Für viele Musiker ist die Leidenschaft der akustischen Kunstform quasi Lebensaufgabe und fast schon Bestimmung. Künstler leben förmlich für die Musik und liefern über Dekaden konstant in diversen Projekten musikalische Kunst ab. Ein besonderer Fall ist der schwedische Künstler Pekka Lunde, der unter seinem Künstlernamen Pekkanini nun sein neustes Album News From The Past And Other Instrumental Songs auf die Rockgemeinde loslässt. Seit den 1970er Jahren, ist der aus dem schwedischen Gothenburg stammende Künstler unterwegs und hat ab Mitte der 1970er  bis in die 1980er Jahre eine Menge instrumentaler Musikalben veröffentlicht, in Skandinavien getourt und eine Handvoll Album mit der schwedischen Rockband Ensamma Hjärtan (zu deutsch: Die einsamen Herzen) eingespielt. Im Jahr 1982 veröffentlichte Pekkanini, welcher in seiner Laufbahn mehr als einhundert Theaterstücke komponiert hat, sein erstes Soloalbum. Hierbei ist Pekka Lunde ein musikalisch- bzw. Instrumentalistisch vielseitiger Künster, der neben dem Spiel der Gitarre, des Bass oder des Keyboards auch das Theremin beherscht. Dieses Instrument hat eine Schlüsselrolle bei den Alben Theremins In The Jukebox (2012) oder auch Theremin Tunes played in Odd Bars (2013) Im Vergangen Jahr hat Pekka Lunde als Pekkanini sein Album Once Upon A Time in My Town sein letztes Album veröffentlicht, das nun am 11. April mit News From The Past and Other Instrumental Songs seinen Nachfolger erhält. Mit seinen musikalischen Fähigkeiten, die auch in Anbetracht des fantastischen Sounddesigns zu erwähnen wären, hat Pekkanini aka. Pekka Lunde schon so einige Preise abgeräumt. So gewann er 2010 den The People`s Music Award, oder erhielt die Silbermedallie beim letztjährigen Global Music Award.

Am 11. April diesen Jahres präsentiert Pekkanini nun mit News From The Past And Other Instrumental Songs seine insgesamt 47. Veröffentlichung bei welcher er gänzlich im Alleingang die Musik komponiert, arrangiert und produziert, sowie als Sounddesigner tätig ist und mit seinen Fähigkeiten, die ein Zeugnis für sein Talent von der ersten bis zur letzten Sekunde darstellt, erschafft er Musik, die aufregend ist und durch sein Sounddesign stets spannend und aufregend bleibt. Mit dem Opener Greetings From Far Away ist es fast so, als würde Pekka Lunde aka. Pekkanini schnell mal die Geschichte der Rock & POP Musik der vergangenen 50 Jahre revue passieren lassen. Leitet der Song direkt mit einem simplen Drummachine Sound der Marke LinnDrum und Konsorten im gemäßigten Tempo ein, wird dieser Drumbeat mit dem satten Bassriff ein gestandenes Fundament für eine akustische Reise voller impressionen. Gespenstisch und verdammt geil klingt Pekkanini’s Theremin, welches sich mit Glockenähnlichen Synthesizern und einer Menge Effekten abwechselt. Hierbei zeigt der Künstler, dass er voll und ganz auf eine Stimme oder gar lyrics verzichten kann, da er mit seiner Musik schon an und für sich eine Geschichte voller Impressionen erzählt, die sich nicht nur durch sein Sounddesign auszeichnet, sondern auch durch die Fähigkeiten hinsichtlich der Komposition der einzelnen Instrumente und somit die Fingerfertigkeit an diesen. Bei News From The Past And Other Instrumental Songs handelt es sich um höchstgradisch musikalische Kunstwerke, die ein fantastisches Konzept bieten und bei dem die ausgewogenen Arrangements und Sounddesigns eine wichtige und zentrale Rolle spielen. Hierbei ist auch der Titelsong News From The Past And Other Instrumental Songs ein absolutes Beispiel. Auf dem Album ist der Titelsong quasi die zweite Nummer und besticht mit einem elektronisch angetriebenen psychedelischen Sound aus hall Gitarren und warmen Bässen, sowie einigen Synthesizern, die einfach nur retro klingen. Die Drums wurden hierbei bewusst etwas dünn produziert, aber dies macht nichts, da es offensichtlich so gewollt ist und hinsichtlich des Sounddesigns gibt es bekanntlich kein Right und kein Wrong. Das gewisse Extra zu dem Klangkosmos gibt dann noch das Theremin her, welches dem ganzen eine abgespacte Athmossphäre gibt und erneut mit absoluter Leidenschaft und Präzision eingefangen wurde. Pekka Lunde ist ein musikalischer Meister, der ein Händchen für spannende Instrumentals hat, die vor allem durch eine fantastische Fingerfertigkeit und die Palette an verschiedenen Sounds lebt.

