Liebhaber des traditionellen Gothic Rock bekommen mit dem deutschen Projekt Adder’s Fork welches von dem musikalischen Multitalent Marko Köfler ins Leben gerufen wird, ein fantastisches Minialbum auf die Ohren, welches von einem ambitionierten DIY Künstler veröffentlicht wurde. Hierbei geht Adder’s Fork betont nach dem Motto MPFree vor und bietet das Album, sowohl als Stream-, Download und auch Tonträger, absolut kostenlos an! Und das alles, obwohl Adder’s Fork durchaus sein Geld wert wäre! Benannt nach einem Begriff des Legendären Shakespeare Werkes Macbeth, ist die Adder’s Fork die gespaltene Zunge einer Kreuzotter, welche von Hexen als Zutat für ihre Rezepturen verwendet wurde. 

Konzipiert als Hommage an die legendären Bands wie The Cure, The Sisters Of Mercy und anderen Ikonen der schwarzen Szene, ist es Adder’s Fork as known as Marko Köfler wichtig, nicht einfach deren Sound zu kopieren, sondern zu der akustischen Rezeptur, auch durchaus seine eigene Rezeptur beizumischen. Hierbei kombiniert Marko Köfler den traditionellen Gothic Sound mit der kompromisslosen Härte des Heavy Metals, sowie deren verschiedenen Stilrichtungen. Als wahrer Multiinstrumentalist ist Mastermind Marko Köfler hierbei sämtliche Kompositionen, Gesänge, Bass und Synthesizer etc. selbst und im Alleingang verantwortlich. 

Direkt zu Beginn von dem Opener The Fatalist (A Coming Dark) wird direkt klar, wohin die Reise geht und man kann hier einfach nur staunend den Lautstärkeregler weiter nach Rechts drehen! Teilweise klingt das, was Marko Köfler hier aus den Boxen zaubert irgendwie so, als hätten The Sisters Of Mercy sich zu einer Session mit Iron Maiden und anderen Legenden des Heavy Metal zusammengetan und haben etwas entstehen lassen, was man als Heavyned Gothic Rock bezeichnen könnte. Absolut fantastische Gitarren- und Bassriffs zieren das Arrangement des Songs, welches mit Präzision und Fingerfertigkeit eingespielt wurden. Auch wenn die Drums programmiert wurden, sind sie dennoch nicht langweilig, sondern zeigen auch hier eine Versiertheit auf. Die tiefe Stimme des Marko Köfler ist dann bei dem Arrangement der Songs noch das Sahnehäubchen und gibt einen echten Gothic Rock Charakter, gepaart mit Metal Attitüde, ohne dabei den Gothic Faktor zu vernachlässigen. Doch das Ganze könnte man nicht einfach als Gothic Metal bezeichnen, sondern versuchen wir es mal so: Marko Köfler aka. The Adder’s Folk erfindet einfach mal so die NWOGHM – Die New Wave Of British Gothic Heavy Metal. 

Auch Lyrisch und inhaltlich erweißt sich Marko Köfler aka. The Adder’s Folk als absolutes Genie und und verarbeitet in seinem songwriting Teifgründigkeit mit Mehrdeutigkeit. Melodisch düster und harmonisch geht dann als nächstes Herald’s Curse zur Sache, bei denen man einfach nur seine Tastatur beim rezensieren zerbeißen könnte! Diese inspirierenden Bassgitarren, die träumerisch düsteren cleanen Gitarren und der kompromisslose Heavy Anteil des Songs, machen ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis! Apropos unvergesslich: Das trifft auch bei Failures Grin And Fears Remain zu. Starker Metal trifft auf düstere Gothic Ästhetik, die sich anhört, als hätte eine Heavy Metal Kapelle sich einfach mal so Andrew Eldritch ausgeliehen! Verdammt ist das geil! Metallastigkeit trifft auf eine nihilistische Tonhaltung. Verdammt auch die gallopierenden Riffs, wie man sie von Iron Maiden kennt, sowie Doublebass Drums hat der gute Mann bei dieser Nummer nicht vergessen und haut hier einfach nur morz das Brett raus! 

Mit dem melodischen Yesterdays Favoritte wird dann der Endspurt eingeleitet. Mehrstimmige Leadgitarren leiten den Song ein, der dann mit einer zarten Melange aus warmen Bassriffs und cleanen Leadgitarren im höheren Tonbereich den Gesang begleitet, welcher von gemäßigten Drums im 4/4 Takt angetrieben werden. Hierbei wird der Gesang perfekt getragen und zieht den Hörer regelrecht in seinen Bann. Lyrisch erneut verdammt gut, macht Adder’s Fork keine Gefangen und zeigt, was für ein Talent in ihm steckt! Der Mann ist nicht nur an den Instrumenten ein Naturtalent, sondern auch lyrisch. Die Produktion könnte etwas präziser sein, nichts desto trotz, wird hier ein fantastisches Werk dargeboten, welches man gehört haben sollte

Fazit 8 von 10: Mit Adder’s Fork und The Fatalist werden der traditionelle Heavy Metal und Gothic Rock gekonnt zu was neuem verschmolzen, dass der Rezensent dreister Weise als New Wave Of Gothic Heavy Metal bezeichnen würde. Solch einen individuellen Stilmix bekommt man nur selten auf die Ohren! ANHÖREN!

Mehr zu Adder’s Fork im Netz:

Adder’s Fork – Die offizielle Webseite:
https://addersfork.wordpress.com/

Adder’s Fork bei Facebook:
https://addersfork.wordpress.com/

Adder’s Fork bei Bandcamp:
https://addersfork.bandcamp.com/

 

Reviews

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.