Freunde Japans und Fans der anspruchsvollen, experimentellen und elektronischen Musik können sich auf morgen den 09. Februar freuen. Die in Europa lebende Künstlerin Sienná veröffentlicht endlich ihr neues, zehntes Studioalbum Moon Rituals 月儀式 , mit welchem sie der Kultur den Spirit Japans auf experimentell elektronischer Musik ausdruck verleiht. Hierbei entführt die in Norwegen lebende Musikerin, Producerin und Sängerin den Hörer mit auf eine akustische Reise voller Eindrücke. 

Seit mehr als zehn Jahren, ist diese Ausnahmekünstlerin nun schon aktiv und tourte mit ihrer Musik bereits durch viele Städte innerhalb Europas. Nach ihrem letzten Album Q.o.S aus dem Jahre 2017, meldet sich Sienná nun mit ihrer neuen Full-Length Veröffentlichung zurück, bei welchem sie sich ganz ihrer musikalischen- und kulturellen Wurzeln besinnt. Am Tag des „Snow Moon“, den 9. Februar, wird dieses Album treffend am morgigen Sonntag über das Label Anneis Records veröffentlicht. 

Der erste von insgesamt neun Titeln, trägt den Namen Moonrise und eröffnet mit spaciger und mystischer Manier das neue Langspielwerk von Sienná. Mit einer alles in sich einhüllenden Räumlichkeit empfängt die Künstlerin den Hörer zum Auftakt ihres neuen Albums, bei welchem sich räumliche Sphären, liebevolle klassische Pianoarrangements und Streichersynthesizer die Aufgabe der Musik teilen. Das komplett instrumentale Stück erzählt auf seine eigene Art und Weiße eine Geschichte, bei der es keine Sprache benötigt. Ethnoelemente zieren das höchst interessante Mittelstück des Songs, bei dem man sich direkt im Herzen Japans wieder findet. Was zum Anfang noch elektronisch gehalten war, wird aber der Mitte des Songs immer mehr durch klassische Instrumente ausgetauscht. Eine zeilstrebige Querflöte macht den Leadpart hier aus und wird von Cello und Streicherbässen begleitet. Eins ist sicher, Sienná erzeugt Musik, welche erlebt werden will und auch sollte, da man sie nicht einfach so nebenbei anhören kann. Ab der vierten Minute entwickelt Sienná den Song weiter in die elektronische Richtung, bei dem Drumbeats, elektronische Synthesizerflächen und elektronische, druckvolle aber nicht zu dominante Bässe die Grundrezeptur sind. Hier geben sich guter Elektronik und Klassische Musik die Hand und verkörpern gemeinsam etwas, dass stets nach Perfektionismus strebt. Denn nicht nur vom Sounddesign überrascht uns Sienná mit einem hervorragenden Konzept, ihre Komposition und die Fingerfertigkeit an den Instrumenten zeigen, dass sie nicht nur ein herausragender Sounddesigner ist, sondern ihre Handwerk beherrscht und sich als talentierte Musikerin erweißt. Mit dem zweiten, oben als Video eingebetteten Titel A Hazy Moon 月朧, macht Sienná auf gekonnte Art und Weiße mit ihrem Konzept gradlinig weiter. Mit Naturgeräuschen eröffnet Sienná dann A Hazy Moon 月, welcher mit einer Arptonfolge von Synthesizern ihren Anfang nimmt, zudem dann ethnische sowie klassische Instrumente hinzugemischt werden. Ein wenig wirkt das Ganze hier etwas dem Surrealismus nahe. Unter Einbeziehung von Streicherflächen und leichten Ethnoklängen, wird hier ein mystisch-magisches Ensemble freigesetzt, dass in seiner Gänze eine farbenträchtige Klanglandschaft aufbaut, die zum einen mit liebevollen- aber auch mit brachialen Klängen besticht und der essenziell zwar aus der ein und selben Riffolge besteht, sich aber durch einen Reichtum an klanglicher Variation als spannender Track erweißt, welcher (wie die sonstigen Tracks auch) das Kopfkino des Konsumenten anregt. 

