Der Musiker Torfinn Sirnes kann unangefochten als einer der Innovativsten und kreativsten Köpfe des Heavy Metal angesehen werden. Seit einigen Monaten veröffentlichte der Künstler mit einigen begnadeten und brillianten Gastmusikern unter dem Banner The History Of Heavy Metal eine Reihe abgefahren fantastischer Songs, welche quasi als eine Art Audiodokumention zu verstehen sind: Jeder Titel, den Slaves To Fashion seit dem ersten Song 1970 veröffentlicht hat, ist einer bestimmten Epoche, beziehungsweiße einem bestimmten Subgenre des Metal gewidmet. Hierbei ist Slaves To Fashion mehr als Kollektiv zu verstehen, als eine klassische Band, denn für den einzelnen Abschnitt, jedes Kapitel der History Of Heavy Metal, hat Gitarrist und Mastermind Torfinn Sirnes den jeweils besten Mann für seine jeweilige Aufgabe verpflichtet. Live wird das Ganze dann mit Gast- und Sessionmusiker abgehalten. Widmen wir uns nun also in chronologischer Reihenfolge der einzelnen Songs- bzw. Kapitel der History Of Heavy Metal von Slaves To Fashion

Widmen wir uns nun diesen Herausragenden Erzeugnissen, die den Metal als Konzept glorifizieren, in chronologischer Reihenfolge

 

Runde 1 – 1970

Eingefleischte Heavy Metal Fans werden beim Titel und beim Cover sicher sofort feststellen, welche Ära des Metal sich Slaves To Fashion im Rahmen ihres The History Of Heavy Metal Konzepts bei 1970 vorgenommen haben, beziehungsweiße welchen Göttern der Rockmusik Slaves To Fashion hier Tribut zollen. Okay verraten wir es: Der Ära von Tony Iomi, Ozzy Osbourne und co. 1970 erschien als Single bereits am 13. Februar 2020, genau an dem Tag, an dem Black Sabbath 1970 ihr Debütalbum veröffentlicht haben. Neben Black Sabbath haben auch Acts wie Led Zeppelin, und Deep Purple bei der Vision dieser Nummer Pate gestanden. Genauso klingt 1970 aber auch! Hier wird akustische Kunst geliefert, welche den Sound und den Spirit der 1970er perfekt einfängt. Zwar in der Neuzeit aufgenommen und veröffentlicht, nehmen einem Slaves To Fashion direkt auf eine Zeitreise in die 70er. Diesen Sound und Spirit transportiert die vierköpfige Band perfekt und auch das musikalische Spiel der Musiker ist sowas von an diese Zeit angelehnt. Wenn man die Drums hört, so wird deren Snare beim Verse einfach gedoppelt und ein Midtempolastiger Song wirkt doppelt so schnell, als er eigentlich ist. Mit einem aufwendigen und lässigen Spiel beweist Drummer Vidar Ingvaldsen, das er ein talentierter Drummer ist und mit seinem lässigen Spiel der nicht minder talentierte Band den Takt Bombenfest vorgibt. Orgelsynthsounds runden das Arrangement etwas ab und kommen hier und da, aber nicht zu aufdringlich zum Einsatz, dies ändert sich jedoch kurz ab circa Minute vier, wenn die Orgel mal ein Solo hergeben muss, was sie kurz vor dem einsetzen eines Wahnsinns Guitarsolos von Axtschwinger Torfinn Sirnes einsetzen. Apropos: Sirens der Mann ist ebenso auch wie Bassist John Lind ein virtuose an seinem Instrument. Mit einem interessanten, ausgewogenen Arrangement und einem spielerisch einwandfreien Arrangement begeistern die absoluten Metalgötter von Slaves To Fashion. Bass und Gitarre sind hier im EInklang miteinander und werden von absoluten Profis gespielt. Sänger Johannes Støle braucht sich hier jedoch nicht zu verstecken. Seine Stimme erinnert in gewisserweiße an eine Fusion aus Ozzy Osbourne und Bruce Dickinson, zumindest was den Klang angeht. Leistungstechnisch macht auch er eine absolut gute Figur und beweist schon zu Beginn dieser Rezension, dass Slaves To Fashion nicht nur Talente am Mikro und ihren Instrumenten sind, sondern auch fantastische Komponisten und Songwriter.

