Mit Clubtauglichen und kompormesslosen und ansteckenden elektronischen Musikkompositionen, ist der elektronische Musiker- bzw. Produzent Shiv bereit die Clubszene unsicher zu machen. Auf seinem neuen Studiooutput, der Villain ep kombiniert der junge Künstler die verschiedensten Spielarten der elektronischen Musik zu einem Summasorium der tanzbaren Natur. Druckvolle und harte Bässe sind hierbei sein Markenzeichen, interessante Sounddesigns und Klanglandschaften bilden die musikalische Essenz von Shiv. Im Alter von 17 Jahren begann er in Indien Lebende Künstler Shiv mit dem produzieren elektronischer Musik und war als Multi-Instrumentalist auf diversen Events und Parties der musikalische Act des jeweiligen Events. Einige Jahre später präsentiert er der elektronischen Musikszene sein neustes, ganzheitliches Werk der Villain EP und lässt dabei die unterschiedlichen Stilrichtungen der elektronischen Dance und House Musik miteinander fusionieren.

Besonders hevorgehoben sei zu Beginn dieser Rezension der Titel IsolateShiv leitet den Track mit ethnischen Klängen ein, die direkt catchy wirken und den Hörer auf das vorbereiten, was ihn direkt kurz darauf erwartet. Hip Hop und Dance drumbeats, die sich als clubtauglich erweißen, bilden hier im mittleren Tempo den rhythmischen Grundsatz, betonende und groovige Synthbässe zieren das Arrangement, die sich aggressiv im Mix hervorheben und werden von hektischen Sprachsampels begleitet, die in ihrer Summe das interessante Sounddesign der Leadsynthesizer und Rhythmnsynthesizerparts begleiten. Shiv verpasst dem Track Isolte ein interessantes, tanzbares und mitreißendes Konzept, dass nicht zu anstrengend ist, aber es auch schafft eine Belanglosigkeit direkt hinter sich zu lassen. Groovende Drums und eine interessante Produktion, lassen den auf der EP Villains befindlichen, dritten Titel schon mal interessant erscheinen, der sich in gewisser Weiße auch für Breakdance Aktivitäten eignet, aber auch durchaus im privaten Bereich bestehen kann.  Doch bereits der eigentliche Opener Burn It Down lässt alles bisher beschriebene Alt aussehen, denn Shiv lässt hier 80er Synth Sounds kombiniert mit fetten Bässen im Synth und in den Drums auf die Hörerschaft los und liefert dabei ein (klang-)farbenfrohes Arrangement, welches noch dazu durch eine eingängig und gut hörbare Notenfolge besticht. Als Einleitung ist dieser Track bereits spannend gewählt und ist mit einem groovigen grundton gehalten. Die Drums haben hier einen leichten Breakbeatcharakter, sind aber eher auf die Bassdrum fokusiert und kommen in einem 6/8 Takt daher. Nach dieser Einleitung geht es dann mit dem Track Hot Summer weiter, welcher mit prekussiven Drums und gesampelten Frauengesängen einleitet und kurz nach dieser Einleitung mit einem druckvollen Trip Hop bzw. Dance Beat besticht. Auch hier erschafft Shiv mit einem Up-And-Down Sound im Lead Synthesizer, Taktbetonenden Bässen und tanzbarer Grundrhythmik ein stimmiges Klangbild, dass direkt als Soundtrack für einen Need For Speed Teil herhalten könnte. Haben wir es vorher schon mit Klangfarben gehabt, so stimmt dies bei Hot Summer auch wieder zu, denn Shiv lässt den Track ab der Mitte seiner Spielzeit sich quasi verwandeln und fette extrem druckvolle Synthesizerbässe und Drums bilden eine kurze Bridge zwischen der ersten und zweiten Hälfte des Titels. 

Clash gibt dabei wieder eine Breakbeat Melange zum besten und lässt im Zusammenspiel mit den Komplexen Drums den Bass aus dem Synthesizer mächtig druckvoll aus den Boxen heraus. Shiv hat hier ein Musikstück abgeliefert, welches so klingt, wie die Kampfszene aus einem Videogame, zumindest wenn es um die Voice Sampels und Soundeffekte geht. Garniert wurde das ganze dann erneut mit einem fülligen und diversen Portfolio an den verschiedensten Synth klängen und Melodiefolgen, welche Shiv hier wieder gekonnt zum Einsatz bringt. Der hektische und komplex struktuierte Drum und Bass Bereich des Songs, sorgt für eine gewisse Komplexität, während die einzelnen Synthesizer stets eine Fülle an neuen Sounddesigns zum entdecken preisgeben. Mit einem hörbar hohen Maß an Kreativität, lässt Shiv seine Tracks zum Leben erwecken. Dies äußert sich nicht nur durch die Diversität, welche er in sein Sounddesign steckt, wobei er klangwelten erschafft, die eine gewisse Spannung erzeugen, sondern auch durch die gekonnten Composings der Tracks.

Diesen Weg führt der elektronische Musikmaler auch auf dem Titel Dekha konsequent fort. Bei diesem Titel präsentiert uns erneut einen Ohrenverwöhnenden Titel aus druckvollen Drums und sphärischen Bässen, der zunächst mit akustischen Klängen von Saiteninstrumenten eingeleitet wird und im mittleren Teil mit Synthesizersounds überzeugt. Hierbei lässt er das fast schon progressive Arrangement fließend ineinander übergehen und hält die akustische Reise durch seine musikalische Welt konstant spannend. Mit einer 8 Bit Klangkulisse, die sich mit tranceigen Synthesizern abwechselt. Diese geben angetrieben von R’n’B lastigen und dancefloor tauglichen Drumbeats einen trancigen Synthesizerjargon zum Besten und schließen das Minialbum Villain nochmal melodisch und soundtechnisch interessant ab.

Fazit 8 von 10: Interessantes Werk eines Experimentierfreudigen Musikproduzenten, der elektronische Musik erschafft, die eine ganz eigene Note beinhaltet und von einem großen Ideenreichtum zeugt.

Mehr zu Shiv im Netz:

Shiv bei Apple Music anhören:
https://music.apple.com/artist/shiv/1473347638

Shiv bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/2s8liVU42YJHsu7MKSVTI0

Shiv bei Deezer anhören:
https://www.deezer.com/artist/10996342

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