Epitaph’s neues Album Fire From the Soul, könnte man direkt als episches Rock Album bezeichnen, das die volle Aufmerksamkeit des Hörers verlangt und diese auch auf sich zieht und verdient. Die Musik des „Seelenfeuers“, kommt mit progressivem 70er Classic Rock Flair und einer tollen Produktion aus den Boxen. Wer es hier extrem Heavy und Headbanglastig, alâ Thrash mag, für den ist das Album der Altrocker aber wirklich nichts. Hier muss man sich richtig in den gestandenen Rock einfühlen können. Nightmare entpuppt sich als Mid Tempo lastiger Opener, der besser nicht hätte selektiert werden können, denn er baut gleich direkt Stimmung auf und gibt das Können der Band, die teilweise aus Dortmund und teilweise aus Sheffield stammt prompt preis.

The Way it Used to Be, könnte aus irgendeinem Grund fast als verschollene Queen Nummer durchgehen, was vielleicht am Gesang liegt? Classic Rock at it’s best! Die feinste Rezeptur aus Gitarren, Arrangements, Classic Attitüde, die über jeden Zweifel erhaben ist. Mitsing Refrains und Ohrwurmfaktor inklusive: Das gilt auch für den zügigen Nachfolgetitel Fighting in The Streets. Abwechslungsreichtum und No One Can Saves Me, lädt zur ruhigeren schmusestunde ein, bei dem die Gesamtrezeptur dann doch eher aus cleanen Gitarren bestehen zu scheint. Auch in dieser Disziplin, beherrschen Epitaph ihr Handwerk und das sie Meister auf ihrem Gebiet sind, das beweisen auch die darauffolgenden akustischen Zeitzeugnisse. Any Day, Man Without A Face, Speak To Start A Fire, oder Love Child (eine Rockballade Schlechthin) beweisen, das hier Vielseitigkeit, Talent und Passion an der Tagesordnung sind.

Der Titeltrack Fire From The Soul, lassen Epitaph in alle Himmelsrichtungen am Rockfirmament glänzen: Mit geschlagenen Acht Minuten Spielzeit, bekommen wir es zunächst mit seichter Kost zu tun, die mit einer Vielzahl an Elementen ausgewogen und fast schon bombastisch, aber nicht überladen aus den Boxen kommt. Wunderschöne Melodiefolgen, die wirklich vom allerfeinsten sind und ein schöner, zum nachdenken anregender Text, der den Hörer doch mal in Gedankengänge versetzt. Lyrisch, wie auch musikalisch, sind bei Epitaph echte Meister am Werke. Die Songstrukturen variieren und verändern sich. Und genau so ist man das ja von Pro Rock gewöhnt, aber hier verfliegen die Minuten, wie Sekunden und warum ist das so? Weil es einfach bockt wie sau, was die Altrocker hier veranstalten.

Komplett Akustisch ist Sooner Or Later Epitaph’s Zeugnis dafür, das bei Epitaph auch mal Weniger mehr sein kann und sie durchaus auch in dieser Lektion durchaus gewachsen sind. Zum krönenden Abschluss, ertönt dann noch mit One of These Days, dieser Track ist dann noch eine ordentliche Portion Hard Rock, die zum Ende nochmal über den Highway des Rock N Roll cruist.

Fazit: 10 von 10 – Die Herren von Epitaph sind fleischgewordene Prog Rock Mucke, die durchaus der älteren Generation gedenkt, aber definitiv auch was für die Junge Generation sein könnte, die es etwas klassischer mag. Epitaph fahren voll und ganz auf der Retrowelle und wirken dabei aber alles andere als eingestaubt, sondern Frisch und Blutjung. – Einfach mal reinpfeifen

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

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