Der Österreicher ER liefert nach! Nachdem der ambitionierte Künstler im vergangenen Jahr mit dem Album 2020 (2.0) ein fantastisches, deutschsprachiges und kultiges Album, mit Texten, die gewachsen wie der Schnabel rübergekommen sind präsentierte. Liefert er jetzt mit dem nächsten Opus Halbum nach! Halbum ist quasi eine intelligente Wortschöpfung aus dem Wort Halb und Album und stellt laut Angabe von ER ein halbes Album dar. Insgesamt 11 Titel sind es diesmal, welche uns Alfred hier präsentiert und sich stilvoll im eleganten Habitus präsentiert. Zwischen 60ies und Oldies ist diesmal das Konzept und präsentiert stilvolle Songs im „Classy“ Sound. Das neue Werk handelt von normalen Sommern, dem Gefühl des Happy Ends, von UFO-Landungen, Totalüberwachung und vieles mehr. Eine musikalische Widmung an einen verstorbenen Freund von Er ist ebenfalls auf dem neuen Halbum vertreten.

Sommerfeeling kommt mit dem Opener Sommer Für Alle direkt an und präsentiert sich direkt in einem Mix aus Mowton und jazziger und tanzbarer Manier. ER spielt hier erneut direkt zu Beginn ein absolut fantastisches musikalisches Opus nieder, dass sowohl kompositorisch als auch melodisch und hinsichtlich des fantastischen Sounddesigns überzeugt. Im tanzbaren Tempo spielen – thematisch – passend, sonnige Gitarrenakkordfolgen in den höeren Tonlagen, Streicherensembles und leichte Keyboardelektronik ein harmonisch melodisches gute Laune Programm ab und macht direkt klar, dass er immer noch hungrig ist. So hungrig wie auf ein schönes Eis am Sommertag. ER liefert jedoch nicht nur musikalischen Perfektionismus, sondern ist auch lyrisch und stimmlich erneut souverän und lässt direkt zu Beginn seines neuen Albums – Äh Verzeihung, ich meine Halbums seine jede negative Kritik abblitzen, wie dich die schöne Blondine im Bikini an der Strandbar. Inhaltlich frech und mit guter Laune, überzeugt diese Musik „ER„neut und hat bereits zum Einstieg sehr positive Vibes versprüht.

Bei dem funkigen Ursula ist dann endgültig jeder Zweifel beseitigt, dass der liebe ER hier abermals abliefert und zwar zu hundertprozent. Hier geht es um eine Person, die angeblich nur kurz einkaufen wollte, sowie ein wenig Zeit bräuchte und dann plötzlich verschwunden ist. Mit tanzbaren Drumbeats, die ein treibendes Grundgerüst aus warmen und satten Bassriffs antreibt, auf welche Orgelsynthesizer und funkige Gitarren gelegt sind und die allesamt zusammen als Gesamtes musikalisches und akustisches Konzept, einsame Spitze. Die Komposition ist einfach mal wieder absolut fantastisch und wird höchsten musikalischen Ansprüchen gerecht. ERneut hat ER hier einfach nur abgeliefert und präsentiert in einem klassischen Retrosound, ein musikalisches Stück Perfektionismus und auch wenn die Musik sich im ersten Moment echt Retro anfühlt, so is die Produktion dennoch frisch und Modern.

Ein ähnliches Konzept verfolgt das leicht blueslastige Happyendmoment, welches erneut durch musikalische Qualität überzeugt. Hierbei beschreibt ER die Situation von zwei Menschen, die sich nicht unbedingt einig sind – will heißen, Meinungsverschiedenheiten haben und Dennoch: gibt es für die beiden ebend einen Happy-End Moment, auch wenn man daran Zweifel hegen mag. ausgefeilte Kompositionen und Melodiefolgen, hinsichtlich der Rhythmus- und Leadfraktion des Songs, sowie eine ebenfalls sooo gute Klangfarben erneut ein fantastisches Kunstwerk darstellen, die perfekt von dem Gesang von ER begleitet werden. Ja, ER ist teilweise am Schlager-Pop angesiedelt, aber er kann es mit diversen Vertretern des Genres durchaus aufnehmen und spielt so manch einen davon locker gegen die Wand.

