Mit seinem inzwischen vierten Full-Lenght Album Learning To Love begibt sich der in Mineapolis (USA) lebende Musiker, Musiklehrer, Tierfreund und naturverbundene Mann mit Namen Casey Frensz auf eine sprituell geprägte, musikalische Entdeckungsreise, auf die er den musikbegeisterten Menschen nur allzugerne dazu einlädt, ihn zu begleiten. Seit seinem achten Lebensjahr, ist Casey Frensz nun schon musikalisch Aktiv und lernte seit dieser Zeit das spielen von über zwanzig (!) verschiedenen Instrumenten. Seine Alben sind von konzeptuell hochwertiger Natur und kommen akustischen Expeditionen gleich, die man erlebt haben muss. Seine Fanbase kontinuierlich erweiternd, hat Casey Frensz seitdem er als Musiker aktiv ist zum einen unzählige Konzerte gespielt und zum anderen mehrere Veröffentlichungen getätigt. Als Solokünstler, der hierbei jedoch auch die Unterstützung von diversen gleichgesinnten Mitmusikanten  in Anspruch nimmt, hat er den Grundstein mit seinem Debütalbum Senior Rectical im Jahr 2014 gelegt. 2017 folgte sein zweiter Longplayer Spiral, ein Jahr darauf Identity Games und vergangenes Jahr (also 2019) die EP Meditation On A Tone. Nun ist Casey Frensz mit seinem aktuellen Longplayer Learning To Love zurück und veröffentlicht ein Opus zwischen Blues Rock, Bluegrass, Folk Rock und Psychedelic Rock. 

Nebst dem instrumentalen Multitalent Casey Frensz, der nebst seiner Tätigkeit als Sänger, Arrangeur und Songwriter sowie Produzent – auch den Synthesizer, sämtliche Blasinstrumente wie das Tenor-Saxofon zum erklingen bringt, spielen auf Learning To Love auch folgende Musiker eine entscheidende Rolle: Marcus Bell, der für die Backing Vocals und die Gitarre zuständig ist, George “Dr. Funkenstein” Moye der für die Schwingungen der Bass-Saiten verantwortlich ist, „Captain“ Alin Kirk, welcher den Kurs auf der Reise des musikalischen Ozeans mit seinem Schlagzeug-spiel konstant beibehält und vorgibt, der Backingvocalist und Tomporin zum klingen bringende Reid Ziolkowski und last but not least der alt-sax blasende und fingernde Mike Arcenaux.

Mit einer Spielzeit von über 26 (!) Minuten empfängt uns Casey Frensz auf eine mystische Reise in Form des Openers Black Hole, der zunächst von leucht psychedelischer Natur gehalten ist und mit gekonnt effektiv eingesetzten perkussiven Elementen einsetzt, ehe er dann in einem Regenfeuer aus Schellen, und Becken, die im konstant gleichen Rhythmus gehalten sind, ein dem Genre Ethno Nahes Ensemble aus beeindruckenden Bläserinstrumenten zum besten gibt. Als dann der Ethno-Drumbeat welcher stark auf den Einsatz von Bongos, Toms und ähnlichem derartigem Setzt einsetzt, wird sofort ein musikalisches Kunstwerk erschaffen, dass eine ganze Welt in den Köpfen des Konsumenten erzeugt und in welche man sich nur allzugerne hineinverliert. Komplexe Drums treffen hierbei auf eine perfekt Inszinierte Instrumentenführung, welche nicht nur ein hohes Maß an Kreativität, sondern auch an musikalischem Talent preisgibt. Ab einer Spielzeit von 3 Minuten und 30 Sekunden schwenkt der Song dann plötzlich um und geht in seinen nächsten Akt über. 