Runde 2 – The Priest of Maidenhead

The Priest OfMaidenhead ist genau DAS, was der Titel des Songs vermuten lässt! eine Würidung an die Legenden der NWOBHM wie Iron Maiden oder Judas PriestSlaves To Fashion präsentieren hier einen Song der so klingt, wie das Werk der eisernen Jungfrauen der 1980er Jahre. Auch hier spielt die Band wieder einen absolut geilen Metal herunter, der sich durch ein äußerst perfektes Songwriting, Composing und Talent an der Musik beweist. Slaves To Fashion haben hier einen Song im Gepäck, der sich durch musikalisches Talent und Leidenschaft auszeichnet. Nicht nur haben sie den Sound auch hier entsprechend perfekt hinbekommen, sondern auch der Gesang erinnert an Bruce Dickinson. Mit einem ausgewogenen Arrangement, ist The Priest Of Maidenhead ein absolut atemberaubender Track, bei dem Bassist und Gitarrist mit gallopierenden Riffs zeigen was sie drauf haben. Hierbei macht der Gitarrist aber noch eine Extrawurst und liefert ein wahnsinns-Killer-Solo hin. Fans der New Wave Of British Heavy Metal, sollten sich diesen Song unbedingt besorgen! Slaves To Fashion sind kein Abziehbild! Sie verkörpern ihr Projekt und Konzept mit Herzblut und Seele. Diese Seele lassen die einzelnen Musiker in die Songs einfließen. 

Runde 3 – Sex, Drugs & Rock ‚N‘ Roll

Zum Abschluss präsentieren Slaves To Fashion mit ihrer brandneuen SIngle Sex, Drugs & Rock ‚N‘ Roll zu guterletzt ihre Version des Glam Metal. Am gestrigen Freitag, den 24. April 2020 veröffentlicht, zollt dieser Song wohl Combos wie beispielsweise Motley Crüe, Poison, Whitesnake und Konsorten Tribut. Produziert von Beau Hill, ist Sex Drugs And Rock ‚N‘ Roll abermals ein akustisches Zeugnis für echt gutes Songwriting und Composing und zeigt Slaves To The Fashion von ihrer hymnischen und melodischen Seite. Auch bei Sex, Drugs And Rock ‚N‘ Roll bauen Slaves To Fashion eine Athmossphäre im Hörraum auf, die ihres gleichen sucht. Man fühlt sich direkt in diese Zeit zurückversetzt. Nicht nur die Stimmung und das Feeling dieses Genres haben Slaves To Fashion auch hier perfekt eingefangen, sie haben erneut einen Song, bei dem sie zeigen was sie Können und erweißen sich als absolute Naturtalente. Sänger und Musiker sind waschechte Multiwerkzeuge und beherschen auch diese Disziplin, wie aus dem FF. Somit erfüllen Slaves To Fashion auch diese Vision mit absolutem Talent, musikalischer Leidenschaft und spielerischem Perfektionismus.

 

Nummer 4. Thrash Of The Titans

Wie der Name jedem halbwegs intelligenten Menschen schon suggerieren müsste, geht es bei dem neusten Werk von Slaves To Fashion um ein von Acts wie Anthrax, Metallica, Slayer und auch Venom geprägtes Genre. Dem Thrash Metal. Und auch in dieser Disziplin überzeugen Slaves To  Fashion prompt! Nicht nur den Sound der großen Thrash Heronen, haben die hier beteiligten Musiker perfekt eingefangen, sondern auch den Spirit. Angepeitscht von absolut flüssigen und wie aus einem Guss wirkenden Drums, blitzen von Fingerfertigkeit und Talent nur so strotzende Bass- und Gitarrenriffs auf. Thrash Of The Titans, welcher sich Zitatmäßig teilweise den Songs von den eben erwähnten Vertretern des Genres bedient, ohne dies in die Peinlichkeit ausufern zu lassen, kommt mit einem aufwändigen Arrangement um die Ecke, welches sich nicht nur durch Tempiwechsel, oder wahnsinnige Gitarrensolos aus der Hölle auszeichnet, sondern auch durch ein komplexes Songwriting und Composing überzeugen kann. Veredelt wurde der Song von keinen Geringeren als den Produzenten Flemming Rasmussen (Metallica), Tommy Hansen (Helloween) und Beau Hill (Ratt, Warrant, Winger). Natürlich wird nicht permanent auf das Gaspedal gedrückt und so ändern Slaves To Fashion nach einem Schwindel erregenden, Headbangerzwingenden Geschwindigkeistrausch apruppt die Geschwindigkeit und geben unter Begleitung einer mit Hall und leichtem Chorus-Effekt bestückten Rhythmusgitarre, ein leidenschaftliches, mehrstimmiges und melodisches Gitarrensolo zum lauschen frei, bevor es wieder sauber Struktuiert im Mid-Tempo in die Tiefen Metaltöne geht, zu denen natürlich das Gitarrensolo weiterhin ausgebaut wurde und einfach nur nach feuriger Leidenschaft schreit. Ohne Vorwarnung gehen Slaves To Fashion wieder auf’s Gaspedal und präsentieren ein Thrash Metal Epos vom allerfeinsten. Nach dieser längeren Instrumentalfraktion, wird der ebenfalls nicht von minderer Qualität stammende Gesang zum besten gegeben, bevor die Band Thrash Of The Titans dann abschließt und auch hier den Hörer im Staunen zurücklässt. Es ist eine Sache, sein Instrument zu beherrschen und gute Songs zu schreiben. Aber tatsächlich die verschiedenen Genres Detailgetreu und Original zu interpretieren? Mit einer derart hohen Variation? 

