Mit seiner Debütsingle Hello, konnte der Sänger und Musiker Kenny K. Low nicht nur die Redaktion von She Wolf überzeugen, sondern hat sich damit auch in die Herzen von einer Vielzahl an Liebhabern, ehrlicher und handgemachter Musik gespielt. Kein Wunder, denn so meisterte der in Amerika aufgewachsene und seit seiner Kindheit musikalisch begabte Sänger und Musiker die Disziplin ein Cover perfekt neuzuinterpretieren, ohne jenem Song dabei die Seele zu rauben (She Wolf berichtete). Nun meldet sich dieser dynamische Performer zurück und präsentiert mit When Love Remembers eine gekonnte Neuinterpretation von Pop und Rock Klassikern, welche von den 1970ern bis in die 2010er Jahre in jedermanns Ohr waren. Hierbei meistert Kenny K. Low die Herausforderung, Songs detailliert neu zu interpretieren und ihnen dennoch einen ganz eigenen, neuen Spirit zu verschaffen. Kurz Um. Er haucht den angestaubten Klassikern neues Licht ein. 

Schon mit dem Opener Hello, im Original von Lionel Richie erschaffen, konnte Kenny K. Low überzeugen und stellte unter Beweis, dass er nicht nur das technische Know How hat, einen Song zu Covern, sondern auch eigenes Talent und Herzblut darin stecken. Alleine seine Neuinterpretation des Lionel Richie Klassikers, konnte bei uns eine volle Wertung erlangen. Mit seinem Cover zu When You Say Nothing At All, welches im Original von den Boyzone Sänger Roanen Keating kreiert wurde, kann Kenny K. Lowgenau diesen Eindruck aufrecht erhalten und erschafft eine Coverversion, welche sich nicht vor dem Original verstecken braucht. Einleitend mit einer harmonischen Akustikgitarre, welche unter Beimischung von einigen Synthesizerflächen etwas aufgelockert wird und richtig den Raum erfüllt, begleitet Kenny K. Low’s Stimme auf harmonisch und raumergreifende Art und Weiße. Hier merkt man erstmals, dass Kenny K. Low ein stimmliches Talent ist und auch mit minimalistischer Instrumentalisierung bestehen kann. Erst der Refrain, baut eine musikalische Wand auf, welche den ganzen Raum erfüllt. Kenny K. Low und seine Band, haben dem Roanen Keating Song eine fabelhafte und tadellose Neuinterpretation gewidmet, welche gekonnt umgesetzt wurde und sowohl für Talent bei den Musikern, als auch bei dem hier tätigen Sänger steht. Soundtechnisch sind die Neuinterpretationen zum einen auf einem modernem Level und zum anderen am Original gehalten. Sie wirken keineswegs wie billige Kopien, denn hier hat sich jemand ernsthafte Gedanken über die Realisierung des Projektes gemacht. Dies ist auch deutlich bei Crazy vernehmbar, welcher aus der Feder von Namensvetter Kenny Rogers stammt. Mit musikalisch liebevoller Ästhetik, weiß Kenny K. Low auch bei diesem melodischen Popsong zu überzeugen. Eine den Raum erfüllende musikalische Landschaft erfüllt bei dieser Neuinterpretation den Raum und besticht durch leichte Keyboards, welche seicht im Lead- sowie als Flächendeckende Lösung im Background verwendet werden, welche zusammen mit der druckvollen Bassgitarre zum einen die Stimme von Kenny K. Low und zum anderen die bluesige, leicht verzerrte Gitarre zum tragen bringen. Das perfekt Nachempfundene original kann im Vergleich schon durch sein ausgewogenes Arrangement und den gekonnten Einsatz einzelner Elemente, d.h. Instrumente und Melodien glänzen und auch dieser Aufgabe, ist Kenny K. Low deutlich gewachsen. 

