägt. Gala’s – Free From Desire ist eine Metalcoverversion der besonderen Art und um diese dreht sich dieses Review.

Den Song Free From Desire in dieser düsteren, metallischen Soundkulisse zu hören, ist einfach mal etwas anderes! Eingeleitet von epischen und unheilvollen Synthesizertönen, die in ihrem düsteren Sounddesign wirken wie ein Alarmsignal, dass so rüberkommt als müsste der Musikkonsument sich nun auf was gefasst machen, baut Eleandre direkt eine Stimmung auf, welche es in sich hat und teilweise wirkt wie der Soundtrack eines Science Fiction Streifens. Zunächst mit pulsierender Elektronik und einer Bassdrum in Begleitung, sowie dem gleichen Ton, eröffnet Eleandre direkt seine Coverversion und lässt diese somit fließend aufbauen. Sein verzerrter Gesang ist typisch für das Genre und wenn er dann endgültig loslegt, kommt ein Industrial Metal Brett der güte Klasse a auf euch zu! Eleandre haut ein druckvolles Soundarrangement raus, welches eine äußerst interessante Neuinterpretation darstellt. Entgegen dem Original ist die Coverversion im gemäßigten Tempo gehalten. Im Verse klingt Eleandres Gesang tatsächlich so wie der von :Wumpscut: oder Marylin Manson. Mit solider Fingerarbeit, spielt er die Bass und Gitarrenparts ein und haut ein Drumarrangement raus, welches einfach ordentlich scheppert. Ob diese programmiert oder von Hand gespielt wurden, lässt sich hier nicht genau beurteilen. Wie es sich für ordentlichen Industrial Metal gehört, ist hier alles ordentlich verzerrt, was besonders auf den Gesang zutrifft. Dennoch Misshandelt der französische Eleandre das musikalische Erbe von Gala nicht, sondern schafft eine klanglich und konzeptual interessante Coverversion.

Fazit: Fans von Wumpscut, Marylin Manson, die auf Pop-Verballhornungen stehen, sollten sich Eleandre nicht entgehen lassen.

Mehr zu Eleandre im Netz:

Eleandre bei Instagram:
https://www.instagram.com/eleandre_music/

Eleandre bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/eleandre/1512724299

Eleandre bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/39RGaVGCxsfi85qY8AQYDm?si=AWpvIUlJTqSpb4P9ckYoCg

Eleandre bei Deezer anhören:
https://www.deezer.com/artist/67290152

 

Reviews