Mit ihrem neuen Album Von Schöpfen und Sümpfen wagt sich die aus Chemnitz stammende, dreiköpfige Band Solche an etwas, was sich in der heutigen Zeit kaum noch jemand traut: Die Formation um Michael Focken (Akustikbass), Holm Krieger (Gesang und Akustikgitarre) und last, but not Least Mario Krohn (Cajon) veröffentlicht mit Von Schöpfen und Sümpfen ein nun dieses, inklusive zwei auf der CD befindlichen Bonustracks, 26 Titel umfassende Doppelalbum, welches komplett mit akustischen Instrumenten aufgenommen wurde und nicht nur durch feinste Liedermacher-Kunst, sondern auch durch eine dem Perfektionismus nahen, musikalischen Umsetzung lebt. Hierbei ist dieses dynamische Trio stets spannend und liefert ein Album, welches man sich in der Gesamtheit und ohne Pause anhören kann und auch sollte. Prinzipiell ist Von Schöpfen und Sümpfen ein Konzeptalbum. Der Name der 2005 gegründeten Band beruht ganz einfach auf dem Umstand der Kategorisierung und der Stigmatisierung, der oberflächlichen Abstemplung durch die Gesellschaft. mit „Solche“ meint man meistens Menschen die „Anders“ sind, bzw. erscheinen und die man gerne Abstempelt um sich das eigene Ego aufzupolieren… „Solche“ das Gegenstück zu „Wir“ eben. Nach 12 Jahren Veröffentlichungspause liefern die Chemnitzer nun dieses, inklusive CD Bonustracks gezählt, 26 Titel umfassende Opus.

Die Band Solche selbst gibt zu Von Schöpfen und Sümpfen eigentlich das Statement ab, dass es sich um zwei Alben in einem handelt, als vielmehr ein ganzheitlich zu sehendes Doppelalbum. Auf Metaphorischer Sicht und mit stets intelligenter Herangehensweiße, setzt sich das Konzept von Solche zusammen. Alleine der Opener Schoepfe zeigt die künstlerische Ambition, welche Solche an den Tag legt und mit einem aufwändigen Spiel, das sich angenehm im Hörraum breit macht, begrüßen Solche den Hörer und lassen jede negative Kritik an ihrem musikalischem Schaffen im Schall ersticken.

Ein klein wenig muss man die Essenz dieser Band mit der eines Rio Reiser, dem legendären Frontmann von Ton Steine Scherben vergleichen. Manch einer mag das übertrieben finden, doch genau dieser Flair macht sich auf Schoepfe direkt gleich. Instrumental spielt die dreiköpfige Formation als Einheit nämlich feinsten Indie Akustik Pop, bzw. Indie Akustik Rock, der von soliden Drums angetrieben wird und dessen Fundament sich durch einen warmen und präzise gespielten Uprightbass festigt. Auf diesem liefert dann der Gitarrist und Sänger Holm Krieger eine solide Arbeit an seiner Rhythmusgitarre und noch besser eine Gesangsleistung, die es in sich hat. Nachdenklich stimmt das dargebotene musikalische Material und sorgt dafür, dass der Zuhörer sich in einem Kopfkino verliert. Die Texte, welche Solche präsentieren, sind philosophisch und alles andere als plakativ. So beschreibt Schoepfen eine gewisse Zerrissenheit eine Art Selbstbetrug in welchem manche Menschen stecken. Hierbei beschreibt Holm Krieger die Situation, dass oftmals nichts so ist, wie es schien dass es werden würde. Eine Message in der sich ein jeder wiederfindet. Im Verse im gemäßigten Tempo gehalten, legen Solche dann im Refrain mächtig los und legen Speed hin. Man verliert sich leicht in dem musikalischen Gedicht, welches diese Band an den Tag legt, deren puristischer Sound sich fantastisch im Hörraum ausbreitet.

