Mit Thatched Roof Glass House präsentiert die in Los Angeles lebende Musikerin Elizabeth McCullough, welche besser unter dem Namen Alpha Cat bekannt ist, ihr nunmehr drittes Studiooutput. Hierbei handelt es sich um eine Art Compilation, welche sowohl Revisited Material von Alpha Cats Debüt-Full-Lengh Pearl Habor enhält, als auch neue Songs. Etwa das Titelstück, aber auch Black Hole sind von Elizabeth McCullough’s letztem Album Pearl Harbor aus dem jahr 2001 bekannt. Den Anfang ihrer musikalischen Laufbahn besiegelte Alpha Cat mit ihrem Demotape Beat Boy, das im Jahre 1999 offiziell als ep veröffentlicht wurde und sich direkt über sechs Wochen in den Airplay Charts halten konnte. Diverse arbeiten an einem Nachfolger zu ihrem Album Pearl Habor wurden stets unterbrochen, da die Künstlerin in ein privates schwarzes Loch aus Schicksalsschlägen gefallen ist. Doch am Ende eines solchen schwarzen Lochs ist laut Physikern doch auch wieder ein neuer Raum und so meldet sich die us-amerikanerin zurück.

Den Anfang auf ihrem Comeback-Album, welches grade so an der Marke zur EP schrammt, macht Elizabeth McCullough aka. Alpha Cat mit dem Song Mockingbird. Zunächst im Alleinstellungsmerkmal, kommt eine cleane elektrische Gitarre aus den Boxen, welche mehr als eine Art Willkommensgruß zu verstehen sind, ehe sich die Mezzosopran Stimme von Alpha Cat aus den Boxen zu dem Arrangement hinzugesellt. Dieses Arrangement wird durch eingängige Drums im mittleren Tempo angetrieben. Zusammen mit einem treibenden Spiel der Bassgitarre und einer cleanen Leadgitarre, die kompositorisch und spielerisch eine Menge Gefühl aufweisen, macht Alpha Cat bei diesem Titel eine gute Figur und präsentiert einen tiefgründigen und vor allem im Refrain energiegeladenen Titel, welcher direkt überzeugen kann und Lust auf mehr macht. Im Refrain sorgen Flächen des Synthesizers für eine gewisse Tiefe, die aber nicht aufdringlich ist, sondern das Arrangement eher unterstützen. Black Hole geht schon etwas zügiger zur Sache. Leicht angefuzzte Gitarren und ein Beckenbetontes spiel des Schlagzeugs, machen im Zusammenspiel mit der Oberkatze’s Stimme eine gute Einleitung, die sich zügig in einen flotten Alternative Rocker verwandelt, welcher musikalisch mit größter Sorgfalt realisiert wurde und durch ein aufwändiges Spiel, sowie ein interessantes Arrangement besticht. Ruhiger und fast schon Beatleasmäßige geht die Singleauskopplung Mona Lisa in a Comic Book aus den Boxen. Zumindest musikalisch muss man an eine Mischung aus Kaiserchiefs und die Beatles denken, was irgendwie durch den Refrain auch noch unterstützt wird. Mit dem einzigen Unterschied, dass es sich hierbei um Women in Rock – Alpha Cat handelt. Hier vereinen sich Modern Rock und Retro-Rock zu einem großen Ganzen und können ebenfalls voll und ganz punkten. Der radiotaugliche, Titelgebende nächste Song Thatched Roof Glass House, zeigt sich ebenfalls in einem rockigen Arrangement. Unter Zusammenspiels der Bassgitarre, welche hier wahrlich die Musik macht, tighten Drums, etwas leiser gemischten Stromgitarren und der durchdringenden Stimme von Alpha Cat, wird hier ein Ohrwurm dargeboten, der locker als Anspieltipp fungieren könnte und sich mit Stärke in den Gehörgang einbrennt. Was ist die Message des Songs? Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen? Wenn diese Bauernweisheit den Kritikern gewidmet ist, welche Alpha Cats Musik negativ bewerten, so unterschreibt der hier amtierende Rezensent diese Metapher kommentarlos! Denn musikalisch lohnt sich das Comeback der Indie Musikerin auf alle Fälle. Dies wird auch bei dem nächsten Titel One Day the Sun Came Up, der sich in einem langsamen Tempo seinen Weg aus der Anlage bahnt. Durch seine Tonlage, sowohl gesanglich als auch Instrumental, kann dieser Titel leicht dafür sorgen, dass man sich leicht in melancholischer Grübelei verliert. Ist der Verse noch ruhig und seicht gehalten, geht es im Refrain stürmisch ans eingemachte und es wird ein Track präsentiert, der sich zwischen Alternative, indie, Retro und prog. Rock bewegt. Mit Every Day You Break My Heart ist auf Alpha Cat’s Thatched Roof Glas House ein weiterer Track, der zum einen melancholisch und zum anderen brachial rockend gehalten ist. Neben eingängigen Drums und Gitarren- bzw. Bassparts am Anfang, der von einem leichten Orgelsound begleitet wird. Möchte man im stürmischen Part angesichts der Leadgitarre schon ein wenig an Nirvana denken. Elizabeth McCullough’s Gesang passt wie die Faust auf’s Fressbrett zu dem düster-melancholischen Arrangement der Instrumente, das anspruchsvoll, divers und progressiv aus den Boxen kommt. Zum großen Abschluss, gibt es noch die Rockballade Reconsider Me, welche mit eingängiger Musik und harmonischen Gesängen den runden Abschluss von Thatched Roof Glass House dem quasi-Comeback Album von Alpha Cat bildet. 

Fazit 10 von 10: Alpha Cat ist der personifizierte Beweis dafür, daß Aufgeben niemals eine Option sein sollte. Hätte sie es getan, könnten Rockfans niemals in den Genuss dieser Perle zwischen Indie-, Alternative und traditionellem Rock und Pop kommen. Der Mezzosopran in ihrer Stimme, passt perfekt zu den Songs. Beides harmoniert miteinander und auch die Produktion der Scheibe lässt nichts zu Mosern übrig. Hier ist jemandem die Rückkehr gelungen. 

Alpha Cat im Netz:

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Alpha Cat bei Soundcloud:
https://soundcloud.com/user-309827301

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https://music.apple.com/artist/alpha-cat/4046862

Alpha Cat bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/6LLx0yaBiRPaPXPZOgAqoz

Alpha Cat bei Deezer anhören:
https://www.deezer.com/album/105192222

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