Oh Ups hat einen irrwitzigen Text. Wer kennt sie nicht diese Situationen? Von diesen singt ER auf der gewohnt lyrischen und musikalischen Spitzenleistung und kommt diesmal mit einem Acoustic Pop Gewannt, dass mit leichten Einflüssen der Countrymusik versehen ist. Im Viervierteltakt gehalten, ist dies eine flotte und tanzbare Nummer im mittleren Tempo, welche erneut das Talent des ER in den Fokus rückt. Lyrische Perfektion trifft auf musikalische Ausgereiftheit und intelligente Thematik angreichert mit Humor. Willkommen in den 1960ern würde ich sagen, wenn man nicht den erneut fantastischen (mit modernem Inhalt) Songtext folgt: Denn nach 60’s klingt Frag Joe. Doch der Inhalt des Textes ist ein ganz klarer Abgesang an die Digitalisierung des Menschen. Stichwort Gläserner Mensch. Hierbei geht es damit, dass der Mensch seine Persönlichkeit und Intimssphäre für Facebook und andere soziale Medien aufgibt. Doch mit Fühl Dich Umarmt setzt ER ganz andere Akzente, wenn jedoch auch auf das Saiteninstrument nicht ganz verzichtet wird. Hierbei spielt ER eine zärtlich – leidenschaftliche Schlager-Pop-Nummer, die im krassen Kontrast zu den bisherigen Songs steht und für eine gewisse Diversität des Halbums steht. Hierbei widmet ER eine wunderschöne Nummer an eine ihm nahestehende Person. Hierbei öffnet man seine Ohren und somit sein Herz.

Rock ‚N‘ Roll lastig geht es dann mit Comeback weiter, einem Song der fetzig aus den Boxen kommt und stark von Bläsern inspiriert ist. Hierbei geht es um das Comeback einer vergangenen Liebe. Ein Song, den sich viele Leute, die an ihrer Beziehung zweifeln und dennoch am Ende zueinanderfinden. Das hier musikalisch eine erneut fantastische Nummer eingefangen wurde, muss wohl nicht mehr extra erwähnt werden oder? Mit ausgewogenen Arrangements überzeugt das komplette Halbum und auch stimmlich überzeugen sowohl Er, als auch seine Backgroundsänger/innen erneut auf’s neue! Oh Gott oh Gott könnte man zwar auch im positiven Sinne sehen, wie zum Beispiel : ,,Oh Gott Oh Gott“ Was für ein fantastisches Album des Schlagers, das neue Halbum von Er doch ist und das ohne schnulzig zu werden!“ Aber nein! Tatsächlich meint Er dies Wörtlich und frägt sich, ob unserem Schöpfer die Erde und seine Schöpfung egal ist. Dies umschreibt Er erneut fantastisch und zeigt neben der einwandfreien musikalischen Darbietung abermals sein lyrisches und rauchig stimmliches Talent.

Wünsch Dir Was leitet mit Chorgesängen, bluesig-rockigen und jazzigen Arrangements ein. Rock ‚N‘ Roll lastig und auch leicht rockig, kommt Wünsch Dir Was aus dem Stereosystem und liefert inhaltliche Botschaften, bzw. Wünsche, dass man das Leben nicht zu ernst nehmen sollte und stets das positive sehen kann. Natürlich ist das Leben nicht immer ein Zuckerschlecken und schon gar kein Zuckerschlecken. Das jazzige Arrangement wird mit einer bluesigen Leadgitarre abgeschmeckt und kommt mitreißend aus den Lautsprechern. Als nächstes gibt es dann mit dem Alien Dancing weiter. Hierbei kommt ganz klare Science Fiction Thematik auf traditionellen Dance Jazz. Erneut fesselt Er den Künstler und zieht den Zuhörer in den Bann. Zum Großen Abschluss gibt es dann mit Gute Reise Mein Freund ein jazziges Stück, dass erneut von lyrischem Perfektion und mit emotionalem Inhalt besticht. Und mit einem musikalisch erneut fantastischem Song, widmet Er zum grande Finale einem leider verstorbenen Freund diesen Song, den sich jeder hinterbliebende und trauernde einmal zur Gebüte führen sollte. 

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https://www.deezer.com/album/161394242

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