Kaum ein Metalprojekt ist so einzigartig, so originell wie das von Torfinn Sirnes erdachte Slaves To Fashion. Sicher es gibt Konzeptalben und auch Konzeptbands wie beispielsweise Static-X (Evil Disco) und Konsorten, aber eine Projekt welche die unterschiedlichen Subgenres und Splittergruppen des Metal glorifiziert? Das ist neu! Für Die Leser von She Wolf allerdings nicht unbedingt, denn so haben wir bereits über Thrash Of The Titans zum einen die Version des Thrash Metals von Slaves To Fashion genaustens unter die Lupe genommen, und mit traditionellen Heavy Metal sowie die NWOBHM der Band genauestens unter die Lupe genommen. Im Rahmen ihrer History Of Heavy Metal Tondokumentation, welche wie bereits bald als Full-Lenght Album erscheinen soll, glorifizieren Slaves To Fashion den Metal an und für sich und klangen dabei tatsächlich so wie Black Sabbath Anfang der 70er, Iron Maiden in den 80ern und so weiter und sofort. Heute widmen wir uns dem neusten Geniestreich dieses ambitionierten Projektes und zwar der Single Expressions Of Extremity einem Song, der gleich verschiedene Subgenres der Metalmusik in sich vereint. Nämlich Speed Metal, Doom Metal, Death Metal, Grindcore und Black Metal. Hierbei ist der Song in verschiedene Etappen aufgeteilt worden, was ziemlich interessant erscheint.

Wie es sich für die Profis von Slaves To Fashion gehört, wurde auch hier ein Metalbrett abgeliefert, welches Metallerherzen rasen lässt und ihre Köpfe zum Headbangen zwingt. Eine nähere Erwähnung darüber, wie talentiert und versiert die einzelnen Musiker ihren Job verrichten, gab es bereits zu genüge und würde sich nur in einer Wiederholung der Wiederholung verlieren. Denn musikalisch wird bei Expressions Of Extremity einfach nur ein Profijob verrichtet, der sowohl von Drummern, Gitarristen, Bassist, Songwriter und Sänger mit einem Perfektionismus verrichtet wird, dass einem die Spucke weg bleibt. Hier sind vollblut Metaller am Werk, die ein progressives Liedgut abliefern, dass direkt verschiedene Metalgenres in einen einzigen Song und deren Variation einwebt und dies Komplett nahtlos und nach gekonnter marnier.

Der erste Akt des Stücks hört auf den Namen Speed Of Light und leitet zunächst mit ordentlich Speed (sagt ja schon der Name nö?) und Power einleitend, erinnert das dargebotene Musikmaterial zunächst dank der Stimme des Sängers ein wenig an Venom meets Speed Metal und zeigt hier mit was für einer Präzision die Musiker ihre Noten auf blitzschnelle Art runterrocken. Der Gesang ist hierbei etwas kaltschneuzig und sowohl Bassist, als auch Gitarristen holen, angetrieben vom wuchtigen schnellen Drumming, alles aus ihren Instrumenten, bis Slaves To Fashion dann nach einer Minute plötzlich mit der zweiten Etappe Namens At The Gates Of Doom in den eben diesen übergehen, was fließend passiert und auch ein entsprechendes Feeling beim Zuhörer auslösen. Mit Keyboardsounds unterlegt, kommt das ganze Düster daher und auch der Gesang kommt mit harmonischen Klartönen aus den Lautsprechern. Plötzlich wandelt sich das ganze dann ab Minute 2 und wenigen Sekunden in eine extremer Form des Doom um, der sowohl mit Growl-Vocals  als auch mit entsprechenden Gitarren aufwartet und nahtlos in diesen übergeht. Das bei Slaves To Fashion nicht nur talentierte Musiker, sondern auch begnadete Sänger und Songwriter am Werk sind, sollte hierbei nicht extra erwähnt werden, wird aber hiermit trotzdem gemacht. Auch der Death Metal part des Songs, welcher Scent Of Death heißt und das erstemal so wirkt als würde ein Song in den anderen übergehen, durch einen unverzichtbaren Break ist einfach geile Mucke vom feinsten. Ultrabrutale, von einer absoluten Maschine eingespielte Drumparts zwingen Bass und Gitarren mit Powerchord in die extreme Geschwindigkeit, welche im gekonnten Death Metal Stil erklingen. Im Text heißt es: ,;Rape the Burning Flesh“ – AUA! Dann versenk ich mir ja noch meinen Lörres! Nach einem Life Is Death – Death Is Life werden bei dem in rassanter Geschwindigkeit Headbangtauglichen Death Metal Teil die Finger glühend heiß über die Axt gezogen, denn ein Wahnsinnsgitarrensolo wird abgeliefert. Nach einem Slowly Die des SÄngers, ist dieser Abschnitt abgeschlossen.

Direkt geht es weiter mit Grind To The Core bei dem der Name ja wohl mehr als überdeutlich darauf hindeutet, dass dieser vierte Akt sich mit dem Genre Grindcore befasst. Und ab Minute 4 wird genau das dargeboten. Die Band haut mächtig auf’s Schnitzel, Drummer verdrischt sein Schlagzeug regelrecht, kurze Gitarren parts mit entsprechender Lyrics und nach wenigen Sekunden (erinnert an You Suffer von Napalm Death) ist der Spuk schon vorbei und geht nahtlos in den als Black Knights Of The Northern Darkness getaufen Black Metal Part ein, der absolut dem Genre entspricht und mit stimmlicher als auch instrumental entsprechender Härte und Melancholie aufwertet. Tatsächlich erinnert dieser Abschnitt des Songs an Immortal und Konsorten. Mit hartem Drumming, Messerscharfen Gitarrenriffs, wuchtenden Bässen und melancholischen Leadguitar Parts schreit dieser Abschnitt von Expressions Of Extremity förmlich nach BLACK METAL! und dies tut er auch nach dem Taktwechsel in mittlere Tempos. Gut lyrisch muss man hier anmerken, dass sämtliche Klischees des Black Metal Genres bedient werden. Dies täuscht jedoch nicht über eine hervorragende musikalische Darbietung hinweg. Nachdem der Song nochmal an Fahrt aufnimmt, klingt er dann ab und wie er mit Speed Metal anfing, endet er mit gutem Black Metal.

Fazit 10 von 10: Das ein einziger Metalsong in Etappen verschiedene Subgenres des extremen Metal in sich vereint, hat man nie zuvor gehört. Das das ganze aber funktioniert beweisen Slaves To Fashion mit ihrer dritten Single Expressions Of Extremity, die sich Freunde des Speed Metal, Black Metal, Grindcore, Death Metal und Doom Metal unbedingt reinpfeifen sollten! Das ist Originell!

 

Mehr zu Slaves To Fashion – The History Of Heavy Metal bei She Wolf:

Slaves To Fashion zollen mit ‚Thrash Of The Titans‘ dem Thrash Metal ihren Tribut! (TIPP!) (+Audio) [Thrash Metal / Metal]

Slaves To Fashion – Außergewöhnliches Projekt zelebriert 50 Jahre Heavy Metal mit interessantem Konzept [Heavy Metal / Metal] (TIPP DER REDAKTION!)

 

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https://www.slavestofashion.net/

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https://music.apple.com/artist/slaves-to-fashion/339097618

Slaves To The Fashion bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/32v5Cdl9tb2XeqCIfTS176

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https://www.deezer.com/artist/1090037

 

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