Seit 2014 ist das griechische Musikprojekt Paranoia’s Broken Machine nun schon Aktiv und steht seitdem für eine experimentelle Mischung aus Industrial, Dark Electro und Synthpunk. Mit Melting Screams veröffentlicht das Projekt bereits im November 2019 sein Debüt-Full-Lenght über das Label Toxic Fly, welches früher unter dem Namen Art Of Planet aktiv war. Mit einer düsteren Grundstimmung kommt Melting Screams aus den Lautsprechern und ist somit der perfekte Soundtrack für den elektronischen Teil der schwarzen Szene. Der Opener No Sense Makes Sense ist von einer starken Industrial Klanglandschaft geprägt und eröffnet mit entsprechenden Drumbeats, sowie düsteren Synthesizern im leicht progressiven Flair. Im mittleren Tempo gehalten, bildet der Soundtrack einen vernünftigen Einstieg auf das Album, bei dem Paranoia’s Broken Machine eine gewaltige und brachiale Stimmung aufkommen lassen. Happy People, Fuck You! ist direkt für den Dancefloor der Szeneclubs gedacht. Paranoia’s Broken Machine gibt hier einen Track zwischen Dark Electro, EBM und Industrial zum besten, der es in sich hat. Mit druckvollen Bässen, harten Drums und einem Sprachsample bildet das Projekt direkt eine grundliegende alptraumhafte und düstere Basis, die vorallem durch die Synthesizer glänzt. Kompositorisch und auf das Arrangement gemünzt, macht Paranoia’s Broken machine eine hervorragende Figur. Dies trifft auch auf Stücke wie dem langsamen und fast schon Ambientlastigen, aber schaurig-düsterem Forest Playground zu, dass mit seiner ruhigen Angehensweise und einem äußerst interessanten Konzept besticht.

Kompositorisch ebenso einwandfrei und voller Ideenreichtum steckt auch der nächste Titel A Page Of Madness, der mit düsteren Synthesizersphären und maschinellen Leadsounds sowie einem komplexen Ethno-Drum-Arrangement einleitet, ehe sich der Song mit einem druckvollen Bass fließend aufbaut und sich zu einem härteren industrial-Sound entwickelt, der episch aus den Boxen kommt. Mit spielerischer Finesse schaffen Paranoia’s Broken Machine es ihre weitgehend instrumentalen Titel auf eine gekonnte Art und Weiße spannend zu gestalten und den Hörer in ihren Bann zu ziehen. Wohingegen sie bei dem Electro Goth Garanten Working Slaves eine etwas gedrosseltere EBM Richtung einschlagen, die sich perfekt für die Tanzflächen eignet. Ein wenig muss man hier an :Wumpscut: denken, an welchen der düstere und futuristische Sound auf Melting Screams erinnert. Das Alptraumhafte Industrial Stück Liar macht hierbei auch eine hervorragende Figur und verbreitet ebenso gekonnt eine sinistre Stimmung wie die anderen Titel auf dem Opus. Teilweise sind die Tracks doch schon sehr in die Länge gezogen, dies macht jedoch hinsichtlich des kompositorischen Könnens des Musikers nichts.  Gravity ist ein weiteres Stück, dass die Diversität von Pandoria’s Broken Machine aufzeigt. Ein hypnotischer Gesang, der zusammen mit einigen Elementen im Leadbereich an das Genre Ethno erinnert, eröffnet den nächsten Titel aus der Alptraummaschine, der mit seinem industrial-lastigen Drumbeat müde Geister aufweckt. Hier wird der Fokus im melodischen Bereich ganz klar auf die Vocals der hier gefeaturten Frau gelegt. Tanzbar geht es dann mit Bazaar in die vorletzte Runde. Eingängige Leadsynthesizer und minimalistische TB-808 Drums bilden zusammen mit einem simplen Bassloop die Basis. Vorhin direkt angedeutet, hören wir hier Ethno Klänge aus tausend und einer Nacht von einer Frau gesungen, die zusammen mit dem elektronischen Arrangement einen wahsninns Effekt ausmachen. Fließend baut sich das Arrangement der durchaus Tanzbaren Nummer auf und präsentiert einen Fluss des Arrangements, der runtergeht wie Öl. Mit Nevermore wird dann der Abschluss von Paranoia’s Broken Machine’s Debütalbum Melting Screams dargeboten, der mit einigen psychotischen Synthesizereffekten, soundeffekten und einem interessanten Arrangement aufwartet. Dieser Abschluss ist eher ein experimenteller Titel, welcher sich wie ein abschließender, runder Soundtrack anfühlt.

Fazit 8 von 10: elektronischer Gothic gibt es wie Sand am Meer. Mit Melting Screams haben Paranoia’s Broken Machine jedoch ein echt gutes Stück erschaffen, dass Electrohead Herzen zum Tanzen bringen wird.

Paranoia’s Broken Machine bei Youtube:

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Paranoia’s Broken Machine bei Bandcamp:
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