Slaves To Fashion sind nicht aufzuhalten! Unter dem Slogan ,,The History Of Heavy Metal“ zu deutsch ,,Die Geschichte Des Heavy Metal“ veröffentlicht das in Norwegische Metalprojekt, welches von Mastermind und Gitarrist Torfinn Smires ins Leben gerufen wurde. Veröffentlicht seit einigen Monaten regelrechte Tondokumente, welche im Originalsound der jeweiligen Epoche das Metalgenre als solches glorifiziert und nicht nur die verschiedensten Genres beinhaltet, sondern auch diese in einem absolut an den Tag gelegten Perfektionismus perfekt zum Publikum transportiert. So klingt 1970 beispielsweise exakt wie Black Sabbath in den 1970ern und beinhaltet die puren Stoner beeinflussten Wurzeln des Heavy Metal, oder The Priest Of Maidenhead genauso wie es heißt, nämlich nach der New Wave Of British Heavy Metal. Mit ihrem letzten Release Garden Of Chains haben Slaves To Fashion dem 1990er Sound des Grunge Tribut gezollt. Nun melden Gitarrist Torfinn Sirnes, sowie, zumindest im ersten Teil Sänger Johannes Stale, Bassist John Lind und last but not Least Drummer Vidar Invaldsen sich zurück und präsentieren mit The Evergrowing Tree ein in drei Teile aufgesplittetes, weiteres Kunstwerk aus ihrer Historischen Heavy Metal Schmiede.

The Evergrowing Tree (Part I)

Gleich in drei Teile aufgeteilt, eröffnen Slaves To Fashion in chronologischer Numerierung ihre Odysee Namens The Everygrowing Tree, logischerweiße mit dem ersten Part, welcher sich diesmal mit den Wurzeln des progressiven Metal außeinandersetzt:

In gewohnt spitzenmäßiger Qualität tragen Slaves To Fashion den ersten Teil des stetig wachsenden Baums vor. Mit einer helltönigen Gitarre, welche eine leicht bedrückende Stimmung verbreitet und in eingängiger aber melodischer Manier schlägt das Arrangement des Songs direkt Wurzeln und begleitet in Zusammenspiel mit finsteren Synthesizerflächen und dem besagten Gitarrenspiel von Bandleader Torfinn den leicht hypnotischen und einvernehmenden Gesang von Johannes Stale. Nach seiner spannenden Einleitung, wechselt der Song direkt und ohne lange rumzudrucksen prompt um und präsentiert ein gallopierendes, treibendes Riffing der Rhythmusgitarre, welches in einem soliden und gallopierenden Riffing gehalten ist. Simultan dazu gibt Bassist John Lind die tiefen und voluminösen Töne aus seiner Bassgitarre her und auch Drummer Vidar Invaldsen macht hier einen ordentlichen Job. Mit melodischen, epischen und hochwertigen Leadgitarren legen Slaves To Fashion hier ein Brett nieder, dass einem in Staunen versetzt und unter anderem von Orgelsynthsounds begleitet wird, die einfach fantastisch sind und – wie für Slaves To Fashion üblich – in einem konstant hochwertigen Level sind, was die Fingerfertigkeit der einzelnen Musiker angeht, bei der sie nicht nur kompositorisches Talent, sondern auch Leidenschaft und wie eh und je Herzblut und Engagement belegen. Überraschend und voller Abenteuer steckt das Arrangement von The Evergrowing Tree (Part I) bei welchem Slaves To Fashion ganz im Sinne des progressiven Metal eine reine Abwechslungsreiche und Komplexe Reise voller Überraschungen präsentieren. In seinem mittleren Teil stürmisch mit Solos gestaltet dass einem die Spucke wegbleibt, wird ab einer Spielzeit von rund zwei Minuten und dreißig Sekunden der Song plötzlich umgeschwenkt und kommt mit einem Sound daher der fast schon vor wenige Sekunden an eine Free Jazz Session erinnert, zumindest was die Spielart angeht. Absolute Meisterleistung trifft auf kompositorisch komplexe und Musik. Am Ende dieser Odysee ändert der Sänger seinen gekonnten Klargesang, der unter die Haut geht um in gutturale Growls und lässt den Hörer mit offenem Mund zurück. Slaves To Fashion spielen nicht nur guten Metal, sie LEBEN den Metal, nein! Sie SIND Metal!

The Evergrowing Tree (part II).

