Seit geraumer Zeit ist der englische Künstler Captain Esoteric nun schon für seine surrealen und avantgardistischen Musikschöpfungen bekannt und macht mit einem psychotisch guten Composing und Sounddesign stets ein musikalisches Spektakel locker. Unter seinem Pseudonym Rebellion Cannon meldet sich der kreative Schwingungsmagier nun zurück und liefert mit seinem neuem Werk Dance The Darkness Away den Nachfolger zu seinem vor ziemlich genau einem Jahr veröffentlichten Werk Modernity.

Wenn man sich den Titel Dance The Darkness Away anschaut und dann die musikalischen Darbietungen anhört, so ist der Name Programm! Denn das neue Werk von Rebellion Cannon aka. Captain Esoteric geht dermaßen in die Beine und lässt jeweiligen Trübsal verschwinden, dass man ihm bei dem Titel dieses instrumentalen Werkes nur recht geben muss. Sequenzen aus hektischen Synthesizerkompositionen und strahlend hellen Klängen bilden den Anfang von Judgement, welcher stilistisch wie eine Kernschmelze aus Dance, Electro und Drum ‚N‘ Bass darstellt. Drums mit über 190 Beats Per Minute treiben das Arrangement des Songs voran, welches von seinem Sounddesign mit einigen Überraschungen versehen ist. Tranceige Klavierklänge kreuzen sich mit 8-Bit Leadsynthesizern und schießen im Geschwindigkeitsrausch aus den Boxen.

Unangepasst und dem Mainstream den Finger zeigend, ist die Musik von Rebellion Cannon, wie sie auf Dance The Darkness Away präsentiert wird. Titel wie das sphärische und leicht finstere Neo-Kagoshima sind mit ihrer gemäßigten Geschwindigkeit und einem doch verhaltenen Sound dazu ein Kontrast, welche für eine kurze Zeit für eine Verschnaufpause sorgen, dieser Titel ist in einem verhältnismäßigen Moderaten Tempo gehalten und zeigt sich von seiner sanfteren Seite, sowie es den Fokus von Rebellion Cannon als fähiger Komponist und äußerst kreativer Soundschöpfer rückt. Bei Hype Happiness ist der Name sowas von Programm! Rebellion Cannon spielt hier hektisch schnelle synths, die er mit einem fröhlichen Sounddesign kreuzt. Ähnlich geht es bei dem psychotischen The AX-W Project 2.0 zu, der erneut aus minimalistischer und zügiger Synthesizerbefeuerung besteht. Wenn auch hektisch, dafür aber mit halb so schnellen Drumbeats kommt dann der Anfang von Lakierski Materialski zum Einsatz, bei welchem Rebellion Cannon erneut als instrumentaler Storyteller entpuppt und tanzbare Elektronik mit einem gekonnten Sounddesign kombiniert, welches er im Wechselbad aus einfacher und doppelter Geschwindigkeit präsentiert.

Auch The Ninth Circle Club Heist ist ein Song, bei welchem Rebellion Cannon einen Sound präsentiert, der seinem Titel alle Ehre macht. Clubmäßige Drumbeats treiben ein progressives Arrangement an, welches in seinen Grundfesten düster und dystopisch klingt, aber im Leadbereich mit einem prächtigen Klangkleid überzeugt. Weiter geht es dann mit Smuggler, der mit seinen gemäßigten Drumbeats im mid-Tempo zum locker Tanzen geeignet ist und vor allem durch Komposition und seinen leicht finsteren Sound überzeugt, ehe es dann mit Ausryte in den finalen Endspurt geht, der sich durch ein fröhliches Sounddesign und die gewohnte Komplexität auszeichnet

Fazit 8 von 10: Überdurchschnittlich gutes, neues Werk eines Mainstreampessimisten

Mehr zu Rebellion Cannon im Netz:

Rebellion Cannon bei Bandcamp:
https://rebellioncannon.bandcamp.com/

Rebellion Cannon bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/rebellion-cannon/1561500507

Rebellion Cannon bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/4Y8v4BzkjYTskrMDKIKNOq

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