Die schwarze Metalzene wird bei diesem experimentellen Abenteuer definitiv Augen machen und ein Crossover Werk erleben, welches man so nicht Alletage auf die Ohren bekommt: Xchnum Autopsie das neue, für den ersten April geplante Album von XCHNUM MIIIMIIIKRY und nein! Es ist definitiv kein Aprilscherz, sondern purer Ernst und Ernst der einfach nur Hammer rüberkommt. Auch Puppengott genannt, ist dieses Projekt eine herrlich schöne Albtraumhafte Fusion aus – sagen wir mal – Wumpscut und Mayhem. Elektronische Klänge verschmelzen in einem Industrial Habitus zusammen mit Riffstrukturen und dem Flair-, sowie dem Sound des Black Metal und was dabei herauskommt ist eine Mischung aus Industrial und Black Metal – Somit also Industrial Black Metal. Inklusive Einflüsse des Lo-Fi, Dark Wave, Gothic und Dark Ambient.

Diese Mischung hat es in sich, wie direkt zu Beginn der Opener Knochenkrebsbomber hört. Diesmal im Feature mit Febris Manea entstanden, werden hierbei zu Beginn ethnische ich nenne es mal Mönchsgesänge mit einer schaurig schönen Horrorathmossphäre kombiniert und eine Stimmungsvolle Einleitung wird hierbei dargeboten, welche den Zuhörer auf das Spektakel vorbereitet. Im Intro heißt es, dass ist das Ende, das Absolute Ende… Nun, doch wir fangen gerade erst so richtig an. Mit Speed und einem breakbeat sound bei den Drums leitet dann das unheilvolle Achat ein, bis dann die klassische Black Metal Struktur zum Einsatz kommt und die macht ihrem Genre hinsichtlich des Sounds und der Räumlichkeit alle ehre, inklusive einer authentischen Produktion, die sich auch so durch das ganze Opus zieht. Der Mix aus Elektro und Black Metal kommt irgendwie verdammt geil rüber und wirkt inspirierend, da soll man mal sagen, dass es keine Innovation mehr gibt. Der Puppengott liefert mit Xchnum Autopsie zweifelsfrei ein Album, dass es nicht nur in sich hat, sondern das auch diverse it. Dies beweist Ilse Glander im Feature mit Spukkopf. 

Im Spoken Word und Industrial Ambient Sound, welcher wirkt wie aus einem geilen B-Horrormovie. Mit Doublebassdreams, atmosphärischen Synthesizern und einem einfach Black Metal as Fuck Sound geht es dann mit dem nächsten geilen Track Geschenke? weiter und Puppengott macht klar: Für die Blackmetalszene ist seine Musik durchaus ein schön schwarz verpacktes Geschenk! Authentische Produktion und Kompositionen treffen hier auf interessantes Songwriting. Das leidenschaftlich hoffnungslose und langsame Heischender Spatz welches im Feature mit Chorgesängen von Marla Van Horn entstanden ist, geht dann in den Titeltrack Xchnum Autopsie über, der mit den Klängen eines ethnischen Instrumentes und düsteren Klangmelangen einleitend und dabei eine fantastische Stimmung aufkommen lässt. Mit Sporen Word Einlagen präsentiert der Puppengott sich somit von einer vielseitigen Seite und bringt eine gewisse Vielfalt in die einzelnen Songs des Albums. Mit absoluter Mühelosigkeit, gelingt es dem Puppengott aka. XCHNUM MIIIMIIIKRY sein Publikum in seinen Bann zu ziehen und dies eben nicht nur mit ordentlich Doublebass-, brechenden Riffstrukturen, sondern auch in ruhigeren Passagen des Albums. Das stark elektronische Prinzessin Omnikron ist dann ein kurzes, aber stimmungsvolles Intermezzo, welches auf den nächsten Song Alle Die Du Liebst vorbereitet, welcher ebenfalls mit einer schaurig schönen Albtraumstimmung besticht und direkt im stilistischen Flair des Dark Ambient besticht und das macht der Puppengott so authentisch, wie eh und je.

Die letzten beiden Stücke Yassin Eileen, welcher diesmal im Feature mit Marla Van Horn entstanden ist und ebenfalls durch seine besondere Räumlichkeit und den künstlerischen Aspekt im puristischen Black Metal Crossover besticht, hierbei sehr dem Dark Ambient zuzuordnen ist und mit vielseitigen Klangimpressionen-, sowie den gutturalen Vocals überzeugt. Zum krönenden Abschluss gibt es dann mit dem elektronischen Deutschleerer im Darkwave Jargon weiter. Das verrückte? Auch wenn der Puppengott sehr Black Metallastig rüberkommt, ist auch dieser Dark Wave Aspekt mit klaren Gesängen verdammt gut und zeigt nur einmal mehr die Diversität dieses Interpreten. Ein ganz kleines bisschen erinnert dieser finale Song an Blutengel und Unheilig. Ich hoffe hier fühlt sich niemand angegriffen, jedoch ist es für das subjektive Empfinden des geneigten Rezensenten nunmal so. Auch hinsichtlich der Produktion überzeugt der Puppengott auf ganzer Linie.

Fazit 10 von 10: Ein vielseitiges Album, welches Black Metal, Industrial Fans und Dark Wave Liebhaber brüderlich vereint! GEIL!

 

Mehr zu XCHNUM MIIIMIIIKRY aka. dem Puppengott im Netz:

Der Puppengott bei Instagram:
https://www.instagram.com/puppengott/

Der Puppengott Bei Bandcamp:
https://xchnummiiimiiikry.bandcamp.com/

 

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