Mit dem Barry Manilow Klassiker Even Now führt Kenny K. Low sein musikalisches Geschick direkt fort und präsentiert eine Neuinterpretation des 1978 erschienen Klassikers, welcher in seiner grundliegenden Essenz, mit dem Orginal mehr als mithalten kann. Freilich klingt die Neuinterpretation von Kenny K. Low moderner und frischer, doch sie fängt den Spirit von Legende Barry Manilow perfekt ein und stellt eine wunderschöne Hommage an den Ballad-Klassiker dar. Mit Streicherflächen im Hintergrund, Pianoakkordfolgen, leitet der Song ein. Warme und kräftige Bassgitarren begleiten Kenny K. Low’s liebevollen Gesang, welcher im Refrain zusammen mit den mit der Instrumentalisierung zu einem brachialen Klanggebilde wird, dass den Hörer in seinen Bann zieht. Liebevolle Leads der Akustikgitarre, lockern das Arrangement auf und sorgen für das gewisse Etwas, welches im Refrain mit einem guten Backingchor vollendet wird. In der Machart stark in Richtung Ballade gehend und durch die angezerrte Leadgitarre aufgelockert, ist auch der ruhige Song I Fall Over Again von Dan Hill. Diesmal musikalisch leicht minimalistischer gehalten als die vorherigen Song, meistert Kenny K. Low auch hier wieder eine Coverversion auf musikalisch und stimmlich gekonnter Manier. Mit She Believes In Me hat Kenny K. Low eine weitere Kenny Rogers Coverversion im Gepäck, welche durch seine Leadgitarre eine ganz leicht bluesige Note erhält. Auch hier kann man Kenny K. Low für die grandiose Neuinterpretation nur loben. Der Gitarrenlastige Song, besticht durch den Klang einer Konzertgitarre, Streicherelementen  und leichte Pianos und hat mit seiner liebevollen musikalischen Umsetzung, das Potenzial den Hörer in andere Welten eintauchen zu lassen. Wie auch bei dem Original ist die instrumentale, sowie stimmliche Umsetzung wieder von hervorragender, sorgfältiger und talentierter Qualität. Mit Still hat Kenny K. Low  eine weitere Coverversion von Lionel Riechie auf seinem Album When Love Remembers, welche den Ansprüchen und dem musikalischen Perfektionismus von Kenny K. Low und seinen Musikern in nichts Nachsteht. Klassische Streicherensembles, orchestrale Elemente leiten den Song zusammen mit dem weichen und eindringlichen Gesang von Kenny K. Low ein. Der Song kommt mit einer orchestralen Instrumentalisierung aus den Boxen, die durch ein elektrisches Clav. zur Auflockerung kommt. Cello und Geigenfanfaren, sind hier allgegenwärtig und bringen einen langsamen Song zum tragen, der mit viel Gefühl und Herz neuinterpretiert wurde. Ebenso in einem ähnlichen Jargon kommt dann Lady aus den Boxen. Was zunächst durch den Einsatz eines Saxofons seine ersten Sekunden erlebt, wird in Begleitung mit Kenny K. Low’s erstmal ein sehr ruhiger Titel, welcher hauptsächlich durch den Gesang zum Ausdruck kommt. Saxophonklänge sorgen hier und dort für die Auflockerung des Arrangements, was sie auch nach der Einleitung tun. Kenny K. Low und seine Band spielen hier ein ausgezeichnetes Arrangement nieder, dessen musikalische Realisierung und dessen Melodien es verstehen, den Musikkonsumenten mit zu ziehen mit einer Leidenschaft, wie man sie sich bei Coverversionen nur wünschen kann. Ordentliche Streicher bilden den Anfang von A Thousand Years, der 2011 von Sängerin Christina Perri in seinem Original veröffentlicht wurde. Auch hier machen Kenny K. Low und sein Team keine Gefangenen und erschaffen eine Coverversion, welche sich nicht nur durch eine sorgfältige Kopie auszeichnet, sondern auch die Seele und das Herz des Originals in die Gehörgänge des Musikkonsumenten zu transportieren weiß. Die üblichen Elemente kommen bei dem Song, welcher bereits in den Twilight Filmen verwendet wurde zum Einsatz. Kenny  präsentiert hier eine Coverversion, welche Gänsehaut verursacht. Musikalisch liebevoll realisiert und nicht von minderer Qualität, ist auch der Titel Truly, welcher den Hörer direkt packt. Zum Abschluss gibt es dann noch das leidenschaftlich klingende Sometimes When We Touch. Die Dan Hill Coverversion erhielt ebenfalls eine liebevolle musikalische Realisierung, welche sich unter Hinzunahme von elektronischen Pianoklängen, Saxophon und weiteren Elementen in die Herzen der Musikfans einschließt. Mit einer erneut liebevollen musikalischen Umsetzung, hervorragender Produktion und stimmlicher Leidenschaft, schließt Kenny K. Low sein Album ab und macht aus dem ganzen eine Runde Sache

Fazit 10 von 10: Fans des Kuschelrock und Jene, die auf ehrliche und liebevoll gemachte Musik abfahren, dürfen diesen ambitionierten Interpreten mit dem Namen Kenny K. Low auf KEINEN FALL ignorieren. Er schafft es die Balladen seiner Idole derart herausragend, emotional und liebevoll neu zu interpretieren, dass sie den Originalversionen an vielen Stellen ebenbürdig sind. Fans des Pop, Ballad und Softrock sollten diese Scheibe unbedingt anhören!

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