Nummer 5 – Expressions Of Extremity

Wie es sich für die Profis von Slaves To Fashion gehört, wurde auch hier ein Metalbrett abgeliefert, welches Metallerherzen rasen lässt und ihre Köpfe zum Headbangen zwingt. Eine nähere Erwähnung darüber, wie talentiert und versiert die einzelnen Musiker ihren Job verrichten, gab es bereits zu genüge und würde sich nur in einer Wiederholung der Wiederholung verlieren. Denn musikalisch wird bei Expressions Of Extremity einfach nur ein Profijob verrichtet, der sowohl von Drummern, Gitarristen, Bassist, Songwriter und Sänger mit einem Perfektionismus verrichtet wird, dass einem die Spucke weg bleibt. Hier sind vollblut Metaller am Werk, die ein progressives Liedgut abliefern, dass direkt verschiedene Metalgenres in einen einzigen Song und deren Variation einwebt und dies Komplett nahtlos und nach gekonnter marnier.

Der erste Akt des Stücks hört auf den Namen Speed Of Light und leitet zunächst mit ordentlich Speed (sagt ja schon der Name nö?) und Power einleitend, erinnert das dargebotene Musikmaterial zunächst dank der Stimme des Sängers ein wenig an Venom meets Speed Metal und zeigt hier mit was für einer Präzision die Musiker ihre Noten auf blitzschnelle Art runterrocken. Der Gesang ist hierbei etwas kaltschneuzig und sowohl Bassist, als auch Gitarristen holen, angetrieben vom wuchtigen schnellen Drumming, alles aus ihren Instrumenten, bis Slaves To Fashion dann nach einer Minute plötzlich mit der zweiten Etappe Namens At The Gates Of Doom in den eben diesen übergehen, was fließend passiert und auch ein entsprechendes Feeling beim Zuhörer auslösen. Mit Keyboardsounds unterlegt, kommt das ganze Düster daher und auch der Gesang kommt mit harmonischen Klartönen aus den Lautsprechern. Plötzlich wandelt sich das ganze dann ab Minute 2 und wenigen Sekunden in eine extremer Form des Doom um, der sowohl mit Growl-Vocals  als auch mit entsprechenden Gitarren aufwartet und nahtlos in diesen übergeht. Das bei Slaves To Fashion nicht nur talentierte Musiker, sondern auch begnadete Sänger und Songwriter am Werk sind, sollte hierbei nicht extra erwähnt werden, wird aber hiermit trotzdem gemacht. Auch der Death Metal part des Songs, welcher Scent Of Death heißt und das erstemal so wirkt als würde ein Song in den anderen übergehen, durch einen unverzichtbaren Break ist einfach geile Mucke vom feinsten. Ultrabrutale, von einer absoluten Maschine eingespielte Drumparts zwingen Bass und Gitarren mit Powerchord in die extreme Geschwindigkeit, welche im gekonnten Death Metal Stil erklingen. Im Text heißt es: ,;Rape the Burning Flesh“ – AUA! Dann versenk ich mir ja noch meinen Lörres! Nach einem Life Is Death – Death Is Life werden bei dem in rassanter Geschwindigkeit Headbangtauglichen Death Metal Teil die Finger glühend heiß über die Axt gezogen, denn ein Wahnsinnsgitarrensolo wird abgeliefert. Nach einem Slowly Die des SÄngers, ist dieser Abschnitt abgeschlossen.