Corey Frensz und seine Gefolgschaft verwandeln das Arrangement von Black Hole von packend, spannenden Ethnosound, ab diesem Zeitcode einen Retro-Rock Song, der tatsächlich den Klang von aus einer früheren Epoche der Rockmusik repräsentiert und ihn trotzdem auf eine moderne Art und Weiße rüberkommt und nun bleibt einem die Spucke weg! Sowohl Gitarristen, als auch Bassist spielen ein gestandenes Rockbrett von ihren Saiten runter, das vom Drummer zielstrebig und flott transportiert wird. Corey Frensz hört man hier das erste mal Singen und endgültig hat man den Beweis, dass der Mann auch am Mikrofon ein absolutes Talent ist. Black Hole verkörpert hier einen Rocksong im Retrosound, der nicht nur durch sein absolut fantastisches Arrangement und die Leistung der Musiker nur so vor Energie strotzt, sondern auch durch sein höchst experimentelles, rockiges Flair, bei dem der Hörer auf eine Odysee mitgenommen wird, die man am besten mit geschlossenen Augen und beiden offenen Ohren genießt. Denn nicht nur, dass der Opener Quasi aus mehreren Kapiteln besteht, Black Hole ist wie eine Rockoper zu verstehen, dass bei rund Sieben Minuten und sechs Sekunden Spielzeit wieder in seinen Soundkosmos zurückfällt und hierbei fantasievolle Klanglandschaften macht, die sich bei dem fantasiebefähigten Musikhörer in Form eines interessanten Kopfkinos bemerkbar macht. Nach einer leicht melancholischen Stimmung, kommen die verzerrte Stromgitarre, Synthsounds und leicht Alptraumhafte arrangements zum besten, die wirken als wäre eine Idylle in ein Wasteland umgewandelt worden (nur um es mal sinnbildlich zu umschreiben) Tieftöniger Rock macht das Arrangement dann daraufhin aus und wird konstant auf hohem Niveau dargeboten. Eine echte Form des Fantasy-Rock eben, der sich nicht zurückhält und majestätisch aus den Boxen kommt. Natürlich fehlt hier auch ein aufwändiges GItarrensolo nicht und bildet in diesem Fuzzy Rock Arrangement eine Art Abwechsendes Element zu den Finger- und Blasfertigkeiten der Blasinstrumenten. Hier wird absolut akustische Kunst von wahrlichen Könnern erschaffen, die es in sich hat. Nach diesem Ausflug geht Casey Frensz wieder zu dem ursprünglich Konzept mit einfühlsamen Vocals zurück und macht aus Black Hole quasi einen progressiven Song, der direkt in seinem Arrangement genau dies verkörpert. Diese Wiederholungen tauchen stets wieder auf und geben so eine Art Gravitationspunkt, der einem stets wie ein schwarzes Loch zurück an sich zieht. ,,Its hard to easy let you go“ ist hier nicht nur eine gekonnte Umschreibung im Text, sondern auch metaphorisch treffend für das künstlerisch hochwertige Arrangement des Songs.

My Drum ist die zweite Runde auf Learning To Love und kommt mit einem retro-Indie-Rock Arrangement um die Ecke, die mit mächtig Fuzzgitarren, ordentlicher Melodieführung und qualitativ hochwertigem Compsing und Arrangement, sowie ebenso hervorragenden Songwriting überzeugen kann. Aufwendig und Komplex wird hier ein grooviges Funk-Rock Spektakel zum besten gegegeben, dass sofort überzeugt und ins Ohr geht. Casey Frensz ist ein musikalischer virtuose der es schafft perfekte Songs zu Komponieren, zu Arrangieren und präsentiert hier mit einer Fülle an Sounddesigns und Templates einen Groovigen song, der sich gewachsen hat. Natürlich dürfen hier die bombastischen Solos von Gitarren, Sax und Trompete nicht fehlen und setzen dem ganzen die Krone auf. 

Zum nächsten – Titelsong Learning To Love hat Casey Frensz gleich ein kunstvolles Musikvideo im D.I.Y-Stil erschaffen, das interessant anzuschauen ist. Kunstvoll ist auch hier das Stichwort, denn mit dem Song wird wiedereinmal Kunst in akustischer Form geboten, der sich diesmal von einer sanfteren, liebevollen Seite zeigt. Wenngleich auch der rest des gleichnamigen Albums für musikalische Liebe zum Detail steht, ist das mit warmen Bässen und gemächlichten Drums unterlegte Song ist dem Folk bzw. Pop angelehnt und kommt von musikalischer Hochwertigkeit. Ab einem dreiviertel des Songs, werden die Drums kurz schwergewichtiger und treiben für einen kurzen Moment ein Spiel von Trompete und Sax an im Lead des Arrangements, bevor der Song kurz darauf wieder in sein liebevolles Arrangement zurückwechselt bevor er ausklingt.

