Bei der protugiesischen Grunge Formation Green Disease geht es Rustikal zu! Das Motto der heutigen Rezension ist „Untergrund hell erleuchtet“ oder „Untergrund im Rampenlicht“ oder so ähnlich. Es handelt sich bei den Jungs um eine Band, die bisher nur Demoversionen ihrer Kunst öffentlich gemacht hat und deren Auslegung aus Alternative und Grunge man charakteristisch in diesen Songs hört. Hierbei handelt es sich um Kurt Cobain Homedemomäßige Aufnahmen, bei denen Drums gänzlich und auch der Bass weitgehenst fehlt, doch das macht hier nichts. She Wolf verstand sich immer als Medium zur Förderung von Musikern und warum dann also nicht mal den Newbies eine Plattform geben? Noch dazu, wenn sie sich als solide Songwriter erweißen? Wie bereits angedeutet, wirken die Songs von Green Disease wie eine Demoaufnahme aus der Feder des Nirvana Frontman Kurt Cobain, zumindest was das Feeling angeht. Stilistisch ist die eigentliche Band tatsächlich beeinflusst von Acts wie Nirvana, Pearl Jam, A Perfect Circle und Soundgarden und sie machen auch kein Hehl daraus, mit ihrer Musik diesen Größen der Rockmusik mit ihrer Musik Tribut zu zollen.

Vier der wichtigsten Songs dieser Formation werden an dieser Stelle komprimiert zusammengefasst und unter die Lupe genommen. Der Shorty Julie wirkt tatsächlich so, als habe man dies in einem Zimmer auf einer Kasettenrekorder aufgenommen. Hierbei zeigen Green Disease direkt Qualitäten als harmonische Komponisten und Songwriter. Der Gitarrist und Singer spielt eine – im wahrsten Sinne des Wortes – Unplugged Nummer runter, welche mit einer eingängigen und jedoch melodischen Saitenführung zum Ausdruck gebracht wurde. Mit Harmonie und Melodie wird hier der lieben Judie ein Ständchen gebracht. Einen ähnlichen Aspekt hinterlässt das nachdenklich stimmende Stück The Lion, bei welchem Green Disease erneut mit songwriterischem Talent überzeugen und eine spannende Story vertonen. Erneut mit dem typischen ungeströmten Gitarrensound und einer Mischung aus Straight from The Mic und From The Mike to Hall FX ähnelt dieser Song der vorherigen Version und besticht durch eingängige aber getandene Gitarrenarbeit in höheren Tonlagen, sowie lyrischer Kunst. Heading On ist hierbei musikalisch bzw. hinsichtlich der Instrumentenführung und des Arrangements ein wenig voluminöser und erstmals gibt es im Sound eine Variation zu hören. Hierbei spielen Bassist und Gitarrist ein Duett, welches perfekt aufeinander gestimmt ist und erstmals fügt sich zur cleanen Gitarre auch ein Verzerrer hinzu. Auch hier an ihrer musikalischen Souveränität nichts einbüsend, machen Green Disease in charmanter Demomanier, eine fantastische Figur. Passend dazu gibt es dann auch noch eine visuelle Unterstützung, ganz im Do It Yourself Charakter. Zum Abschluss gibt es dann noch God Roll The Dice in altbekannter Demomanier und im E Akkord bereich. Erneut mit lyrischer Kunst überzeugend, ist God Roll The Dice ein kurzes Demo, dass ganz im Unplugged Stile der ersten beiden gehalten ist.

Fazit 6 von 10: Es handelt sich bei diesem Artikel um eine Bandvorstellung, einer Truppe von der man hoffentlich bald richtiges Studiomaterial zu hören bekommt. Ich empfehle: Reinhören! und dieser jungen Combo ein Ohr geben. Wenn sie jetzt noch einen Drummer inkludieren und diese Songs in einem halbwegs vernünftigen Studio aufnehmen, könnte daraus eine spannende EP werden, da songwriterische und kompositorische Fähigkeiten durchaus vorhanden sind.

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