Doch auch für eine Überraschung ist Pekkanini gut, so ist der Titel (A Short Song About) Making Plans. Diesmal von einer rockigeren Natur geprägt, ist ein akustisches Schlagzeug die treibende Kraft, welche mit mächtig Druck aus den Boxen kommt und zusammen mit dem smoothen Bass die Basis für bluesige Rockgitarren und das Therimin bieten. Nach weniger als einer Minute ist der Song schon zuende, gerade als Pekkanini ein hammerhartes Solo seiner Gitarre raushaut und so geht diese Nummer nahtlos in den dreiteiler Take A Walk / Pass A Monastery / Hop On A Bus das sich äußerst expermentell präsentiert und mit einem synthesizersound und Chorgesängen sowie percussiven Elementen der Marke TR-808 eingeleitet wird um dann von einem fetten Synthbass und einer TR-808 Drummachine begleitet zu werden. Im Leadbereich wechselt sich der Chorsynth mit der Leadgitarre von Mastermind Pekka Lunde ein. Und natürlich fehlt auch hier sein Theremin nicht, welches in Symbiose mit dem Chorgesang baldigst gespielt wird und sich mit den verzerrten E-Gitarren abwechseln. Im dritten Akt des Songs, wird dann zu dem Arrangement ein typischer 80’s Leadsynth eingebaut, bevor es nochmal mit der Anfangssequenz + spooky theremin weitergeht. I Remember Afternoons begleitet das Theremin mit einer klassischen Pianoklangästhetik und warmen, voluminösen Bässen und gibt ab seinem Beginn einen warmen, träumerischen Aspekt in der Musik von Pekkanini. Dieser wird auch noch beigehalten, als weitere Synthesizer in dem Arrangement zum erklingen bringen und kompositorisch-melodische Kunst zum Besten geben, in die man sich gebannt hineinfühlen kann. Hierbei ist auch das mit düsteren Klangfarben realisierte, rockige Stick Magnificant Earth, zu dessen Arrangement neben dem Theremin, auch eine tiefe Gitarre und ein Bass, sowie einige Synthesizereffekte gehören. Den Takt gibt bei diesem Tempo im langsamen, gemäßigten Tempo eine Roland TR-909 an. Kompositorisch und sounddesigntechnisch hat Pekka Lunde sich hier gesteigert und lässt ein mystisch-düsteres Klangambiente auf seine Hörerschaft los, das kompositorisch genauso beeindruckend ist, wie auch soundtechnisch. Nachdem Gitarrenlastigen Intermezzo (A Short Song) About High Flying Thoughts geht es dann mit den Tracks  Solo Dance und That Old Evening Game in den leicht sinistren elektronischen Endspurt, mit einer Menge an Soundvariation beispielsweise düstere Orgeln, bevor es dann mit Ten Days Of Wonder in die finale Runde geht, die zu guterletzt mit dem Titel (A Short Song) About Promise das Album abschließt. Eins ist sicher Pekka Lunde aka. Pekkanini ist ein Meister in seinem Fach!

Fazit 10 von 10: Aufregende Reise durch akustische Welten (TOP!)

Mehr zu Pekkanini im Netz:

Pekkanini die offizielle Webseite:
http://www.pekkanini.se/

Pekkanini bei Facebook:
https://www.facebook.com/PekkaLunde

Pekkanini bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/album/37Vi80JeSvJCdWlLbQqGEe

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