Direkt geht es weiter mit Grind To The Core bei dem der Name ja wohl mehr als überdeutlich darauf hindeutet, dass dieser vierte Akt sich mit dem Genre Grindcore befasst. Und ab Minute 4 wird genau das dargeboten. Die Band haut mächtig auf’s Schnitzel, Drummer verdrischt sein Schlagzeug regelrecht, kurze Gitarren parts mit entsprechender Lyrics und nach wenigen Sekunden (erinnert an You Suffer von Napalm Death) ist der Spuk schon vorbei und geht nahtlos in den als Black Knights Of The Northern Darkness getaufen Black Metal Part ein, der absolut dem Genre entspricht und mit stimmlicher als auch instrumental entsprechender Härte und Melancholie aufwertet. Tatsächlich erinnert dieser Abschnitt des Songs an Immortal und Konsorten. Mit hartem Drumming, Messerscharfen Gitarrenriffs, wuchtenden Bässen und melancholischen Leadguitar Parts schreit dieser Abschnitt von Expressions Of Extremity förmlich nach BLACK METAL! und dies tut er auch nach dem Taktwechsel in mittlere Tempos. Gut lyrisch muss man hier anmerken, dass sämtliche Klischees des Black Metal Genres bedient werden. Dies täuscht jedoch nicht über eine hervorragende musikalische Darbietung hinweg. Nachdem der Song nochmal an Fahrt aufnimmt, klingt er dann ab und wie er mit Speed Metal anfing, endet er mit gutem Black Metal.

Nummer 6 – Mit Garden Of Chains erforschen Slaves To Fashion den Grunge

Mit gewohnt hochwertiger Qualität schlagen Slaves To Fashion Mastermind Torfinn Sirnes und seine Mitstreiter das nächste Kapitel im akustischen Buch der History Of Heavy Metal auf und nehmen den Konsumenten der gestandenen, ehrlichen und kompromisslosen, harten Gitarrenmusik mit auf eine Reise in die Zeit von Alice In Chains, Pearl Jam und nicht zu vergessen Nirvana mit. Nach einem kurzen halligen Feedback von Gitarrenverstärkern, leitet Garden Chains direkt ein und kommt zur Sache und ist sowohl kompositorisch, als auch instrumental auf hohem Niveau, was auch für den Gesang gilt. In der Tat klingt der Titel so, als wäre er ein Outtake aus dem legendären letzten Nirvana Album In Utero. Tatsächlich wirkt das mid-tempo Stück so, als stamme es aus der Feder von Kurt Cobain persönlich. Mit einem langsamen eingängigen Drumming, werden schwermütige und schmutzig verzerrte Gitarren- und Bassriffs angespornt ihr bestes zu geben und genau diese Disziplin beherrschen Slaves To Fashion auch bei diesem Song und schaffen nicht nur einen Song, der genau das hält was er verspricht, nämlich zu einhundert Prozent den schmutzigen, leicht depressiven Grunge Sound der 90er Jahre zu reproduzieren und das ganze dann auch noch mit einem ambitionierten, perfekten Spiel der Instrumente. Einzelne Elemente wie die sorgfältige Komposition der Melodien, die vorrangig durch den Sänger zum tragen kommen, der dem Genre von Children Of Chains durchaus gerecht wird, sowie sich durch ein kurzes und prägnantes Gitarrensolo äußert, machen auch diesen Song zu einem würdigen Eintrag im Buche der Geschichte des Heavy Metal. Slaves To Fashion lehren euch mit ihren unter dem Namen The History Of Heavy Metal entstandenen und noch entstehenden Werk eine Geschichtsstunde hinsichtlich der harten Gitarrenmusik und liefern jedes Kapitel davon Souverän, talentiert und ambitioniert ab. Wie auch in ihren vorherigen Veröffentlichungen, haben Slaves To Fashion die sie im Rahmen ihrer History Of Heavy Metal Odysee behandeln perfekt reproduziert und geben nicht nur songwriterisches und technisches Talent ab, sondern erweißen sich auch als Fingerfertige Musikarbeiter, deren Opus mit einer hervorragenden Produktion komplettiert wird.

The Evergrowing Tree (Part I)

Gleich in drei Teile aufgeteilt, eröffnen Slaves To Fashion in chronologischer Numerierung ihre Odysee Namens The Everygrowing Tree, logischerweiße mit dem ersten Part, welcher sich diesmal mit den Wurzeln des progressiven Metal außeinandersetzt:

