Bonn ist eine tolle Stadt und auch bekannt für so manche Formation und für so manchen Solokünstler, welche diese Stadt hervorgebracht hat. Neben der Legende Ludwig Van Beethoven blüht die deutsche Stadt förmlich auf und um eine weitere starke Künstlerin ist diese deutsche Stadt nun Reicher. Und zwar mit Sarah In The Attic, einer Künstlerin die für ihren alternativen Pop bekannt ist und mit Blurry nun ihr neustes Langspielwerk auf die Szene losgelassen hat. Mit ihrem Debütalbum Blurry hat diese Künstlerin etwas geschaffen, was für musikalisch hochwertige Kunst steht und sich auf einem authentischen Weg bewegt. Verdammt gut komponierter- und geschriebener Indie- beziehungsweise Alternative Pop wird von dieser Sarah In The Attic präsentiert, die nicht nur versteht, wie man verdammt geile Musik schreibt und lyrisch begeistert, sondern auch stimmlich überzeugt.

Rockig leitet der Opener Never Coming Back ein. Ein Titel, der durch die Simplizität seines Refrains irgendwie direkt zum Catcher wird und hierbei auf musikalischer Ebene und seinem Gesang überzeugt. Sarah In The Attic lässt sich hier im mittleren Tempo und von fantastischen Kompositionen treiben und präsentiert hier stimmliche Qualität mit songwriterischem Tiefgang. Musikalisch sind Gitarre, Bass und Drums eine gestandene Einheit, welche den Gesang stützen und hierbei für eine ordentliche Atmosphäre sorgen. Leicht melancholisch fühlt sich das Songmaterial an, was hierbei jedoch keineswegs negativ gemeint ist, sondern durchaus positiv zu verstehen ist. Sarah In The Attic beweist, was sie auf dem Kerbholz hat und  setzt ihre musikalische Qualität mit Songs wie Tequila fort. Dieser Song wirkt wie ein Abschied an eine einst geliebte Person. Hierbei geht es  mit musikalischem Tiefgang und „heartfelt“ Lyrics-, aber zugleich mit einem  kraftvollen musikalischen Jargon zur Sache.

Kompositorische Glanzleistung ist bei Sarah In The Attic ebenso an der Tagesordnung, wie auch lyrisches- und gesangliches Können, welches sich durch die einzelnen Songs zieht. Nummern wie das mit einer Keyboardeinleitung und treibenden Charakteristik bestückte DanceMonkey sind hierbei Zeugnis für eine gewisse Diversität, welche sich aber von dem Grundkonzept der einzelnen Songs nicht entfernt. Mit eingängigen und packenden Leadgitarren eröffnet dann Guilty Pleasures, welches durch das Klangfarbenkleid einen leicht melancholischen Flair versprüht und hierbei zieht Sarah In The Attic ihren Zuhörer direkt in ihren Bann. Elektronische Drumbeats wechseln sich bei diesem Song mit akustischen ab und bilden die Grundlage für ein fließend übergehendes Arrangement im gemäßigten Tempo. Gesanglich kann Sarah In The Attic auch hierbei wieder überzeugen und zieht die Zuhörer in ihren Bann. Going Home stimmt mit seinem elektronischen Charakter direkt ein und legt den Hörraum in eine gewisse magische Räumlichkeit, in welcher man sich nur allzugerne verliert. Rockig geht es dann mit dem zügigen und schweißtreibenden Song Long Gone weiter einem Song der sich zu seiner Einleitung so anhört, als würde eine Person nicht zufrieden mit dem sein, was sie in ihrem Spiegel wahrnimmt. Mit melodischer Finesse wird dieser Song zu einem echten Dauerbrenner des Indierock, den man sich unbedingt mal einmal anhören sollte.

Im Female Fronted Rock Jargon und zügigem Tempo geht es dann mit Gimme Gimme im zügigen Tempo weiter. Erneut wird hier inhaltlicher Tiefgang geboten, der dem Konsumenten einen gewissen Interpretationsspielraum lässt. Im mittleren Tempo geht es dann mit Go And Search My Mind weiter. Einem Song, welcher bei Sarah In The Attic erneut in einem tiefgründigen Alternative Rock Jargon zeigt und bei welchem der Zuhörer Gefahr läuft, alles um sich herum zugvergessen und in Gedanken zu versinken. Der lyrische Inhalt ist hierbei zusammen mit der melodischen Ausrichtung des Songs der Faktor, welcher dies möglich macht. Und Nein! Lullaby solltet ihr hier nicht wörtlich nehmen! Bleibt wach! Denn was Sarah In The Attic hier liefert, ist einfach absolut fantastisch. Stimmliche Qualität, trifft auf Liebevolle Arrangierung, die mit der absolut talentbehafteten Gesangsleistung und dem Songwriting kombiniert werden. Im Rhythmuspart etwas eingängiger gehalten, sind es effektierungen, die klingen wie eine Spieluhr, welche das Arrangement ausschmücken und hierbei zusammen mit der tadellosen musikalischen Untermalung den Gesang von Sarah zum tragen bringen.

Das liebevolle Stay (This Ain’t From My Heart), leitet mit liebevoller Klangästhetik ein und einer Sängerin, die Gänsehaut verursacht! Liebevoller balladasequer Pop-Rock mit Klavierbegleitung im gemäßigten Tempo. Dieser Song kommt aus dem Herzen und dies merkt man Sarah In The Attic auch deutlich an. Diese Künstlerin singt sich in Begleitung mit fantastischem Alternative Rock / beziehungsweise Alternative Pop die Seele aus dem Leib. Zum grande finale gibt es dann mit Ghost nochmal ein fantastischer Alternative Rocker, der irgendwie stark an einen Song aus American Pie erinnert. Hierbei zeigt Sarah In The Attic nochmals ihr Können perfekt auf und überzeugt mit einem fantastischen Song, welcher den Abschluss eines durchaus gelungenen-, female fronted alternative Rock Albums mit poppigem Einschlag bietet. Wer wert auf lyrisches Können-, musikalische Finesse und stimmliches Talent legt, sollte sich dieses Album UNBEDINGT anhören!

Fazit 10 von 10: Women In Rock in Perfektion! ANHÖREN!

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