Mit einer orchestralen Streichermelange leitet dann die nächste Nummer Anankasmus. Dieser beschreibt den Zwang gewisse Denkprozesse oder aber gewisse Handlungen durchzuführen und erneut könnte der geneigte Rezensent seine Tastatur zerbeißen! Nicht nur, dass Solche hier erneut ihre musikalische Genialität als Einheit präsentieren und auf ihren Instrumenten eine tanzbare Instrumentalisierung ablegen, NEIN! Sie geben sich erneut als meisterhafte Songtexter, denen man gerne zuhört. Wobei ich der Stimme von Frontmann Holm auch gebannt zuhören würde, wenn er mir seine Einkaufsliste vorsingen würde. In tanzbarer Manier wird dieser Song aus der Anlage geschleudert und liefert mit folkischer Instrumentalisierung, was sich durch die Streicherensembles äußerst, eine gewisse Ablenkung. Mit Leichtigkeit gelingt es Solche einem von ihrer musikalischer Leistung zu überzeugen und der stets intelligente Text, welchen sie in ihre Musik einbauen tut hierbei sein übriges. Es geht bei Anankasmus darum, dass Dinge die vermeintlich unausweichlich geschehen müssen, auch nicht immer zwangsweiße umgesetzt werden müssen.

Angesichts der komplexen und intelligenten Wortgewandtheit, die Solche an den Tag legen könnte man fast der Dyslexie verfallen! So heißt auch die nächste Nummer und diekommt dann mit einer gewissen Melancholie aus den Boxen und wird im mittleren Tempo eingeleitet. Hierbei sind Bassist Michael Focken und Schlagzeuger – äh Pardon Cajonist Mario Krohn erneut ein supportives und gestandenes Fundament, welches Gitarre und Gesang perfekt trägt. Und auch hier macht Frontmann und Mastermind Holm Krieger erneut seine absolut talentierte Figur! Der pesimistische Text wird hierbei von groovenden Drums und funkigen Bässen begleitet, die dann mit ebenso funkigen Rhythmusgitarren – wo ist das Wort nochmal? – ah ja gestützt wird und erneut von musikalisch extrem hohen Anspruch ungeschönt und in seiner Gesamtheit getragen wird. Inhaltlich von einem Protagonisten berichtend, der ein Wort sucht, dass die Negativität mancher Menschen beendet. Ein wenig ist das ganze zu Interpretieren, als würde man hier mit dem Stumpfsinn mancher Zeitgenossen aufräumen. Intelligent sind die Lyrics von Holm Krieger und wird dabei von einer Variablen musikalischen Leistung.

Rock ‚N‘ Roll-lastig schnellt einem dann Egomanie um die Ohren, welche zunächst vom Bassriffing eingeleitet wird, ehe wenige Takte nach dieser Einleitung dann  ein Break den Einsatz der Gitarre und der Drums, sowie dem Gesang einsetzt. Mit ordentlich Dampf auf dem Geschwindigkeits-Tempometer geht der Verse, während die Band sich hierbei ein wenig variiert, aber ständig diesen Song mit Souveränität rüber. Hier predigt Sänger Holm einem nicht näher genannten Individuum, dass es sich etwas zurückhalten soll – Etwa dem Egomanen? Keine Frage die Egomanie ist eine Eigenschaft, die niemand leiden kann, zumindest an anderen Personen. Egomanen glauben sie haben ein Anspruch, dass sich die ganze Welt um sie zu drehen hat. Für die Belange anderer Menschen haben sie nur schnöde Verachtung übrig und dies ist ein weltumfassendes, soziales Problem. Erneut mit Tiefgründigkeit und fernab jedlicher Reißerischer Herangehensweise, zeigen Solche ihre lyrische Meisterleistung, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Doppelalbum zieht.

Mit Stärke kommt dann Prokrastination im tanzbaren Drumbeat gehalten, spielen Solche erneut ein effektives und packendes Ensemble nieder, dass sich durch eine leicht punkige Akkordfolge auszeichnet. Inhaltlich geht es um das träge Aufschieben von Aufgaben, die man doch unbedingt erledigen sollte. Aber rein musikalisch gesehen, lassen Solche hier nichts anbrennen und verschieben eben nichts auf Später, sondern bringen den Song schnell auf den Punkt. Als nächstes wird sich dann dem psychologischen Phänomen des Narzissmus gewidmet. Der Narzisst kann die Folgen seines herablassenden Verhaltens nicht abwägen und dies ist eine der möglichen Interpretationsmöglichkeiten, welche der auf hohem Niveau gehaltene Text von Frontmann Holm hergibt.