Mama Shakin‘ it ist ein weiterer Song, der mit psychdelischer Gitarrenführung und beckenbetontem Drumming einleitet, dass zusammen mit einigen instrumentalen Impressionen einen Spoken Word Part einleitet. Plötzlich nach einem Break mit energischer Stimme, kommt der gewohnt perfektionistische Rocksound, diesmal aber nicht heavy sondern eher akustisch und fröhlich aus den Boxen und macht aus diesen Song zu einem Zeugnis davon, dass Casey Frensz ein absolut talentierter Musiker ist, welcher auf die Bühnen der Welt gehört! Kein Song auf Learning To Love gleicht dem anderen und dennoch bilden sie ein in sich zur Gänze geschlossenes Konzept, bei welchem der Musiker und seine Leute merklich gedanken um die Konzeption und Realisierung gemacht haben. Always Gonna Be Here kommt mit einem Countrymäßigen, verzerrten Spiel der bluesigen Stromgitarre aus den Boxen und bietet somit eine nicht minder impressionsbehaftete Einleitung, die wenigspäter mit nichts anderem als dieser Fuzzy Gitarre die von Casey Frensz solide gespielt wird, wird sein Gesang begleitet, der hier einen Titel im bluesigen Singer & Songwriter-Akzent und verglichen mit dem restlichen Material von minimalistischer Natur zum besten gibt. Auch hier gibt der us-amerikaner wieder Seele und musikalische Leidenschaft hinzu unr präsentiert einen Song, welcher das Qualitätslevel hoch hält.

Alles andere als Katzenmusik! – Casey Frensz ist nicht nur ein tierliebhaber, sondern auch liebhaber der anspruchsvollen und Konzeptuell einzigartigen (Rock)Musik

Bei dem finalen Song Everybody Needs Friends, der eine äußerst positve Messange verkörpert, involviert Casey Frensz die oben involvierten Personen und bringt einen funkigen Rocksong zum besten, der stark an die Red Hot Chilli Peppers erinnert. Auch hier wieder mit absolut aufwendigen und dem Perfektionsmus sich bedienenden Bass- und Gitarrenmelodiefolgen, die mit dem hellem Gesang und mächtig groove aus den Boxen kommt und den gelungenen Abschluss zu einem hervorragenden Album abschließen. Hier wird musikalisch konstant hohes Level dargeboten und jeden Zweifel daran weggeräumt, dass Learning To Love ein atemberaubendes, fantastisches und konzeptuell hochwertiges Album ist, das nicht nur von musikalischen Vollprofis und Talenten realisiert wurde, sondern auch noch ordentlich produziert wurde. Case Frensz, der weitgehend selbst dafür verantwortlich ist, ist schlicht und ergreifend gesagt ein musikalisches Genie! Einziger Wehmutstropfen? Die Gitarren könnten manchmal etwas präziser sein. Dies täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass Freunde der anspruchsvollen Rockmusik, die einfach mehr wollen, sich dieses Album unter keinen Umständen entgehen lassen sollten.

Fazit 10 von 10: Qualitativ Hochwertige musikalische Kost zwischen Psychedelic Rock, Folk, Experimental und prog. Rock. Wer hier nicht zuschlägt, verpasst was! – TOP!

Mehr zu Casey Frensz im Netz:

Casey Frensz – Die offizielle Webseite:
http://www.caseyfrensz.com/

Casey Frensz bei Facebook:
http://www.facebook.com/caseyfrenszmusic

Casey Frensz bei Bandcamp: (Hier gibt’s das Album gratis):
http://www.caseyfrensz.bandcamp.com/

Casey Frensz bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/casey-frensz/1435673718

Casey Frensz bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/3bhIpDeaBKe7vzcNNlHRZd

Casey Frensz bei Deezer anhören:
https://www.deezer.com/artist/51115092

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