Musikproduzenten gibt es wie Sand am Meer und viele wirken hierbei oftmals wie die Kopie eines ihrer Idole. Bei der deutschen Produzentin, Komponistin und Musikerin Sonvonic verhält sich das Ganze ein wenig anders. Sie liefert mit ihrem neuen Album Spheres ein akustisches Kunstwerk ab, welches zwar das Rad nicht neu erfindet, jedoch bei seiner individuellen Ausrichtung und dem Zusammenwirken der einzelnen Elemente doch für eine gewisse Eigenständigkeit einsteht. Auf Spheres verarbeitet Sonvonic eine gekonnte Melange aus elektronischen Soundtracks, instrumentalen Hip Hop Beats und erschafft somit eine ganz eigene Klangwelt, in die sie den Hörer einlädt einzutauchen. Seit mehr als 15 jahren, ist Sonvonic nun schon als Musikerin aktiv, wobei sie 2012 ihren zweiten Frühling feierte und fortan neben einem Job bei einer Plattenfirma und in einem Tonstudio, auch  mit einigen Musikern, Rockbands und auch Produzentenkollegen aus der ganzen Welt zusammenarbeitete. So merkt man dem Minialbum Spheres diese unglaubliche Erfahrung und Qualität auch durchaus an. Auf insgesamt sieben Titeln, die allesamt stark variieren und sowohl kompositorisches, als auch sounddesigntechnische Leidenschaft und vorallem Können präsentieren, entführt Sonvonic den Zuhörer in ihr fantastisches, musikalisches Reich, dass an manchen Stellen an Acts wie Beispielsweiße Enigma erinnert.

So ist One Last Drink der Opener ein magisch-mystisches Spektakel, welches zunächst unscheinbar mit einem Glockenspielsound einleitet und sich konstant aufbaut, bis es schließlich seine volle Kraft entfaltet. Mystisch kommt der Sound daher, bei welchem Sonvonic satte Drumbeats, die hier und da kurz durch den Scatter gejagt werden, im komplexen Jargon, trancige Synthieflächen mit weiblichem Chorgesang verschmelzen lässt und somit direkt zum Eingang gleich in kompositorischer und auch soundtechnischer Art überzeugt. Mit dem liebevollen Pianogeschwängerten Revelation zeigt sich Sonvonic von der synfonischen Seite und lässt einen Titel einleiten, der melancholisch und leidenschaftlich aus den Boxen kommt, bis sie dann ab circa einer Minute Spielzeit Breakbeats mit Trance-Leadsynthesizern und klassischen Elementen kreuzt, bei welchen sie das richtige Gespür für das richtige Maß zeigt und ein Feeling für den Wirkungsgrad hat. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch Upside Down, der überraschenderweiße mit weiblichem Gesang aus den Boxen kommt, welcher von der Musik perfekt getragen wird und den Zuhörer regelrecht in seinen Bann zieht. Auch hier erweißt sich Sonvonic als Talent, das nicht nur Zeugnis für seine kompositorischen und soundtechnischen Fähigkeiten ablegt, sondern sich auch als fantastische Songwriterin outet. So ist der Name des Gesamtwerkes Spheres nicht verwunderlich, denn die Räumlichkeit und einen wirkenden Effekt hat die Musik, welche den Hörer in seinen Bann zieht und mit Recht die volle Aufmerksamkeit erverdient. Das brachial episch, fast schon majestätisch-synfonische Stück Final Wave würde sich wunderbar in einem Soundtrack zu einem Fantasyfilm machen und besticht mit eingängigen, liebevollen Pianoklängen und orchestralen Ensembles. North Star feiert die musikalisch perfektionierte Fusion aus Orchestra und Elektro und wirkt eher wie Neoklassik. Ein epischer Sound legt sich mit circa 80 Beats per Minute in den Hörraum und hüllt alles in Leidenschaft. Die energische Nummer Far Grounds und das liebevolle Pianogetränkte Stück Leaves, bilden dann den Abschluss einer durch die Bank weg gelungenen Platte, die nicht nur fantastisch komponiert, oder Sounddesigntechnisch sorgfältig kreiert wurde, sondern auch eine hervorragende Produktion erhalten hat. Hier war ein Multitalent zu Gange!

Fazit 10 von 10: Freunde der Anspruchsvollen Instrumentalmusik, zwischen Electronik und Klassik, sollten sich dieses majestätische Opus nicht entgehen lassen!

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