Im 3/4 Takt kommt der zunächst langsame und druckvolle zweite Teil von The Evergrowing Tree aus den Boxen. Diesmal mit leichter Besetzungsänderung dargeboten, präsentiert Torfinn Sirmes hier einen druckvollen Stilwechsel des Alternativen Metal und erinnert dabei an Acts wie Pantera und Co. Von einer zunächst eingängigen, jedoch druckvollen Gitarrenführung profitierend, kommt der diesmal der Sänger Haris Dekanović zu Wort und wird dabei von César Moreira supportet, welcher für die gutturalen Backingvocals verantwortlich ist. An der Instrumentenfraktion ist diesmal nebst Gitarrist und Head des Slave To Fashion Projektes Torfinn Sirmes, Bassist Ståle Gismarvik, sowie Drummer Hugo Ribeiro mit von der Partie, welche auf dem zweiten Teil der Evergrowing Tree Triologie eine Mischung aus alternativem und progressiven Metal aufspielen, der sich langsam aufbaut und den man aufgrund seiner Taktung zunächst als eine Art schwermütige Variante des Tango bezeichnen könnte. Zunächst im langsamen Geschwindigkeits Bereich gehalten, lässt die hier amtierende, Alternative Besetzung von Slaves To Fashion einen Song ab, der druckvoll und kräftig aus den Lautsprechern kommt. Zunächst von eingängiger Natur gehalten, bei der eine gewisse Einfachheit hinsichtlich der Gitarren und Bass-Riffs, die in gewisserweiße Elemente des Groove Metal in sich birgen. Für die Gitarrensolos des Songs, der ab einer Minute und rund 35 Sekunden immer schneller wird, zeigen sich bei dieser Nummer die beiden Axtschwinger Vinni Assis und Stein Arild Grønås für die wahnsinns Gitarrensolos verantwortlich, die einmal nach einer Minute und sechzehn Sekunden noch im groovigen langsamen Teil eingesetzt werden, nachdem das Arrangement schneller und schneller wird und sich dann am Ende zu einer echten Herausforderung für den Nacken der Metalheads zu werden droht, dabei jedoch noch verhältnismäßig im gemäßigten Bereich bleibt, bevor es wieder groovig in langsamere Gefilde übergeht, die sich mit Doublebass Drums hinsichtlich des Speeds abwechseln. Vom Feeling her eher eingängig aber dennoch effektiv, macht auch der zweite Part von The Evergrowing Tree eine ordentliche Figur.

The Evergrowing Tree (part III)

https://www.youtube.com/watch?v=Qqp3I_vbd68

Mit dem dritten und letzten Teil der The Evergrowing Tree Triologie, welche am kommenden Donnerstag erscheinen wird, gelangen wir dann endlich zu der Krone des Evergrowing Tree und erklimmen somit die Krone des Baumes. Torfinn Sirnes und seine Jungs haben auch hier erneut ein musikalisches Spektakel geschaffen. Das beste kommt zum Schluss? sieht wohl ganz so aus! Denn der dritte und letzte Teil von The Evergrowing Tree überzeugt mit dem komplexesten Arrangement, sowohl klaren, als auch gutturalen Vocals und einem zudem leicht progressiven, aber treibenden Arrangement, das nicht nur durch technisch hochwertige Gitarrenkomposition und ein schweißtreibendes Drumming mit mächtig Speed aufwertet, sondern sogar mit einer Fülle an den verschiedensten Sounddesigns und Stilwechseln hinsichtlich des alternativen und extremen, sowie – hier nicht so ganz starken – progressiven Metal aufwarten kann. Mit absoluter Lässigkeit bauen Slaves to Fashion hier einen Song, der mit einer unabdingbaren Fülle an den verschiedensten Strukturen, die sich stets wie eine Art Laufmasche in das Arrangement eingebettet wurden. Kompositorisch und Soundtechnisch schöpfen Slaves To Fashion bei dem übermorgen erscheinenden dritten Teil von The Evergrowing Tree aus dem Vollen und implementieren den progressiven und alternativen Metalmix der 1990er Jahre druckvoll in ihren Sound. Apropos Sound: Der wurde hinsichtlich der Produktion, für welche sich übrigens zum einen hinsichtlich des Mix Stein Arild Grønås und des Masters Christian Obermayer von Strype Audio verantwortlich zeigen – perfekt in Szene gesetzt.

Fazit 10 von 10: Erneut ein Wahnsinns-Output von dem norwegischen Metalprojekt, dass die History Des Heavy Metal Dokumentiert. Hiermit wurde das ganze um ein weiteres, bzw. drei weitere, gestandene und amtliche Kapitel erweitert. Freunde und leidenschaftliche Fans des Heavy Metal, sollten Slaves To Fashion um jeden Preis in ihrer Sammlung haben!

Mehr zu Slaves To Fashion – The History Of Heavy Metal bei She Wolf:

Slaves To Fashion

Slaves To Fashion im Weltnetz:

Slave To Fashion – Die offizielle Webseite:
https://www.slavestofashion.net/

Slave To Fashion bei Facebook:
https://www.facebook.com/slavestofashionband/

Slave To Fashion bei Apple music anhören:
https://music.apple.com/artist/slaves-to-fashion/339097618

Slaves To Fashion bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/32v5Cdl9tb2XeqCIfTS176

Slaves To Fashion Spotify Playlist:
https://open.spotify.com/playlist/5OJFpx2xc9kMU
ls2r6TcvM?si=St_PhI6xQvyEivHyy1n72w

Slaves To Fashion bei Deezer anhören:
https://www.deezer.com/artist/1090037

 

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