In gewohnt spitzenmäßiger Qualität tragen Slaves To Fashion den ersten Teil des stetig wachsenden Baums vor. Mit einer helltönigen Gitarre, welche eine leicht bedrückende Stimmung verbreitet und in eingängiger aber melodischer Manier schlägt das Arrangement des Songs direkt Wurzeln und begleitet in Zusammenspiel mit finsteren Synthesizerflächen und dem besagten Gitarrenspiel von Bandleader Torfinn den leicht hypnotischen und einvernehmenden Gesang von Johannes Stale. Nach seiner spannenden Einleitung, wechselt der Song direkt und ohne lange rumzudrucksen prompt um und präsentiert ein gallopierendes, treibendes Riffing der Rhythmusgitarre, welches in einem soliden und gallopierenden Riffing gehalten ist. Simultan dazu gibt Bassist John Lind die tiefen und voluminösen Töne aus seiner Bassgitarre her und auch Drummer Vidar Invaldsen macht hier einen ordentlichen Job. Mit melodischen, epischen und hochwertigen Leadgitarren legen Slaves To Fashion hier ein Brett nieder, dass einem in Staunen versetzt und unter anderem von Orgelsynthsounds begleitet wird, die einfach fantastisch sind und – wie für Slaves To Fashion üblich – in einem konstant hochwertigen Level sind, was die Fingerfertigkeit der einzelnen Musiker angeht, bei der sie nicht nur kompositorisches Talent, sondern auch Leidenschaft und wie eh und je Herzblut und Engagement belegen. Überraschend und voller Abenteuer steckt das Arrangement von The Evergrowing Tree (Part I) bei welchem Slaves To Fashion ganz im Sinne des progressiven Metal eine reine Abwechslungsreiche und Komplexe Reise voller Überraschungen präsentieren. In seinem mittleren Teil stürmisch mit Solos gestaltet dass einem die Spucke wegbleibt, wird ab einer Spielzeit von rund zwei Minuten und dreißig Sekunden der Song plötzlich umgeschwenkt und kommt mit einem Sound daher der fast schon vor wenige Sekunden an eine Free Jazz Session erinnert, zumindest was die Spielart angeht. Absolute Meisterleistung trifft auf kompositorisch komplexe und Musik. Am Ende dieser Odysee ändert der Sänger seinen gekonnten Klargesang, der unter die Haut geht um in gutturale Growls und lässt den Hörer mit offenem Mund zurück. Slaves To Fashion spielen nicht nur guten Metal, sie LEBEN den Metal, nein! Sie SIND Metal!

The Evergrowing Tree (part II).

Im 3/4 Takt kommt der zunächst langsame und druckvolle zweite Teil von The Evergrowing Tree aus den Boxen. Diesmal mit leichter Besetzungsänderung dargeboten, präsentiert Torfinn Sirmes hier einen druckvollen Stilwechsel des Alternativen Metal und erinnert dabei an Acts wie Pantera und Co. Von einer zunächst eingängigen, jedoch druckvollen Gitarrenführung profitierend, kommt der diesmal der Sänger Haris Dekanović zu Wort und wird dabei von César Moreira supportet, welcher für die gutturalen Backingvocals verantwortlich ist. An der Instrumentenfraktion ist diesmal nebst Gitarrist und Head des Slave To Fashion Projektes Torfinn Sirmes, Bassist Ståle Gismarvik, sowie Drummer Hugo Ribeiro mit von der Partie, welche auf dem zweiten Teil der Evergrowing Tree Triologie eine Mischung aus alternativem und progressiven Metal aufspielen, der sich langsam aufbaut und den man aufgrund seiner Taktung zunächst als eine Art schwermütige Variante des Tango bezeichnen könnte. Zunächst im langsamen Geschwindigkeits Bereich gehalten, lässt die hier amtierende, Alternative Besetzung von Slaves To Fashion einen Song ab, der druckvoll und kräftig aus den Lautsprechern kommt. Zunächst von eingängiger Natur gehalten, bei der eine gewisse Einfachheit hinsichtlich der Gitarren und Bass-Riffs, die in gewisserweiße Elemente des Groove Metal in sich birgen. Für die Gitarrensolos des Songs, der ab einer Minute und rund 35 Sekunden immer schneller wird, zeigen sich bei dieser Nummer die beiden Axtschwinger Vinni Assis und Stein Arild Grønås für die wahnsinns Gitarrensolos verantwortlich, die einmal nach einer Minute und sechzehn Sekunden noch im groovigen langsamen Teil eingesetzt werden, nachdem das Arrangement schneller und schneller wird und sich dann am Ende zu einer echten Herausforderung für den Nacken der Metalheads zu werden droht, dabei jedoch noch verhältnismäßig im gemäßigten Bereich bleibt, bevor es wieder groovig in langsamere Gefilde übergeht, die sich mit Doublebass Drums hinsichtlich des Speeds abwechseln. Vom Feeling her eher eingängig aber dennoch effektiv, macht auch der zweite Part von The Evergrowing Tree eine ordentliche Figur.

