Unter dem Namen HoCo & Mars haben die beiden us-amerikanischen Sänger Akili (Hoco) und Rapper Tre Mars (Mars) sich zusammengetan und erweitern mit ihrer sieben Titel umfassenden Atlas ep das Genre des Hip Hop mit einem einzigartigen Sound, der dennoch die Traditionen des Genres nicht außer Acht lässt. Als die Ashford & Simpson des Hip Hop bezeichnet, schreiben und komponieren die beiden ihre Songs im Alleingang und arbeiten mit einer Vielzahl an Produzenten aus des ganzen Welt zusammen. Hierbei erschaffen sie Musik voller Liebe, Spiritualität und Kreativer Ausdrucksweiße. Dies merkt man dem sieben Titel umfassenden Minialbum Atlas auch durchaus an: HoCo & Mars entführen den Konsumenten der ehrlichen und handgemachten Hip Hop Musik nämlich in ein Abenteuer der unterschiedlichen Phasen der Romantik, der Spritualität und der Existenz an und für sich.

Beim Hören von Exist wird dies direkt überdeutlich. Als die beiden in Begleitung von satten elektronischen Drumbeats, die einen fetten und warmen Bassgitarristen zur Höchstleistung antreiben und leichte Epiano Klänge im Instrumentalpart inkludieren. Kompositorisch und Sounddesigntechnisch wird auf der Atlas ep von Hoco & Mars somit musikalische Topleistung dargeboten, die jedoch in Genretypischer Manier den Fokus auf die Stimmen der beiden Hauptelemente, den Vocals legt. Hierbei legen die beiden Musiker eine gewisse Ruhe an den Tag, zumindest was die Stimme angeht, denn hinsichlich des dargebotenen Rhymes legen HoCo & Mars ihre eigene Messlatte hoch. Im Refrain erinnern die beiden ein wenig an Outcast, während sie mit Smoothness im Verse bestechen. Der poppige Song 2ofUs zeigt direkt eine gewisse Vielschichtigkeit wenn es um den Sound von HoCo & Mars geht. Zwar werden in dem Sound des Projektes eine gewisse typische Erkennung eingebaut, die sich aus miteinander Verwandten Bässen und Drumsounds auszeichnet, jedoch unterliegen die Leadbereiche der Beats einer gewissen Variation. Stark elektronisch klingend ist Eon Vybez der nächste Song, der mit einer schönen Gesangseinlage eröffnet und den Hörer auf ein erneutes akustisches Spektakel vorbereitet, die sich zwischen Hip Hop und gekonnter elektronischer poppigkeit abwechselt. Die Betonung der Drums eher in der Bassdrum liegend, ist der Drumbeat minimalistisch gehalten, was jedoch nicht für den Rest des Arrangements gilt. Cherry Roses liebäugelt mit seiner lässigen und gediegenen Art mit dem Hip Hop der United States of America der 90er und lässt dabei ordentliche R’n’B Einflüsse erkennen, die sich durch die fantastische Gesangsleistung noch unterstützen lässt. Das Oldschoolige Sunflower kommt mit einem Pseudo-Akustik Drumbeat und einem P-Bass Sound im Grundgerüst daher, welcher aufwändig komponiert und gespielt wurde. Orgel und e-clav Sounds unterstützen den (Sprech-)Gesang, der sich mal wieder durch eine gekonnte Darbietung auszeichnet. Etwas latin-jazzig kommt dann Mungu daher, bei dem HoCo & Mars erneut alles punktrichtig machen. Mit dem funkigen Hip Hoper Wndrwrld schließen sie dann dieses Minialbum gekonnt ab und beweisen, dass sie ihr Level konstant oben halten. Wer gerne mal etwas anderes haben möchte – der ist hier bestens aufgehoben.

Fazit 8 von 10: Guter Hip Hop, welcher sich darauf jedoch nicht limitieren lässt sondern voller musikalischer Einflüsse steckt, die sich hören lassen können. HoCo & Mars sind in gewisserweiße wahrhaft einzigartig1 und für jeden zu empfehlen, der mal etwas neues entdecken will!

Mehr zu HoCo & Mars im Netz:

HoCo & Mars (Offizielle Webseite) Store Links:
https://distrokid.com/hyperfollow/hocoandmars/atlas

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