Solche sind Meister, fast schon Poeten wenn es um fantastisches Songwriting und Composing geht. Dafür sind ihre Songs absolut akustische Zeugnisse und somit ist die gesamte Doppelscheibe Von Schöpfen und Sümpfen ein in sich geschlossenes Werk, dass man sich konstant und ohne weiter zu Skippen am Stück anhören kann. Auch die Produktion, d.h. die tontechnische Leistung ist nicht zu verachten und gibt dem talentierten musikalischen Output noch den letzten Schliff. Bässe, die druckvoll sind, präzise Höhen und eine tiefgreifende Räumlichkeit sind bei Von Schöpfen und Sümpfen ebenso Programm, wie auch das fantastische Songwriting und die tolle musikalische Leistung, welche diese ambitionierte Band mit dem Namen Solche an den Tag legt.

Agoraphobie ist eine hässliche Sache. Die betroffenen leiden unter einer Form der Platzangst und fühlen sich nicht in großen Menschenmengen oder auch in kleineren Menschenmengen wohl, sogar eher unwohl und kriegen dabei Panikattacken und Angstzustände. Dieses Phänomen wird hier von der genialen Combo Solche auf eine geniale Art umschrieben und präsentiert. Angst fressen Seele auf, heißt es so schön. In den Lyrics gehen Solche dann aber einen Schritt weiter und sagen, Angst frisst Freiheit. Und dies stimmt. Betroffene einer solchen Phobie sperren sich regelrecht in ihrem stillen Kämmerchen ein und hierbei gibt Holm Krieger auf gewohnt raffinierte Art und Weiße den Rat, die Angst zu versuchen zu überwinden, da es den Menschen seine Freiheit kostet. Aber eine Freiheit lassen sich Solche nicht nehmen, ja ebend Solche die absolut ambitionierte Musiker, Schwingungsmagier und Schallwellenkrieger sind. So wie die Herren FockenKrieger und Krohn.

Und diese Magie lassen sie dann auch auf Graphomanie wirken. Dieser Graphomanie verfällt man jedoch sehr gerne, wenn man sich einem solchen musikalischen Schmankerl wie dem Album Von Schöpfen und Sümpfen widmet. Den Anfang macht das gute Stück mit einem einleitenden Spiel der harmonischen Akustikgitarre, dass durch einen eingefadeten Bass erweitert wird und mit einem groovenden Beat des Cajon begleitet wird. Inhaltlich ist Graphomanie eine Abrechnung mit der Roboterhaften Konformität des Systems und der Gesellschaft. Solche haben vollkommen Recht, wenn sie sagen – NEIN! Es muss ebend NICHT So sein! Das Leben, Die Liebe, etc. Hierbei wird der gesellschaftliche Stumpfsinn der konformistischen Roboter auf’s Korn genommen und das in einem uptempo Beat, der erneut ein starkes Statement in Form von Musik und Text zum Zuhörer trägt.

Mit trauriger Stimmung geht dann Monophobie ein. Es geht lyrisch um die Angst davor allein zu sein, vergessen und verlassen werden sein. Erneut in der gewohnten Tiefgründigkeit transportiert, ist die Message des Songs erneut eine für die von Solche an den Tag gelegte lyrische Stärke. Mit fantastischen Arrangements und spielerischer Leidenschaft wird dieser Song transportiert, der besonders durch den Bassisten in seiner Mitte einen absolut funkigen Beisgeschmack bekommt.

Habt ihr schonmal Dance Pop Riffing im akustischen Gewandt gehört? NEIN!? mit Kleptomanie habt ihr eine mögliche Antwort, wie das klingen könnte, denn genau so kommt der Sound des Songs rüber. Inhaltlich geht es um die Zwangsstörung, dass man gerne klaut und erneut macht die Band Solche hier einen metaphorischen Sprung hinsichtlich ihrer Lyrik. Mit Variation und spielerischer Vielfalt machen Solche ihre Songs stets auf eine aufwendige Art. Ein wenig kommt es einem so vor, als ginge es hierbei um Kapitalismus und Konsumverhalten, aber besonders darum, dass man selbst ausgenutzt wird, verbraucht und verheizt. Nach dem zügigen Rock ‚N‘ Roll lastigen Moria bei welchem die Band mächtig Gas gibt, geht es dann direkt in den nächsten Song Insomnia über.

Insomnia – Die Schlaflosigkeit empfängt den Hörer mit einem gradlinig Struktuierten Arrangement und kommt einem rüber, als würde sie das Leben eines modernen Menschen beschreiben, der Müde ist und stets zu funktionieren hat wie eine Maschine. Nur Tat – Nur Tat – Sie wollen immer mehr, so heißt es in einer Textstelle: Das egoistische und empathielose Verlangen der Mitmenschen, das man stets zu funktionieren hat und man selbst seinen Menschen egal ist. Im Verse von eingängigen und Riffings geprägt und stets den Fokus auf den Vocals liegend, geht es im Refrain zügig weiter und eine Message wird zum Tragen gebracht, wie ein jeder sie kennt und wie ein jeder sich in diese hineinfühlen kann.