The Evergrowing Tree (part III)

Mit dem dritten und letzten Teil der The Evergrowing Tree Triologie, welche am kommenden Donnerstag erscheinen wird, gelangen wir dann endlich zu der Krone des Evergrowing Tree und erklimmen somit die Krone des Baumes. Torfinn Sirnes und seine Jungs haben auch hier erneut ein musikalisches Spektakel geschaffen. Das beste kommt zum Schluss? sieht wohl ganz so aus! Denn der dritte und letzte Teil von The Evergrowing Tree überzeugt mit dem komplexesten Arrangement, sowohl klaren, als auch gutturalen Vocals und einem zudem leicht progressiven, aber treibenden Arrangement, das nicht nur durch technisch hochwertige Gitarrenkomposition und ein schweißtreibendes Drumming mit mächtig Speed aufwertet, sondern sogar mit einer Fülle an den verschiedensten Sounddesigns und Stilwechseln hinsichtlich des alternativen und extremen, sowie – hier nicht so ganz starken – progressiven Metal aufwarten kann. Mit absoluter Lässigkeit bauen Slaves to Fashion hier einen Song, der mit einer unabdingbaren Fülle an den verschiedensten Strukturen, die sich stets wie eine Art Laufmasche in das Arrangement eingebettet wurden. Kompositorisch und Soundtechnisch schöpfen Slaves To Fashion bei dem übermorgen erscheinenden dritten Teil von The Evergrowing Tree aus dem Vollen und implementieren den progressiven und alternativen Metalmix der 1990er Jahre druckvoll in ihren Sound. Apropos Sound: Der wurde hinsichtlich der Produktion, für welche sich übrigens zum einen hinsichtlich des Mix Stein Arild Grønås und des Masters Christian Obermayer von Strype Audio verantwortlich zeigen – perfekt in Szene gesetzt.

Nummer 7 – Mit The Power of Metal dem Powermetal auf der Spur

Nachdem Slaves To Fashion schließlich dem Thrash Of The Titans und dem Speed- und dem Doom Metal mit Expressions Of Extremity ihren Tribut zollten, legten sie ihre Version des Grunge dar mit Garden Of Chains und ließen den prog Metal dreiteiler The Evergrowing Tree seine Wurzeln schlagen. Diesmal geht es mit dem Power Metal der 90er Jahre weiter, wie der Titel des neusten Outputs von Slaves To Fashion schon verrät: The Power Of Metal. Neben Songwriter, Mastermind, Gitarrist und Komponist Torfinn Sirnes, sind diesmal Johannes Støle (Sänger, Synthesizer & Orchestrale Arrangements), Daniel Palmqvist (Lead Gitarrist), Rudolf Fredly (Bass) und Last but not least Hugo Ribeiro (Drums) mit von der Partie.

Musikalisch bieten Slaves To Fashion auf The Power Of Metal genau das, was angekündigt wurde! Hier könnte man wirklich meinen es mit einer Hammerfall Scheibe zu tun zu haben. Slaves To Fashion spielen einen brachialen Metalsound nieder, der direkt auf epische Weiße aus den Boxen kommt. Angespielt von zügigen und komplexen Drums des absolut talentierten Schlagwerker Hugo Ribeiro angetrieben und kraftvoll zu Höchstleistung angespornt, treiben Bassist Rudolf Fredly, den Slaves To Fashion Mastermind an der Gitarre Torfinn Sirnes und seinen axtschwingenden Partner Daniel Palmqvist zur Höchstleistung an, die sich auf The Power Of Metal erneut als ultimative Profis in ihrem Fach erweißen und eben das nicht nur durch ihr Können hinsichtlich der Komposition und der Melodieführung, sondern auch durch ihr extrem hohes Niveau hinsichtlich der angewandten Technik. Hinsichtlich des Leads, wechseln sich auf den Wahnsinns Gitarrensolos Torfinn Sirnes und Daniel Palmqvist ab!: Erster spielt das Solo im ersten Akt, zweiterer zeigt sich für das Solo im zweiten Akt von The Power Of Metal. Mit einem druckvollen Sound und einem anspruchsvollen Arrangement können Slaves To Fashion auch in ihrer Version des Power Metal mal wieder überzeugen und das – Volle Kanne Hoschi! Mit orchestralen Elementen und Synthesizern, die nicht aufdringlich, aber dennoch vernehmbar in den Song eingebettet sind, wird das ohnehin schon druckvolle und Majestätische Metalspektakel noch ein wenig aufgewertet und bildet eine Satte und druckvolle Sound of Wall, die – wie es der Name auch schon sagt – druckvoll und voller Kraft- bzw. Energie aus den Boxen kommt. Auch im Angesicht der Produktion von The Power Of Metal, hat STF Mastermind Torfinn Sirnes mal wieder nichts dem Zufall überlassen und präsentiert einen abgerundeten Mix, sowie ein Master, welcher dem dargebotenen Sound dann noch die Krone aufsetzt.