 

 

Mit einem kurzen Choirsound und liebevoller Pianoästhetik eröffnet Wesak on Mt Kurama ウエサ. Leicht gespenstisch wirkt der hier aus nur einer Silbe bestehende Chorgesang, welcher sich über den Titel mit mächtig Attack-Effekten erstreckt. Träumerische Leadsynthesizer bilden hier den Melodieteil, welcher teilweise an den klassischen Leadsound eines legendären Moogsynthesizers erinnert. Mit abermals hervorragender Fingerfertigkeit erweckt Sienná ihre atemberaubende Klanglandschaft zum Leben und kreiert einen Titel in den man sich leicht und nur all zu gerne hineinverliert. Moon in the Water 月の verbindet ebenfalls liebevolle Piano-Klassik mit elektronischen Sphären und lässt seinen Anfang liebevoll aus den Boxen kommen. Zusammen mit leidenschaftlichen Cellosounds, wird dieser Elektro-Klassik Hybrid in den Hörraum getragen und baut in diesem eine farbenfrohe, alles umhüllende Klanglandschaft auf. Melodiös wurde hier dem liebevollen Pianospiel der Leadpart überlassen, welcher anspruchsvoll und liebevoll sich seinen Weg aus den Lautsprechern bahnt. Das mächtige Tsukiyomi 月読み bildet eine eingängige Melange aus Ethno und Elektronischer Musik, um genau zu sein Ambient und kommt dabei ohne einen durchgängigen Drumbeat aus. Ein weiteres Zeugnis für die musikalische Bandbreite der Künstlerin Sienná. Mit dem Album Moon Rituals 月儀式 hat Sienná ein Album zum abschalten und einfühlen erschaffen und dies gelingt dem Hörer bei den Klanglandschaften, welche Sienná in ihren Tracks erzeugt allemal. Mit akustischen Drums, elektronischen Bässen und Synthesizergesängen eröffnet Sienná dann das chillige Stück The Harvest Moon-Viewing Banquet 仲秋観月の宴, welches mit einem ensemble aus hervorragenden Klängen und teilweise simplen, aber dafür raffinierten Tonfolgen besticht und gekonnt an den vorherigen Songs anknüpft. Mit einer Palette an verschiedenen Sounds und Breaks, schafft Sienná es, ihre Titel spannend und genial zu halten. Ein eindrucksvoller Soundtrack, dem sich der Hörer nur hingeben muss, damit seine volle Wirkung entfacht wird. Elektrisch eröffnet Sienná dann auf minimalistischer Grundlage den nächsten Song Snow, Moon, Flowers 雪月花, welcher nach seinen ersten Augenblicken dann von brachialen orechstralen Elementen unterbrochen wird, welche für eine emotionale Stimmung sorgen. Liebevolle Klavierriffs und Ethno Sounds machen diesen Ambient-Titel zu einer Fusion aus Klassik und elektronischer Musik. Ab 80 Sekunden, wird das ganze dann mit einem kurzen Gesangspart von Sienná aufgelockert, um schließlich dann im dritten Akt zu seiner vollen Stärke zu finden und ein Arrangement zu entfachen, dass sich immer bestimmter aufgebaut hat und gegen Ende nochmal von hypnotisch-liebevollen Gesang begleitet wird. Kein Titel auf Moon Rituals 月儀式 ist langweilig, sondern zieht den Hörer direkt in seinen Bann. Mit ihren instrumentalen Tracks, lässt Sienná ergreifende Emotionen aufkommen und erschafft mit Moon Rituals 月儀式 ein ergreifendes Opus, hierfür ist auch Crescent Moon 月の剣 ein akustisches Zeugnis. Stilistisch eine Melange aus Ethno, Klassik, Ambient und Electronic, ist dieser Track mit seinem düsteren Grundton zwar einerseits einfach anzuhören, seine Diversität, macht ihn hinsichtlich der verschiedenen Elementen, welche in seinem Arrangement eingebettet wurden, dann aber wieder aufregend und spannend. Mit  A Pale Morning Moon 有明の月 macht Sienná hinsichtlich des Sounddesigns dann genau da weiter, wo sie vorher aufgehört hat. Ethnische Saiteninstrumente eröffnen den Song, zudem sich schon bald Cello und Violinenensembles, sowie fette up-right-Bässe dazugesellen. Hier fühlt man sich wahrhaftig in die Kultur Japans hineinversetzt. Der Aufwändige Song baut sich kontinuierlich auf und besticht mit einer Fülle an verwendeten Sounddesigns, bei denen neben diversen Streicherelementen auch das obligatorische und liebevolle Piano nicht fehlen darf. Klänge aus der Natur runden das ganze Erlebnis dann zusätzlich ab. Wobei gegen Ende dann nochmal eine Fülle an orchestralen Elementen und liebevollen bis starken Klängen der Raum erfüllt wird.

Fazit 10 von 10: Mit Sienná hat die Musikwelt eine absolute Meisterhafte Musikerin gefunden, die es nicht nur versteht songs zu komponieren und schöne Melodien zum Leben zu erwecken, nein sie tut das auch hinsichtlich des Sounddesigns auf beeindruckende Art und Weiße. Fans der klassischen, ethnischen und elektronischen Musik, haben hier sicher ein ausgewogenes Gesamtpaket, dass es ab dem morgigen Sonntag zu Erleben gilt!

Mehr zu Sienná im Netz:

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