Mit Sümpfe geht es dann in die Nächste Runde und erneut spielt die Band ein fantastisches Rock ‚N‘ Roll spiel, welches sich in einer gekonnt künstlerischen Unruhe befindet und sich ein wenig mit pessimistischer Lyrik bedient. Als nächstes ist dann Altbauten an der Reihe, ein Song der oberhalb dieses Textblocks gar als Video eingebettet wurde und unbedingt jetzt angeschaut werden sollte. Hierbei kommt der Text, welchen Solche präsentieren eine Metapher für das zerbrechen eines Menschen, das zugrundegehen seines Lebens. Zumindest lässt der Text sich – rein subjektiv gesehen – auf eine solche Art und Weiße interpretieren. Träume, Leben und das Sein werden hierbei zerschüttet und zerschüttet. Musikalisch und kompositorisch sowie lyrisch erneut von absolut hochwertiger Qualität, machen Solche hierbei keine Gefangenen und spielen einen ambitionierten Song nieder, aber das machen sie doch ohnehin schon die ganze Zeit über. Das Alte macht den Weg frei für etwas neues, doch mal im Ernst? Muss denn immer alles verschwinden und Platz für neues machen?

Mit harmonischer und leidenschaftlicher Sinfonie aus Gegeinklängen eröffnet dann Abbruch, der mit kurz darauf, angetrieben von einem Perkussiven Drumbeat begleitet wird. Hierbei geht es um die Frage, ob es sich um Alles handelt, ob man vom Leben nicht doch mehr haben kann? Jeder stellt sich im Tran und Trotte seines Alltages diese Frage. Musikalisch erneut von dem für Solche an den Tag gelegten Perfektionismus. Mit dem Beinamen Delta Blues kommt dann die oben angesprochene Veränderung auf den Zuhörer zu! Doch verändert wird hier nichts, wenn es um die musikalisch hochwertige Qualität geht, welche Solche Musiker, wie die Drei es sind an den Tag legen. Mit Blues Rhythmik und Bassriffing kommt dann der Song aus den Boxen. Hierbei wird unter zeitweiliger Begleitung von Trompetenshots- und Riffings ein leicht Jazz bis Blueslastiges Arrangement abgeliefert, bei welchem sogar ein raffiniert gespieltes Saxofonsolo noch etwas draufsetzt. Veränderung ist nicht immer gut und das bewährte sollte vielleicht doch beibehalten werden. Raffiniert das Arrangement von Veränderung und hinsichtlich der vorherigen Songs, zeigen sich Solche hierbei auch von einer ebend solchen Veränderten Seite, ohne dabei ihre musikalische Essenz zu-, ihren Spirit zu verlieren.

Punkig geht es dann mit Projektsitzung weiter, bei welchem Solche mit einer an den Tag gelegten Fingerfertigkeit agieren und die gewohnt hochwertige Qualitätsoffensive aus der Anlage kommen lässt. Hierbei wird ein Mensch angesprochen, der sich aus dem Teufelskreis der Ausgebranntheit entziehen sollte, bevor er vor Machtlosigkeit unter geht. Hierbei ermutigt Sänger Holm den Menschen dazu, aus sich herauszugehen und aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Harmonisch und melodisch kommt dann Ideenfriedhof um die Ecke und leitet erstmal mit einem Ensemble der Musiker ein, bevor der philosophische Text einsetzt, welcher einen depressiv anmutenden Text zum besten gibt, der ein trostloses Dasein beschreibt. Es geht hierbei darum, die Träume und Ideen begraben wurden und der Mensch nur noch so in den Tag lebt. Quasi einsam und ohne Hoffnungen.

Doch auch die Politik wird behandelt. dessen Inhalt erneut auf eine vielseitige Art betrachtet werden können. Zum Beispiel eine unzufriedenheit mit der politischen Lage, bei welcher der Politiker aber stets seine Ohren auf Durchzug schaltet und dabei nicht zuhören will. Und der am Ende die Konsequenzen seines Handels nicht wahrhaben will – Quasi mit dem Kopf durch die Wand. Natürlich sei hier auf die Subjektivität des Ganzen hingewiesen, denn gemeint sein kann auch etwas ganz anderes. In die nächste Runde geht es dann mit dem Song Buerokratie, welcher sich mit Latin-lastiger Rhythmik und präziser, Fingerfertigkeit hinsichtlich der Leistung von Solche als Musiker bezeichnet. Diesen Song kann man als Abrechnung mit Schwarz – Weiß Denkern und Bürokraten mit ihrem Systematischen Kontrollwahn interpretieren.