Sänger Johannes Støle setzt The Power Of Metal dann aber definitiv die Krone auf! Mit seiner durchdringenden und kraftvollen, dem Genre des Power Metal entsprechenden Stimme, legt Johannes los und wird von dem Rest der Slaves To Fashion Mannschaft ordentlich angespornt sein bestes zu geben! Dies gelingt dem Sänger jedoch ohne Mühe und er kann führt die gewaltige Kriegsarmee des Powermetal, welche hier in die akustische Schlacht zieht an. Hier hat Torfinn Sirnes mal wieder einen Sänger verpflichtet, der in einer Liga mit den ganz Großen steht und sich nicht vor der Leistung von Größen wie Beispielsweiße eines Joacim Cans verstecken braucht. Auch bei The Power Of Metal beweißen Slaves To Fashion erneut ein wahnsinns Potenzial!

Nummer 8 – Mit The NU Wine gekonnt auf  den Spuren von Korn, Fred Durst und Co.

Wir schreiben das Jahr 1999 bzw. 2000 eine neue Musikrichtung erobert, beflügelt durch bands wie Korn, Limp Bizkit, Puddle Of Mudd, Linkin Park oder Deftones den Erdball: Der Nu Metal! Baggy Pants, Skateschuhe, Dreadlocks und ein kompromisloser Sound, sowie die (nicht zwingend aber durchaus vorhandene) Sprechgesänge prägen eine ganze Generation und werden durch solch legendäre Alben wie Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water oder  See You On The Other Side in kürzester Zeit zum Kassenschlager. Ich persönlich kenne kein Teeniegirl meiner Generation, welches nicht in Fred Mr. Redcap Durst verknallt war, oder zumindest nicht von ihm geschwärmt hat. Dieser Ära widmen Slaves To Fashion mit The Nu Wine ein Kapitel

indem er folgende Musiker bei Slaves To Fashion involvierte: Rapper und Sänger Astøn Chase (Gesang & Rap), Haris Dekanović (Für die extremen Vocals Zuständig), Ståle Gismarvik (Bass) und Vidar Ingvaldsen (Drums) verpflichtet hat. Produziert wurde das ganze von Torfinn Sirnes himself, während er von Stein Arild Grønås und Vidar Ingvaldsen bei dieser Produktion unterstützt wurde. ​Musikalisch bieten Slaves To Fashion auf The Nu Wine genau das, was sie versprechen und erweitern ihre History Of Heavy Metal Odyssee um ein weiteres, spannendes Abenteuer. So bald der Song einläuft, bekommt man echt das Gefühl, hier hätte man in den ersten Takten Korn in der Playlist erwischt. So heavy klingt die Soundwall der Gitarren und des Bass, sowie der Drums. Das verrückt ist, dass THE NU WINE tatsächlich wie ein Mash Up aus Korn, Incubus, Linkin Park und vorallem Limp Bizkit klingt. Im Verse von musikalischer Eingängigkeit geprägt, legen Slaves To Fashion hier ein grooviges Paket hin, dass mit genretypischen Elementen und einer abermals talentbehafteten Meisterleistung der Musiker aufwertet. Sprechgesangsparts im Verse erinnern in The Nu Wine an Limp Bizkit, während die Hook etwas von Linkin Park (Numb) und der Refrain eine Mischung aus Korn und POD darstellt. Einzelne Elemente wie Synthesizer lockern das Arrangement auf und präsentieren ein Sounddesign, dass zusammen mit der fabelhaften Komposition, also der Instrumentenführung den Stempel – Nu Metal at It’s Best sich redlich verdient hat. Die Qualität der Produktion, d.h. des Mix und des Masterings tragen hierzu einen nicht ganz unerheblichen Teil bei, stehlen aber der Glanzleistung der einzelnen Komponenten nicht die Show. Hier waren neben Mastermind Torfinn Sirnes mal wieder waschechte Profis am Werk, welche ihre Liebe zum (NU) Metal auf gekonnter Art, Ausdruck verleihen. Alles stimmt und bleibt catchy von den ersten bis zu den letzten Takten und auch die Sänger, welche bei The NU Wine von Slaves To Fashion verpflichtet sind, kommen mit ihren Souveränen Raps, Shouts und der Teenage Angst Stimme im Refrain perfekt zur Geltung und leisten einen ebenso lobenswerten Job wie die Herren an den Instrumenten. Leichte Nuancen des Metalcore’s sind jedoch bei diesem Opus vorhanden.

