In dem Spektrum der experimentellen und elektronischen Avant Garde Musik, gibt es bei Künstlern wie dem englischen Captain Esoterik keine Grenzen. Hinter dem Projekt steckt der dreiundzwanzig-jährige Alex der mit 13 Jahren angefangen hat, Musik zu komponieren und zu veröffentlichen. Hierbei wirkt Captain Esoteric wie ein Genie, ein Musikarbeiter für den es eben nicht nur ausreichend ist, seiner akustischen Kunst ein ordentliches Composing-, sondern auch auch ein ansprechendes Sounddesign zu verpassen und hierbei wirkt er wie ein Chemielaborant, der viel mit seinen Synthesizern experimentiert. Mit einigen Filtern und Oszillatoren werden hier Klänge erzeugt, die einfach Divers und interessant sind. Die Mainstreamverwöhnte Masse, die es bislang unkonventionell mochte, kann hier einen Crashkurs in Sachen musikalische Kreativität in Anspruch nehmen. So ist das neue, fünfzehn Titel umfassende Album Department of Extrasensory Perception ebenfalls eine fantastische Reise in die musikalische Welt des Captain Esoteric as known as Rebellion Canon. 

Wie man es für Rebellion Canon und unserem Mastermind Captain Esoteric kennt, handelt es sich auch bei Department Of Extrasensory Perception um ein Album mit teils kurzen Stücken und teils langen Stücken. Nach einem nachdenklich stimmenden Intro mit dem Namen Welcome Aboard, eröffnet Captain Esoteric den eigentlichen Opener Melissa’s Song, welcher sich hierbei mit einem progressiven und aufwendigen Composing auszeichnet. Druckvolle Drums treiben das Arrangement an und bilden die Treibende Kraft hinter fetten Bässen und einer teils epischen Synthsoundwall, die zudem durch den Klang einer Synthesizergitarre geziert wird. ja ich weiß was manche nun denken werden: ,,Eine Fake Midi Gitarre“ aber hier geht es um das kompositorische Geschick von Rebellion Canon und dem Kapitän der Esoterik und das ist mal wieder Outstanding! Mit Fingerspitzengefühl lässt er seine Tracks erklingen und auch das Sounddesign von Suspicious lässt das Ganze dann in einer homogenen Art wirken. Schöne Synthesizer im Lead, fette Sawbässe und der Drumsound der nach TR-808 klingt, zieren das Arrangement dieses progressiven Tracks, der ebenfalls mit einem tanzbaren Jargon und kompositorischer Spitzfindigkeit besticht. In Genau diese Kerbe Schlägt Captain Esoteric auch bei G Club Dancefloor ein. Tanzbare Rhythmik und erneut fantastische Sounddesigns dienen hier als Basis für ein fantastisches Composing, das den Zuhörer direkt in seinen Bann zieht. Auf Department Of Extrasensory Perception zeigt Captain Esoteric einmal mehr seine Vielseitigkeit und auch wenn sich seine stilistische DNA durch das Album wie ein Bindeglied zieht, so sind Songs wie das hektisch wirkende Accessing The Mainframe oder Chaos In The Sub-Basement mit seinem gediegenen Grundton ein Zeugnis für die Diversität dieses Künstlers. Rzeznik’s Logic Duel kommt dann episch mit Streichersynths aus den Boxen und wirkt stürmisch und ist mit einer Spielzeit von unter 2 Minuten dann eher ein schnelles Intermezzo, während Emergency Self-Destruct-Sequence. Das düstere Bad End #1 – Death lässt mit seinen Pianoklängen ein schauriges und paradox schönes unbehagliches Gefühl aufkommen. Mit spitzen Drums und epischen Synthbässen ist dann das zügige The Second Attempt mit seinem unruhigen und zügigen Arrangement an der Reihe und zeigt einmal mehr das kompositorische Geschick von Captain Esoteric. Mal düster und episch-, wie beispielsweise The AX-W Project oder doch eher hellhörig wie beispielsweise Got That Girl – Captain Esoteric liefert einmal mehr ein diverses und interessantes Spektakel der elektronischen Avant Garde Kunst

Fazit 8 von 10: Überdurchschnittliches Werk eines Künstlers, der musikalisch großartig agiert, aber nichts für die breite Masse ist und das ist auch gut so!

Mehr zu Captain Esoteric im Netz:

Rebellion Cannon bei Bandcamp:
https://rebellioncannon.bandcamp.com/

Experimental Music