Rockig leitet dann Sold ein, dessen Rhythmusgitarren dann einen Text herantreiben, welcher einen Menschen dazu ermutigen soll, nicht aufzugeben. Ein wenig wirkt das Ganze wie eine Abrechnung mit einer Unterdrückung. Mit Richtungswechseln im Arrangement machen Solche den Song zu einem unvorhergesehenen Spektakel, das einige Windungen und Überraschungen hinsichtlich der Tonfolgen bietet. Als nächstes ziehen Solche dann in den Kampf und liefern hierbei mit eingängiger Gitarrenarbeit und aufwändiger Bassführung. Tatsächlich ist dieser Song so intelligent umgesetzt, dass er schlecht zu interpretieren ist, jedoch wird hier ein negativer Beigeschmack serviert, obgleich Solche erneut fantastische Arbeit leisten.

Zunächst wird dann der Streifschuss in puristischer Form mit der Gitarre und dem schönen Gesang von Frontmann Holm Krieger eingeleitet. Hierbei spielt die Band in einem leicht Rock ‚N‘ Roll lastigen Jargon einen zügigen Indie Pop Song, der ebenfalls nichts an der Stärke einbüßt, welche Solche seit Beginn des Albums Von Schöpfen Und Sümpfen an den Tag legen. Streifschuss ist ebenfalls ein Ohrwurm schlechthin, der direkt im Gedächtnis des Konsumenten, dieser anspruchsvollen Scheibe hängen bleibt. Solche inspirieren den Zuhörer dazu, in sich zu gehen und Dinge zu hinterfragen.

Zum Abschluss des Hauptalbums, gibt es dann mit Nacht eine Einfühlsame Nummer, bei der der Bass mit Harmonie und Melodie besticht, die Hand in Hand mit dem Gesang geht. Hier sollte man unbedingt hinhören. Solche sind absolute Meister des Songwritings, der Komposition und des musizierens und hätten es verdient die Charts zu Stürmen. Auf der CD Version finden sich dann noch zwei Bonustitel nämlich Zukunft und Selektiver MutismusZukunft klingt zunächst wie der Soundtrack einer mexikanischen Stiertombola, dies meint der Rezensent definitiv nicht böse, im Gegenteil! Zügig fahren Solche Programm ab und Bassist Michael Focken hat hier mächtig den Groove und ist treibende Kraft eines zügigen Beats, der im Original von Michael Krohn angetrieben wird. Souverän macht Sänger und Gitarrist Holm Krieger Stimmung und liefert einen Song, der direkt zu Beginn klar macht, dass es sich um eine Abrechnung mit Geiz, Neid und Leid und der Hoffnungslosigkeit handelt. Hierbei lässt die Band eine sozialkritische Message vom Stapel, die ihr euch zu Herzen nehmen solltet. Nach einem Break verlangsamen Solche ihr Tempo und ändern plötzlich die Windrichtung von Zukunft. Musikalisch und lyrisch wieder in Topform, überzeugen sie selbst auf diesem CD only Bonus Track. Nach diesem Break kommt dann plötzlich schneller Sprechgesang, der mit einem Hip Hop mäßigen Beat aus den Boxen kommt, der fließend wieder zurück in die klassische Tonfolge umwechselt.

Zum krönenden Abschluss (Der CD Version) gibt es dann mit Selektiver Mutismus einen letzten Titel, der nach einer psychischen Störung benannt wurde und irgendwie wirkt wie die Ur-Fassung von Agoraphobie. Ein letztes mal zum Gruße geben Solche alles und beweißen, dass sie eben Solche Musiker sind, die eure volle Aufmerksamkeit verdienen.

Fazit 10 von 10: Freunde der handgemachten und aufwendigen Musik, DÜRFEN Solche Musiker unter keinen Umständen Ignorieren! Besorgt euch das Teil und supportet diese Band!

Mehr zu Solche im Netz:

Solche – Die offizielle Webseite:
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Solche bei Spotify anhören:
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