Nummer 9 – Too Close (to See Clearly) eine Melange aus Metalcore / Synfonic Metal / Folk Metal /

Mit ihrem letzten Song, welcher für The History Of Heavy Metal gedacht ist und welcher auf den Titel To Close (To See Reality) getauft wurde, verschmelzen Slaves To Fashion zum Abschluss ihres The History Of Heavy Metal Albums, gleich die Genres Metalcore, Symphonic Metal, Folk Metal, Blackgaze, Kawaii Metal und mehrVon Mastermind Torfinn Sirnes produziert und in den Sweetspot Studios von Rudolf Fredly gemischt, sowie gemastert von Mika Jussila in den Finnvox Studios, sind diesmal folgende Musiker an dem Projekt beteiligt:

Haris Dekanović: lead vocals
Kirsten Jørgensen: lead vocals
Ashtøn Chase: rap and additional vocals
César Moreira: additional extreme vocals
Tsubaki: kawaii metal vocals
Torfinn Sirnes: guitars, keyboards and programming
John Lind: bass
Hugo Ribeiro: drums

Zum Grande Finale von The History Of Heavy Metal, beweist Torfinn Sirnes erneut, dass er ein absolutes Genie ist und nur die besten der besten in sein Projekt Slaves To Fashion involviert hat. Mit einem technisch einwandfreien Sound, der sich druckvoll aus den Boxen flüchtet und bei dem die Gitarristen und Bassist von dem ultra heftigen Spiel des Drummers, natürlich im mid-tempo und gut struktuiert – des Drummers begleitet. Hier waren Vollprofis am Werk, die zunächst in der ersten Minute und 12 Sekunden einen Metalcore Sound vom feinsten raushauen, die sich nicht nur durch Fingerfertigkeit und ein gut durchdachtes Werk der Musiker- bzw. des Komponisten auszeichnet, sondern der auch durch die brachiale Stimmgewalt des Sängers direkt nach vorne schnellt.

Torfinn Sirnes und seine Wegbegleiter, lassen die verschiedenen Einflüsse des Metal auf perfektionistische Art erklingen. Hier ist nichts Steril, sondern organisch und genauso, wie die verschiedenen Genres klingen sollen. Der Spirit dieser Musikrichtungen wurde von Slaves To Fashion stets eingefangen, was sich zum einen durch den fantastischen Sound und zum anderen durch das Können aller Beteiligten äußert.

Die Art, wie Slaves To Fashion in die einzelnen Genres übergehen, ist einfach Grenzgenial gemacht. Ab etwas über einer Minute schwenkt das Arrangement flüssig und nahtlos über in eine Symphonic Metal Melange. Eine weiterhin hervorragende Instrumentalisierung, zu der nun liebevolle Pianoklänge und klassische Metalinstrumentalisierung mit mächtig Double Bass hinzukommt, lässt Too Close (To See Clearly) hier eine akustisch liebevolle Metalsynfonie erstrahlen, welche den weiblichen Gesang perfekt zum Vorschein bringt und dennoch nichts von seiner Souveränität und dem druckvollen Sound einbüßt.  Ab  2 Minuten und 9 Sekunden, geht es wieder ordentlich mit Deathcore Elementen zur Sache und der weibliche Gesang wird durch Growls der monströsen Art ersetzt. Folkische Instrumente begleiten die tadellose Gitarren- Bass und Schlagzeug Arrangierung. Musikalisch haben Slaves To Fashion erneut aus einem Optimum geschöpft und lassen die einzelnen Genre Spielarten Geschickt ineinander übergehen. Über die Qualitäten von Mastermind Torfinn Sirnes und seinen Leuten von Slaves To Fashion, muss an dieser Stelle wohl kaum noch Lob fallen. Wie für die Band üblich, ist auch die Produktion wieder fantastisch ausgefallen.

Fazit 10 von 10 + : Slaves To Fashion sind eine absolut starke Konstellation, welche den Heavy Metal hier perfekt huldigen. Freunde des Metal dürfen unter keinen Umständen, dieses Projekt verpassen! Metal as Hell!

Slaves To Fashion im Weltnetz:

Slave To Fashion – Die offizielle Webseite:
https://www.slavestofashion.net/

Slave To Fashion bei Facebook:
https://www.facebook.com/slavestofashionband/

Slave To Fashion bei Apple music anhören:
https://music.apple.com/artist/slaves-to-fashion/339097618

Slaves To Fashion bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/32v5Cdl9tb2XeqCIfTS176

Slaves To Fashion Spotify Playlist:
https://open.spotify.com/playlist/5OJFpx2xc9kMU
ls2r6TcvM?si=St_PhI6xQvyEivHyy1n72w

Slaves To Fashion bei Deezer anhören:
https://www.deezer.com/artist/1090037

Reviews

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.