Freunden der Rock- und Popmusik aus den letzten 50 Jahrzehnten, müsste der Name Chris White ein Begriff sein. Er ist der Mann, welcher neben Rod Argent als Co-Produzent und Songschreiber von mehr als der Hälfte des legendären zweiten Studioalbums Odessey & Oracle (aus dem Jahr 1968) der britischen Roclkband The Zombies bekannt wurde. Doch auch weitere bekannte Stücke stammen aus der Feder des Mannes, welcher von Beck, oder The Foo Fighters für sein Songwriting gefeiert wird und so erscheint in diesem Jahr die Neuauflage seiner dreiteiligen Kollektion aus Songs, welche er in den letzten fünfzig Jahren geschrieben und aufgenommen hat. Viele dieser Songs sind vorher nie zu Veröffentlichung gekommen und somit ist diese dreiteilige Serie an Veröffentlichung quasi als eine Art  Audio-Dokumentation zu verstehen, bei der wir uns heute dem ersten Teil widmen.

In Der heutigen Zeit, in welcher die von Mastermind Chris White produzierten The Zombies in die Rock ‚N‘ Roll Hall Of Fame aufgenommen wurden, kommen die Songs der Chris White Experience einem vor wie eine aufregende Zeitreise. Direkt beim Opener Why Can’t You Lie To Me, wird ein musikalisches Talent freigesetzt und ein Sounddesign freigegeben, dass zwischen den 1970ern und verdächtig den 1980ern angesiedelt ist. Mit groovenden Bässen, präzisen Drums und für diese Zeit typischen Moog-Synthesizer Sounds leitet der Song ein, welcher ohne langen Atem direkt in den Verse Part übergeht. Die hier spielenden Musiker, sind wahrliche Talente und kompositorisch hat Chris White ein absolutes Meisterwerk erschaffen, dass sich nicht nur durch hervorragende Melodien oder ein überzeugendes Klangkonzept auszeichnet, sondern dessen Arrangement aus Gitarre, Synthesizer, groovigen Bässen und einer überzeugenden Gesangsleistung sofort zu gefallen weiß. Mit beeindruckenden Klaviernotenfolgen leitet das female fronted Power Over Me ein, welches einen weiblichen Gesangspart zum besten gibt und tatsächlich wie eine geniale 1980’s Hard- bzw. Melodic Rock Produktion klingt, die einfach so derbe nach dieser Dekade schreit. Absolute Glanzleistung des Komponisten und Arrangeur macht sicht breit und die kraftvolle, sowie zugleich liebevolle Stimme der hier amtierenden Frontfrau verursachen Gänsehaut. Mit absolutem Hang zum Perfektionismus verstehen Chris und die in das Projekt involvierten Musiker die Tracks auf Volume 1 zum Leben zu erwecken. Eine Melange aus leidenschaftlichem und perfektem Jazz und Pop ist der Titel  A Trick Of Starlight, wobei I’m Coming Home ein Rock ‚N‘ Roller ist, bei dem Roadfeeling aufkommt. Der hier engagierte Sänger klingt eine Spur nach Queen bzw. Freddy Mercury. Good For Darlin‘ ist im kontrast ein leidenschaftlicher leicht blueslastiger ruhiger Poprocker, der nicht von minderer Qualität ist. Während My Love Tonight nach dem New Wave der 1980er klingt.

Chris White

Die Leistung der Musiker und Sänger auf dem gesamten Album ist auf absolutem Top-Niveau und so bleibt bei jedem Song nur zu betonen, dass hier echte Könner und Talente am Werk waren. Chris White versteht es den Songs Leben einzuhauchen und ihnen mit magischem Know-How einen gewissen Glanz und Zauber aufzulegen. Die Songs haben das Potenzial in den Hitparaden rauf und runter zu gehen und sind in jeder Hinsicht ein absoluter musikalischer Geniestreich. Dies gilt sowohl für den Rockbereich, den elektronischen Pop-Bereich, als auch den liebevollen Balladenbereich, der unter anderem mit When My Boat Comes In, dass alleine mit schönem Gesang und absoluter Meisterleistung am Klavier besticht und nur durch diese Elemente besteht. Der Rocker Something I Heard kommt solide aus den Boxen und ist eine weitere Zustimmung des bisher gefällten Urteils. Mit  She Makes Me Feel & Taking The Wings From Butterflies ist eine weitere Ballade auf Volume 1 von The Chris White Experience vertreten, welche sofort die Herzen der Musikkonsumenten berührt. Eine weitere 1980’s Wave Pop Nummer mit progressivem Flair, aufwändigen Arrangements, hammer Gesang und Songwriting ist Like A Shotgun, der ebenfalls genial aus den Boxen kommt. Das bluesig-groovige Stück Ride On The Wind ist hierbei eine weitere eingängige Nummer, bei der ein grundsolides Fundament aus ordentlichen Drums und Rhythmischen, Musikmachenden Bässen, sowie interessanten und leichten Gitarrenparts sowie Keyboards aufwarten kann.Mit der Liebevollen Nummer I Danced The Dance schließt das Album dann ab, Kontrabässe und Pianoakkordfolgen begleiten eine liebliche Sängerin, die im Verse noch recht ruhig und gemäßigt aus den Boxen kommt, aber im Refrain ihre Stimmgewalt zum Ausdruck bringt. Hier wird zum krönenden Abschluss ein Song geboten, welcher Gänsehaut verursacht.

Fazit 10 von 10: Volume One, welche am 27. März ihren Re-Release auf CD erfahren wird, ist ein unglaublich leidenschaftliches Pop-Rock Projekt, bei dem begabte Sänger und Musiker involviert waren. Die Songs wirken Zeitlos und zugleich wie eine Zeitreise durch die verschiedenen Ära’s der Rock und Pop Produktion. Hier hat sich die Legende Chris White zusammen mit einigen fabelhaften Talenten ein akustisches Denkmal gesetzt.

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