Der heutige Künstler ist anders und aufregend! Michael Guardian. Der Mann welcher hier zu Werke ist, hat das Sounddesign und die Erschaffung fremder klanglichen Welten einfach nur drauf und präsentiert seine Musik nicht einfach nur nach einem Schemata-F, sondern erschafft akustische Werke, in welche sich der Zuhörer regelrecht einfühlen muss, um das Ganze zu verstehen. Schöpfer der Elektronischen Musik müssen sich gleich in vielerlei Hinsicht beweisen. Nicht nur kompositorisch müssen sie den Nerv ihres Publikums treffen, sondern auch als Sounddesigner Beweisen. Diese beiden Fliegen schlägt der heutige Künstler Michael Guardian mit einer Klappe! Nicht nur, dass er sich im Bereich des Sounddesigns einfach nur als Klangwunder outet, auch melodisch und kompositorisch seine Zuhörerschaft auf eine magische musikalische Reise mitnimmt. Da es sich hierbei um einen Spotlight Artikel handelt, möchten wir uns seinem Werk in einer möglichst gesonderten Form genauer widmen und uns einen Song nach dem anderen vornehmen, sowie die in die musikalische Welt des Michael Guardian eintauchen.

 

Runde Frei für Grunge! Mit einer düsteren Synthesizermelange, die besonders sich im Bassbereich hält und mit einem Flangeeffekt ausgestattet ist, eröffnet Michael Guardian diese Nummer, die im zügigen Tempo und durch einen minimalistischen Drumbeat auszeichnet, der im zügigen Tempo gehalten wurde und von nichts anderem als einer Bassdrum besteht. Hierbei spielt der Soundmagier mit einer ordentlichen Palette an verschiedenen Klangfarben, mit welchem er dieses experimentelle Klangspektakel zum Ausdruck bringt. Sicher ist die Musik des Michael Guardian nicht jedermanns Sache, aber Liebhaber der experimentelle Elektroherd wird hier sicher einen Gefallen dran finden. Michael Guardian zeigt sich in einem progressiven Flair und liefert musikalische Kompositionen, deren Wirkungsgrad sich durch ihr avantgardistisches Klangbild auszeichnet.

Direkt in die 1980er Katapultiert Michael Guardian seine Zuhörer mit diesem Stück, welches er From The Vault Guitar Synth nennt. Ein wenig erinnert das Sounddesign dieses Titels schon stark an Künstler wie Vangelis, ohne hierbei jetzt einen (gewagten) Vergleich ziehen zu wollen, aber angetrieben von progressiver Rhythmik, die einen leichten Ethnocharakter besitzt, spielt Michael Guardian hier ein hammer Stück, welches zum einen durch eine eingängige Bassline und gut strukturierte Drums auszeichnet. Hauptaugenmerk liegt bei diesem Werk direkt auf der Klangästhetik des für den Leadpart zuständigen Synth. Und diese Nummer klingt durch die Bankweg wie eine Zeitreise in die glorreichen 1980er Jahre und zwar Durch und Durch! Michael Guardian, welcher selbst seit 1988 in der Musikbranche Aktiv ist, zeigt hier mit Fingerfertigkeit und Leidenschaft, was er drauf hat und dies hört man von den ersten, bis zu den letzten Takten des jeweiligen Songs. In seinen Kompositionen verzichtet Michael Guardian gänzlich auf Vocals und lässt diese Rolle des Frontpart lieber sein Leadinstrument zum Ausdruck bringen und dies kommt gerade bei From The Vault Guitar Synth verdammt cool rüber.

Mit seinem musikalischen Werken beweist Michael Guardian, dass er nicht nur ein verdammt guter und zurecht anerkannter Komponist ist, sondern dass er musikalisch auch so einige Qualitäten zu bieten hat.

Auch der Titel Still ist hierfür ein Zeugnis und zeichnet sich durch einen gewissen Abwechlungsreichtum aus. Denn Still kommt eher in einem Ambientflair aus den Boxen und bietet somit zur Abwechslung ein ruhiges und mentales Stück zur Entspannung, wobei das ganze Arrangement erneut ein wenig an Vangelis erinnert, zumindest vom Feeling her. Mit mystischen Sphären, welche den Hintergrund zieren, sorgt Michael Guardian für ein düsteres Sounddesign, welches dann im Leadbereich von einem leichten, eingängigen aber interessanten Sounddesign begleitet wird. Michael Guardian schafft es auch bei diesem minimalistischen Stück dafür zu sorgen, dass der Konsument, welcher diesen Tönen lauscht die Welt um sich herum ausblendet. Ohne sich zu sehr aus dem Fenster lehnen zu wollen, erinnert diese Komposition des Michael Guardian ein wenig an den Soundtrack von Blade Runner.

Fazit 8 von 10: Überdurchschnittlich gutes Werk eines wahrhaft experimentellen Elektro-Pioniers.

Mehr zu Michael Guardian im Netz:

Michael Guardian bei Soundcloud:
https://soundcloud.com/michaelguardian

Michael Guardian bei Youtube:
https://www.youtube.com/channel/UCfGkxLmrzJ0sJYJAMO50umA

Experimental Music